BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.
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Gerettete Landschaften

Seit seiner Gründung 1990 hat der BUND Spuren in Mecklenburg-Vorpommern hinterlassen. So manche Landschaft gäbe es heute nicht mehr, wären da nicht engagierte Naturschützer gewesen, die gegen Ausbeutung und Zerstörung der Natur vorgingen. Einige dieser erfolgreiche geretteten Landschaften hat der BUND in einem Wanderführer zusammengefasst. Die Tourenvorschläge laden in zehn charakteristische Gebiete von der Elbe über den Landschaftspark in Ostmecklenburg bis zu den Küstenlandschaften ein.

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1. Flusslandschaft Elbe

Geschichtsträchtiger Weg mit Elbpanorama

Ausgangs- und Endpunkt: Aussichtsturm Elwkieker im Boizenburger Stadtteil Vier, Landkreis Ludwiglust-Parchim

Wegcharakter: meist schmaler, hügeliger Waldpfad, Rückweg über ehemaligen Kolonnenweg

Beste Zeit: im Frühjahr schimmert die Elbe durch den lichten Blätterbewuchs

Besonderheit: phantastische Aussicht über die Flusslandschaft Elbe im Biosphärenreservat, abwechslungsreicher Hangwald im Naturschutzgebiet „Vierwald“, Biotopverbundsystem „Grünes Band“

Dauer/ Länge: 2 Std. / 5 km

Vom Aussichtsturm „Elwkieker“ (1), der auf einem beeindruckend hohen Prallhang der Ur-Elbe thront, bietet sich ein phantastischer Blick über die Flusslandschaft. Wir sehen die gemeinsame Mündung der Elbnebenflüsse Sude und Boize und schauen direkt zu unseren Füßen auf die durch den BUND gerettete, mit typischem Auwald bewachsene Landzunge.

Der Abstieg zum Schiffsanleger Boizenburg-Vier über eine Stahltreppe, direkt unter dem Aussichtspunkt, bietet die Möglichkeit, der Elbe noch ein Stück näher zu kommen. Für den gut ausgeschilderten Rundweg über den Köpelberg folgen wir jedoch dem oben am Elbhang verlaufenden Weg durch ein kleines Waldstück. Nach ca. 200 Metern bietet hier eine weitere Aussichtsstelle einen schönen Blick auf die Elbniederung. Bald darauf erreichen wir eine durch den Boizenburger Ortsteil Vier verlaufende Schotterstraße, die uns geradewegs an eine Kreuzung zur Pforte des Vierwaldes führt (2).

Wir folgen dem mit der Aufschrift „Köpelberg – Vierwald“ ausgewiesenen Pfad zur Linken, der uns zurück an das Hochufer der Elbe führt und in der Folge über die Höhen und Senken der eiszeitlichen Kerbtäler verläuft (3). Zwischen dem Blattwerk des artenreichen Hangmischwaldes sieht man das Wasser der Elbe blitzen. Die uns begleitende Reihe alter Betonpfosten inmitten des Vierwaldes weist auf den Verlauf des ehemaligen innerdeutschen Grenzzauns hin. Am westlichsten Punkt des Pfades erreichen wir den 59,9 Meter hohen Köpelberg (4), auf dem Holzbänke zum Verweilen einladen. Nach weiteren 50 Metern treffen wir auf den von Lauenburg nach Vier verlaufenden ehemaligen Grenzkontrollweg (5), auch „Kolonnenweg“ genannt, der uns zurück an die Kreuzung am Ortsrand von Vier führt (2).

 

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Wanderung auf Komoot

2. Festung Dömitz

Im Reich der Frösche und Unken

Ausgangs- und Endpunkt: Zugbrücke zur Festung Dömitz, Landkreis Ludwigslust-Parchim

Wegcharakter: meist unbefestigter, zum Teil schmaler Weg ohne Höhenunterschiede

Besonderheit: Lehrpfad mit vielen Informationen zu heimischen Amphibien und Wissenswertem zur Festung Dömitz; Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe

Beste Zeit: zwischen April und Juni ist die höchste Rufaktivität der Amphibien

Länge/ Dauer: 1 km/30 Min.

