BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Ökologisches Bauen

Der ökologische Fußabdruck von Gebäuden ist riesig: Bau und Betrieb verursachen in Deutschland rund 40% der Treibhausgasemissionen, 54% des gesamten Abfallaufkommens und verbrauchen 90% der mineralischen Rohstoffe (BMUB).

Kriterien des ökologischen Bauens, wie z.B. Standort (Anbindung ÖPNV, Wärme-/Kältenetz, Ausrichtung zur Sonne), Flächeneffizienz (Höhe, Raumnutzung, Dach- und Fassadengrün, Siedlungsgrün), Energie (Reduzierung des Bedarfs, Nutzung Erneuerbarer Energien) und letztendlich Baustoffe (nachwachsend, sortenrein trennbar, recyclebar, recycelt, langlebig) müssen mitgedacht und mitgeplant werden! Eine Verankerung dieser Kriterien ist in Gesetzen und über Förderprogramme am wirksamsten.

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Exkursion ökologisches Bauen in Niepars

Im Rahmen unseres Projektes „Ökologisches Bauen“ laden wir herzlich zu einer Exkursion am Dienstag, den 27. Juni, 10-12 Uhr mit dem Architekten Ulrich Bunnemann nach Niepars ein:

Wie entsteht ein ressourcenschonender Neubau mit weitgehend nachwachsenden Rohstoffen? Architekt Ulrich Bunnemann (Schelfbauhütte Schwerin) nimmt uns mit auf seine aktuelle Baustelle. Am entstehenden Objekt erklärt er seine Philosophie vom klimaneutralen Bauen und gesundem Wohnen. Wir können das Innenleben eines Bausatzhauses aus Holz und Stroh zusammen mit dem Fachmann begutachten. Die Besichtigung der Baustelle ermöglicht es mehr über die Dämmung mit Strohballen, die Verwendung von Holz als Baustoff und effiziente Energiekonzepte zu erfahren.

Ulrich Bunnemann ist Architekt und Geschäftsführer der Schelfbauhütte Schwerin und kann über 20 Jahre Erfahrung zu Neubauten und Bestandssanierung aufweisen. Er hat für seine Projekte zum nachhaltigen Bauen zahlreiche Preise bekommen. Wir laden Sie recht herzlich zu einer Führung durch seine aktuelle Baustelle eines Neubaus und einen fachlichen Austausch ein.

Zielgruppe: Behördenvertreterinnen, Architekten, Planer, Bauherren und alle Interessierten

Anmeldungen an: susanne.schumacher.bund(at)gmail.com

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Wir haben alle Neuerungen zur BEG im Überblick:

Für die Sanierung in Einzelmaßnahmen, also z.B. Dämmung an der Gebäudehülle, Anlagentechnik, Heizungsanlagen oder Heizungsoptimierung bietet der Staat über die Bafa direkte Zuschüsse bis zu 40%.

Für die Sanierung zum Effizienzhaus bietet der Staat über die KfW zinsverbilligte Kredite mit Tilgungszuschüssen von bis zu 45%.

Und auch die Neubauförderung ist seit März neu aufgelegt. 

Hier gehts zur Übersicht.

Neuer Flyer: Ökologisches Bauen

Der Flyer informiert übersichtlich und zusammenfassend zu den aus unserer Sicht wichtigesten Säulen des ökologischen Bauens: 

  • Flächenverbrauch reduzieren
  • nachwachsende Baustoffe und eine ökologische Bauweise
  • kreislauffähiges Bauen
  • Energiebedarf senken
  • Erneuerbare Energien
  • ökologisch wertvolles Grün

Hier geht´s zum Download

Forderungen für eine Bauwende

  • Die Reduzierung des Flächenverbrauchs für Siedlung & Verkehr! Bestandsgebäude sollten aufgestockt werden. Funktionsräume sollten gemeinsam genutzt werden.
  • Die Abschaffung beschleunigter Verfahren im Innen- und Außenbereich! Jeder Verlust von Natur & Landschaft sollte bilanziert und naturschutzrechtlich ausgeglichen werden!
  • Die Reduzierung des Energieverbrauchs! Der Passivhausstandard in ökologischer Bauweise sollte Standard werden. Sanierung sollte dem Neubau vorgezogen werden. Das spart graue Energie. Baustoffe sollten sortenrein trennbar und damit wiederverwendbar sein.
  • Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien für den Wärme- und Strombedarf! Dächer, Fassaden und Überdachungen sollten großflächig für die Erzeugung von Solarenergie genutzt werden.
  • Die Förderung ökologischer Baustoffe! Diese sind nachwachsend, verbrauchen in der Herstellung weniger Energie, sind regional, schadstoffärmer, kreislauffähig und in der Entsorgung unproblematisch. Wärme-, Schallschutz und Feuchteverhalten sind oft besser.
  • Mehr und ökologischeres Siedlungsgrün! Dachbegrünung sollte mit Solaranlagen kombiniert werden. Es sollte mehr entsiegelt und Versiegelung wasserdurchlässig und begrünt werden. Grünflächen sollten naturnah gestaltet sein. Schottergärten sind verboten.
  • Die Förderung des ÖPNV, Rad- und Fußverkehrs! Dafür sollte vorhandene Infrastruktur umgenutzt, nicht neu gebaut werden. Quartiere sollten autofrei werden.

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Wir danken unseren Förderern!

Das Projekt "Ökologisches Bauen in MV" wird gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union und die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE). 

Kontakt

Susanne Schumacher & Julius Pätzold

Projektleitung
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