BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Infobrief für Kommunen

Der monatliche Infobrief informiert zu interessanten Veranstaltungen, aktuellen Förderaufrufen und Fördermitteln, beschreibt Praxisbeispiele aus anderen Kommunen und gibt Tipps zu aktuellen gesetzlichen Änderungen und zu relevantem Lesestoff.

Mit über 600 Empfängern erreicht er eine breite Leserschaft aus Kommunen, kommunalen Unternehmen und Akteuren, der Politik sowie Planern/Architekten und weiteren Interessierten.

Bei Interesse kurze Mail an susanne.schumacher(at)bund.net.

2023

2022

2021


 

Faktenpapiere

Lebenszyklusanalyse

Gebäude verursachen 40% der energiebedingten THG-Emissionen in Deutschland. Davon entfallen 13% auf den Gebäudebetrieb (Rote Energie) und 27% (!) auf die Baumaterialien (Graue Energie). Der Energieverbrauch für die Herstellung, den Transport, den Einbau und bei der Entsorgung von Baumaterialien ist bedeutend hoch.

Bei neuen Gebäuden beansprucht die Graue Energie zwei Drittel, die Rote Energie ein Drittel. Werden rohstoff- und energieintensive Baustoffe wie Beton, Stahl und Polystyrol durch regional nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Hanf, Stroh und Lehm ersetzt, kann die Ökobilanz eines Gebäudes wesentlich verbessert werden. Ermittelt werden kann das durch eine Lebenszyklusanalyse.

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Ökologische Baustoffe

Bauen verbraucht 40% der Endenergie und 90% der mineralischen Rohstoffe in Deutschland. Bauen verursacht über 50% des gesamten deutschen Abfallaufkommens. Eine Sanierung ist aus ökologischen Gründen einem Neubau vorzuziehen. Sanierungsmaßnahmen sparen bis zu 80% Betriebsenergie.

Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen haben eine besonders gute Ökobilanz. Sie verbrauchen bei der Herstellung weniger Energie, wachsen nach und sind im Anschluss sortenrein trennbar und damit wiederverwendbar oder in den biotischen Kreislauf rückführbar. Sie binden CO2, haben teils bessere Eigenschaften beim Wärmeschutz, Schallschutz und dem Feuchteverhalten, enthalten weniger oder keine Schadstoffe und bieten ein geundes Raumklima.

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Erneuerbare Energien

90% der Betriebsenergie in Gebäuden beanspruchen Heizung und Warmwasser. Je höher der Dämmstandard eines Gebäudes – am umweltfreundlichsten mit nachwachsenden Baustoffen – desto weniger Energie wird benötigt und desto effizienter können z.B. Wärmepumpen arbeiten. Eine Solaranlage auf und am Gebäude kann sowohl Strom für Wärmepumpe,  Lüftungsanlage (mit Wärmerückgewinnung) und Geräte, als auch Wärme liefern und durch Stromspeicher (Akku oder E-Auto) bzw. Wärmespeicher ergänzt werden. Das macht unabhängig von fossiler Energie, steigenden Kosten und schützt das Klima. Sanierung und Heizungstausch werden finanziell bezuschusst.

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Siedlungsgrün

In unserer ausgeräumten und totgespritzten Landschaft gewinnt Siedlungsgrün als Rückzugsraum für Tiere und Pflanzen an Bedeutung. Auch Siedlungsgrün selbst wird durch Bebauung zurückgedrängt. Das, was noch da ist, muss so ökologisch wie möglich gestaltet werden. Grünflächen und Gärten sollten strukturreich sein, aus heimischen Arten bestehen und nur extensiv gepflegt werden. Bäume, Hecken und hochstehende Wiesen auf verschiedenen Standorten sowie Steinhaufen und Totholzecken bieten einer Vielzahl an Arten Nahrung und Lebensraum.

Ökologisches Grün bietet auch uns Menschen lebenswichtige Ökosystemdienstleistungen. Je naturnaher, desto mehr Sauerstoff kann es produzieren, CO2, Schadstoffe sowie Feinstaub binden, mehr Niederschlag speichern bzw. verdunsten und damit die Umgebung bei Hitze kühlen.

Schottergärten gleichen Betonwüsten und sind nach LBauO verboten!

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Projektflyer

BUND Jahrbuch Ökologisch Bauen & Renovieren

2023

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