Die erste von acht interessanten Tafeln über unsere heimische Amphibienwelt befindet sich am Parkplatz auf der Seite der historischen Zugbrücke zum Hauptportal (1). Weiter geht es im Uhrzeigersinn um die fünfeckige, mit Bastionen und Kasemattengewölben angelegte Festung. Zwischen der historischen Festungsanlage mit dem Festungsgraben und dem Elbdeich erstrecken sich weite Grünlandflächen, auf denen bei Hochwasser Qualmwasser aufsteigt. Mit ein wenig Glück kann man hier, bevorzugt im Bereich des vom BUND angelegten Kleingewässers, den Storch bei der Nahrungssuche beobachten (2). Auf der Holzbrücke, die in den nordwestlichen Teil der Festung führt (3), lohnt es sich, eine Pause einzulegen, um nach Amphibien im Festungsgraben zu schauen. Das Rufen der Rotbauchunke, ein angenehm ständig schwingender Ton, der an Glockenläuten erinnert, lässt sich im Frühjahr von hier meist besonders gut vernehmen. Die Moorfrösche färben sich in der Balz blau - ein Schauspiel, das mit etwas Glück beobachtet werden kann. Nachdem wir die nördliche Spitze der Festung umrundet haben, führt uns ein mit Sträuchern und Obstbäumen gesäumter Wiesenpfad zurück zum Hauptportal (4). Nach Anmeldung bietet das Biosphärenreservat von einem Ranger geführte Wanderungen rund um die Festung Dömitz und auf dem Elbedeich an. Für die kleinen Amphibienfreunde gibt es auf der Festung ein Faltblatt zum Basteln und Rätseln rund um den „Froschpfad“.

 

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Wanderung auf Komoot

3. Schweriner Stadtnatur

Schwerin - Trockenen Fußes durch mooriges Gelände

Ausgangs- und Endpunkt: Schlossbrücke Schwerin, Landkreis Schwerin

Wegcharakter: überwiegend breite befestigte Wege, lediglich um die „Große Karausche“ führt ein schmaler unbefestigter Pfad

Besonderheit: Unverbaute Seeufer und naturnahe Verlandungsbereiche inmitten der Stadt, malerische Ausblicke auf Schloss und Vogelschutzgebiet „Schweriner Seen“

Beste Zeit: ganzjährig

Dauer/ Länge: 5 km/1,5 Std.

Wir starten an der Brücke mit dem Rücken zum Haupteingang des glanzvollen Schweriner Schlosses (1) und flanieren auf der Promenade der Graf-Schack-Allee entlang des westlichen Burgseeufers. Ein durch die BUND-Gruppe Schwerin konzipierter Lehrpfad präsentiert uns hier Wissenswertes über Alleen. Wir passieren mehrere Weideninseln und natürliche Uferstreifen, die durch den BUND vor der Bebauung zur Bundesgartenschau gerettet werden konnten (2). Am Südufer des Burgsees queren wir den Bertha-Klingberg-Platz, um zum Schlossgarten zu gelangen. Der unbefestigte Weg in südöstlicher Richtung bietet uns fotowürdige Blicke auf die barocke Gartenanlage (3). Wir treffen auf den nach der historischen Wassermühle benannten Schleifmühlenweg, folgen diesem entlang des nördlichen Ufers des Faulen Sees (4) und schwenken an der nächsten Gabelung nach links in den leicht ansteigenden Paulshöher Weg. Etwa 100 m nach Queren der Schlossgartenallee erreichen wir auf einem rechts abzweigenden kleinen Pfad das artenreiche Moorgebiet „Große Karausche“ (5). Wir folgen dem schmalen Pfad durch das vom BUND vor der Entwässerung bewahrte Feuchtgebiet und treffen auf den 1870 durch französische Kriegsgefangene gebauten Franzosenweg, dem wir nach links folgen. Nach ca. 500 Metern leitet uns ein rechts abzweigender Holzsteg durch einen sich zur Orchideenwiese öffnenden Erlenbruchwald auf die Landzungenspitze „Adebors Näs“ (6), die herrliche Blicke auf den See und die Silhouette Schwerins freigibt. Der Franzosenweg (7) führt uns zurück in den Schlossgarten, in dem wir uns immer am Ufer haltend über die gusseiserne Drehbrücke zum Schloss begeben. Um zum Ausgangspunkt zurückzukehren, umrunden wir das Schloss seeseitig (8) und durchschreiten dabei eine künstliche Grotte, die Heimat mehrerer Fledermausarten ist.

 

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4. Rerik am Salzhaff

Wanderung über Trockenrasen und Feuchtgrünland

Ausgangs- und Endpunkt: Seebrücke Ostseebad Rerik, Landkreis Rostock

Wegcharakter: meist schmaler, unbefestigter Pfad, bei den Kiesbergen sind kleine Höhenunterschiede zu überwinden, stellenweise Straße

Besonderheit: Lebensraum „Grünes Band“ am Ostseestrand; naturbelassene Uferbereiche des Salzhaffs mit Blick auf die Halbinsel Wustrow

Beste Zeit: ganzjährig

Länge/ Dauer: 16 km/4 Std.

Ausgehend von der 170 Meter in die Ostsee hinausragenden Reriker Seebrücke (1) wechseln wir hinüber zum Haffplatz am Salzhaff. Diesen verlassen wir nach links und gehen über die Promenade und in deren Verlängerung auf einem schmalen Pfad zum Flächennaturdenkmal Kuhberg. Mit Blick auf die vorgelagerte Halbinsel Wustrow wandern wir weiter am Ufer entlang der Schilfgürtel und wiedervernässten Salzwiesen (2) bis zu einer alten Stallung, an der unser Weg das Salzhaff nach Roggow (3) verlässt. Dort folgen wir der Kreisstraße auf einem begleitenden Fußweg in nördliche Richtung und zweigen nach ca. 700 Metern rechts in den Wald ab (4). Nach Durchqueren des Waldstücks erscheint das weiße Flugplatzgebäude. Daraufhin schwenkt der Pfad nach links zu den Kiesbergen Zweedorf. Der nun folgende Höhenweg durch die artenreiche Trockenrasenvegetation (5) senkt sich schließlich zu einem asphaltierten Landweg, dem wir steil bergan auf dem parallel verlaufenden kleinen Pfad weitere 400 Meter über die Hügel folgen können. Auf der nun erreichten, wenig befahrenen Straße halten wir uns links, um nach Blengow Ausbau und von dort, uns abermals links haltend, durch eine Lindenallee nach Blengow zu gelangen (6). Wir umrunden den Dorfteich und verlassen Blengow in Richtung Gaarzer Hof. Dort zweigt ein Feldweg zur Rechten nach Neu Gaarz ab (7). Wir treffen auf die Landesstraße, der wir ca. 200 m nach rechts folgen, ehe uns ein kleiner Pfad auf gleicher Straßenseite zu einem gut erhaltenen Großsteingrab führt (8). Zurück zur Ostseeküste folgen wir der gegenüber einmündenden Straße am Zeltplatz (9), halten uns bei Erreichen der Schillerstraße links und biegen kurz darauf nach rechts in die Teufelsschlucht ab (10). Optional können wir oberhalb der Steilküste oder entlang des Sandstrandes zurück zum Ausgangspunkt wandern.

 

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5. Eldetal - Gallin-Kuppentin

Auf den Spuren der Alten Elde

Ausgangs- und Endpunkt: Bahnhof Gallin (wird nur noch von Bussen angefahren), Landkreis Ludwigslust-Parchim

Wegcharakter: meist gut begehbare unbefestigte Landwege mit geringer Höhendifferenz; rund um das Daschower Moor führt ein asphaltierter Fahrradweg

Besonderheit: typischer Mecklenburger Landweg mit reichem Baumbestand; Naturschutzgebiet „Alte Elde“ und FFH- Gebiet „Alte Elde bei Kuppentin, Fahrenhorst und Bobziner Zuschlag“

Beste Zeit: ganzjährig Dauer/ Länge: 16 km/4 Std.

Ausgehend vom Bahnhof Gallin (1) durchqueren wir die Ortschaft und folgen an deren südlichem Ende der abknickenden Vorfahrtsstraße in Richtung Diestelow. Unmittelbar hinter der Kurve biegen wir nach links in den Weisiner Weg (2) ein. Dieser, aufgrund seines prächtigen Baum- und Heckenbestandes als Flächennaturdenkmal ausgewiesene, typische Mecklenburger Landweg, führt uns nach Weisin. In der Ortschaft (3) folgen wir der Kopfsteinpflasterstraße und biegen an der nächsten Kreuzung nach links Richtung Passow ab, um kurz darauf einem Schild mit der Aufschrift „Bobziner Schleuse“ abermals nach links zu folgen. Über eine kleine Brücke queren wir die naturnahe Alte Elde (4) und erreichen damit das gleichnamige Naturschutzgebiet. Richtung „Kuppentiner Brücke“ führt uns ein breiter Weg durch den Bobziner Wald bis zur Müritz-Elde-Wasserstraße, der wir vorbei an der Bungalowsiedlung Eldekanal die nächsten vier Kilometer folgen werden. Vom ehemaligen Lein- bzw. Treidelpfad der Wasserstraße können wir zur Linken immer wieder Blicke auf die durch einen Bruchwald mäandrierende Alte Elde werfen (5). Auf Höhe der Eldebrücke treffen wir auf eine asphaltierte Straße, die uns in Ermangelung eines alternativen Fußweges linkerhand nach Kuppentin führt (6). Bemerkenswert ist hier die unter Denkmalschutz stehende, im Jahr 1235 erbaute Dorfkirche, die wir auf der Straße nach links Richtung Gallin passieren (7). Kurz hinter dem Ortsausgangsschild von Kuppentin zweigen wir rechts in den Fahrradweg nach Daschow/Penzlin ab und schauen rechterhand auf die Broiler-Mastanlage, die ohne ein Einschreiten des BUND auf über 130.000 Tierplätze angewachsen wäre. Wir umrunden das Naturschutzgebiet Daschower Moor (8) und schwenken vor den Bahngleisen nach links. Schließlich überquert auch dieser Weg die Gleise (9) und trifft auf die Straße nach Gallin, die uns in ca. einem Kilometer zurück zum Ausgangspunkt führt.

 

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6. Landgut Basedow

Wanderung durch die „Grünen Tunnel“ des Landgutes Basedow

Ausgangs- und Endpunkt: Bahnhof Malchin, Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Wegcharakter: meist unbefestigte Land- und Waldwege über stark hügeliges Gelände; Route erfordert aufgrund der Länge Kondition

Besonderheit: Parklandschaft des denkmalgeschützten Landgutes Basedow, majestätische Alleen im Naturpark „Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See“

Beste Zeit: hier bietet jede Jahreszeit einen besonderen Reiz

Dauer/ Länge: 23 km / 6 Std.

Vom Bahnhofsvorplatz (1) weisen uns Schilder nach Basedow/Gielow in südlicher Richtung durch das idyllische Städtchen Malchin. Wir folgen dem Naturpark-Rundweg entlang der Straße Richtung Gielow ca. 2 km stadtauswärts, bis wir den Jägerhof am Beginn des Naturparks (2) erreichen. Ein breiter Waldweg in Richtung Basedow führt uns durch das hügelige Hainholz. Sobald vor uns die Kreisstraße auftaucht, biegen wir auf den nach Basedow Höhe ausgeschilderten leicht ansteigenden Waldrandweg nach rechts (3). So gelangen wir auf einen asphaltierten Landweg, dem wir zunächst geradeaus folgen, nach ca. 300 m aber nach links verlassen, um den Lenné-Landschaftspark zu erreichen. Dieser beginnt mit einer sich hoch aufreckenden Spitzpappelallee, die uns auf den inneren Parkrundweg führt (4). Wir schlagen den Weg nach rechts ein, welcher die malerisch angelegte Parklandschaft nördlich umschließt. Unbedingt lohnenswert ist ein Abstecher zum Schloss auf einem der nach links abzweigenden Wege durch den Park (5). Vom inneren Parkrundweg gelangen wir geradewegs auf den Balkonweg (6), mit herrlichen Ausblicken auf Basedow und Umgebung. Der Rücken des Höhenzuges senkt sich zu einem mit mächtigen Kastanien gesäumten Weg im Tal, der uns zurück nach Basedow führt. Auf einem parallel zur Gemeindestraße verlaufenden, unbefestigten Fußweg wandern wir unter einer Lindenallee nach Stöckersoll (7). Von dort weist uns ein Schild durch eine stattliche Eichenallee in Richtung Lieps (8). Bei Erreichen des Waldrandes folgen wir dem Schild nach Basedow und biegen bei der nächsten Weggabelung abermals links in die von knorrigen Robinien gesäumte Dreischwesternallee (9) ein. Geradeaus, die Kreisstraße überquerend (10) gelangen wir auf einem asphaltierten Landweg zurück auf die Anhöhe am Rand des Hainholzes (4) und kehren von hier nach 6 km zurück nach Malchin.

 

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7. Neubrandenburg

Am Ufer des malerischen Tollensesees

Ausgangs- und Endpunkt: Bahnhof Neubrandenburg, Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Wegcharakter: schmaler und zum Teil hügeliger Waldpfad im Brodaer Holz; sonst breite, befestigte Wege

Besonderheit: Naturerlebnis im Landschaftsschutzgebiet Tollensebecken in direkter Stadtnähe; Besichtigung eines kreativ bemalten Fledermausquartiers, Schifffahrt über den Tollensesee (bitte vorher nach den Fahrtzeiten erkundigen)

Beste Zeit: ganzjährig

Länge/ Dauer: ca. 12 km/3 Stunden ohne Schifffahrt

Um vom Bahnhof Neubrandenburg (1) in den Kulturpark zu gelangen, folgen wir dem begrünten Wall entlang der Stadtmauer und überqueren auf Höhe des Stargarder Tors (2) den vielbefahrenen Ring. Schilder durch den Park weisen uns an das Ufer des malerischen Tollensesees. Die Uferpromenade nach rechts einschlagend, überqueren wir die Oberbachbrücke (3), passieren das Brodaer Strandbad und erreichen so, auf einem leicht ansteigenden Weg, das Brodaer Holz. Auf einem asphaltierten, aber sehr abwechslungsreichen Höhenweg dem westlichen Tollenseseeufer folgend, kommen wir am Aussichtspunkt Belvedere (4) vorbei, der uns nach wenigen Treppenstufen eine herrliche Aussicht über den See bietet. An einer Weggabelung 3,5 km vor Gatsch Eck, folgen wir für ein kurzes Stück dem vom Ufer wegführenden befestigten Fahrradweg. So erreichen wir das vom BUND gestaltete Fledermausquartier (5).

Um danach auf dem attraktiveren Fußweg nach Gatsch Eck direkt am Ufer weiterzuwandern, kehren wir nochmals zurück zur Weggabelung. Kurz vor Erreichen von Gatsch Eck, folgen wir für ca. 200 m einer Kopfsteinpflasterstraße (6), ehe uns ein Uferpfad das letzte Stück zur Anlegestelle (7) führt. In einer 20-minütigen Fahrt bringt uns das Schiff über den Tollensesee zum Haltepunkt Wassersportzentrum (8). Von hier folgen wir dem breiten Uferweg in Richtung Innenstadt. Nach Überqueren einer hölzernen Brücke können wir auf dem nächsten, nach rechts abzweigenden Weg einen kleinen Schlenker durch das Stargarder Bruch machen (9). Vor dem Sportplatz biegen wir links und bei Erreichen des Gätenbachs abermals links ab. So umrunden wir die Weiher und Röhrichte der stadtnahen Naturfläche, ehe wir auf der Uferpromenade zum Kulturpark gelangen. Entweder auf direktem Weg durch die Innenstadt oder entlang des Walls kehren wir zurück zum Bahnhof.

 

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8. Neuendorfer Wiek auf Rügen

Wanderung zur Artenvielfalt an der Neuendorfer Wiek

Ausgangs- und Endpunkt: Ortseingang Zessin an den Informationstafeln, Landkreis Vorpommern-Rügen

Wegcharakter: unbefestigter, gut begehbarer Wald- und Wiesenweg

Besonderheit: Naturschutzgebiet „Neuendorfer Wiek mit Insel Beuchel“, in der Natura-2000-Schutzgebietskulisse, Vogelbeobachtungen in der Boddenbucht, seltene Sandmagerrasenvegetation

Beste Zeit: zur Vogelzugzeit im Frühjahr und Herbst, im Frühjahr/Frühsommer zur Hauptblütezeit der Sandmagerrasenvegetation

Dauer/Länge: ca. 2 Stunden, ca. 6 km

Die Wanderung auf dem Lehrpfad durch das FFH-Gebiet „Nordrügensche Boddenlandschaft“ und das Europäische Vogelschutzgebiet „Binnenbodden vor Rügen“, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Naturschutzgebiet, beginnt am Ortseingang von Zessin (1). Zunächst folgen wir dem hinter einer Ulmenhecke, parallel zur Straße verlaufenden Wiesenweg für ca. 200 Meter (2) und biegen daraufhin nach links in den Feldweg (3) ein, der uns zum Kiefernwäldchen führt. Auf einem gut gepflegten Waldrandweg umrunden wir das Wäldchen (4), welches durch Neupflanzungen standortheimischer Arten zu einem artenreichen Mischwald umgewandelt wird. Auf der dem Bodden zugewandten Seite des Waldes (5), welche wir bald erreichen, erstreckt sich ein Sandmagerrasen mit Silbergrasflur, auf dem im Laufe der Kartierungen um das vereitelte Kiesbergwerk mehr als 24 Rote-Liste-Arten, wie das Deutsche und das Ackerfilzkraut, nachgewiesen wurden. Wir passieren zwei Schutzhütten, die Gelegenheit zur störungsfreien Beobachtung der Vogelwelt auf dem Bodden und der Seevogelschutzinsel Beuchel bieten. Der Naturlehrpfad soll die Hintergründe zum Gebiet mit den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen und die Bedeutung der intakten Lebensräume für den Erhalt der Arten bis zur hart erkämpften Übertragung an den Naturschutz vermitteln. Der Naturerlebnisverein Rügen bietet fachlich geführte Wanderungen im Gebiet an.

 

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9. Lubmin

Wanderung am Peenestrom

Ausgangs- und Endpunkt: Parkplatz am kleinen Bootshafen von Spandowerhagen, Landkreis Vorpommern-Greifswald

Wegcharakter: Strandwege und meist weiche Waldwege; in den Ortschaften Straßen

Beste Zeit: Zur Zugzeit der Küstenvögel im Frühjahr/Herbst, Hauptblütezeit im Frühling

Besonderheit: Blick auf Greifswalder Bodden und vorgelagerte Inseln

Dauer/ Länge: 2 Std. / 6 km

Wir treffen uns am Parkplatz am Bootshafen (1) und werfen zuerst einen Blick von der grünen Stahlbrücke auf das ehemalige AKW Lubmin. Über die vor uns liegenden Freesendorfer Wiesen als Teil des ältesten NSG in M-V (NSG "Peenemünder Haken, Struck und Ruden") können wir uns nur auf der Informationstafel belesen. Dann beginnen wir den Rundweg über das Fischereidorf Freest. Vom Strandweg zweigt hinter einer scharfen Rechtskurve ein leicht ansteigender Sandweg ab und führt uns zwischen mehreren kleinen Hütten und einem rechterhand liegenden Bolzplatz geradewegs in den Mischwald am Hochufer (2). Auf dem stets parallel zur Küstenlinie verlaufenden Weg gibt das dichte Laubdach immer wieder Blicke auf den Greifswalder Bodden frei. Nachdem wir eine große Wiese mit angrenzendem Campingplatz hinter uns gelassen haben, gelangen wir zu einem großen Seezeichen in den Dünen vor Freest (3). Über den zum Sonnenbaden einladenden Sandstrand erreichen wir den Fischereihafen (4). Ein kleiner Trampelpfad hinter dem Hafen führt uns zur Hauptstraße, der wir auf der linken Straßenseite ortsauswärts folgen. Vorbei an der „Heimatstube“ gelangen wir auf einen Sandweg, der zur Rechten eine Wohnanlage passiert, ehe er uns in das Gebiet der ehemaligen Lubminer Heide führt (5). Zwischen üppigen Blaubeerbeständen folgen wir dem breiten Waldweg geradeaus und biegen erst vor einem kleinen Kahlschlag rechts ab (6). Bald darauf erreichen wir die Landstraße, deren begleitender Radweg uns auf der gegenüberliegenden Straßenseite (7) in ca. 300 Metern nach Spandowerhagen führt. Über die gepflasterte Dorfstraße (8) gelangen wir zurück zum Ausgangspunkt.

 

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10. Peenemünder Haken

Naturerbefläche Peenemünde – Wunderschöne Orchideenwiesen

Ausgangs- und Endpunkt: Haltepunkt Peenemünde der Usedomer Bäderbahn, Landkreis Vorpommern-Greifswald

Wegcharakter: in der Ortschaft befestigte Wege, um den Cämmerer See und Piese Schotter- oder Wiesenwege, keine Höhenunterschiede

Beste Zeit: Ende Mai zur Hauptblütezeit der Orchideen

Besonderheit: Artenreichtum in historischer Denkmallandschaft, Naturschutzgebiet und Natura-2000-Schutzgebietskulisse

Dauer/Länge: 2 Std./6 km

Vom Haltepunkt Peenemünde der Usedomer Bäderbahn (1) folgen wir der Bahnhofsstraße parallel mit den Gleisen ein kurzes Stück in Richtung Karlshagen, queren diese am Bahnübergang und laufen auf einem Fußweg rechts der Gleise weiter. Dort zweigt ein von einer Baumreihe aus Weiden begleiteter Feldweg ab (2) und führt uns auf die Straße zum Schullandheim Peenemünde. Nach ca. 50 Metern verlassen wir diese nach rechts (3) um fortan einem gehölzgesäumten Wiesenweg Richtung Cämmerer See, einer ehemaligen Bucht des Peenestroms, zu folgen. Die Entstehung des Cämmerer Sees geht auf die Eindeichung im Zuge des Baus der Heeresversuchsanstalt zurück. Im Verlauf des mit einem grünen Eichenblatt gezeichneten Naturlehrpfades „Ostseeküste“ (4) erfahren wir unter anderem Wissenswertes über die Entstehung einer Benjeshecke und den Lebensraum Schilf. Auf beweideten Grünlandflächen, mitten im Jagdgebiet von Seeadler und Wiesenweihe, gelangen wir entlang von Entwässerungsgräben zur Piese. Auf den südlich des Stillgewässers gelegenen Wiesenflächen stoßen wir auf ein Orchideenvorkommen, darunter das Breitblättrige Knabenkraut. Zwischen alten Bunkerresten, die an die bewegte Geschichte des Standortes erinnern und einen Lebensraum für geschützte Reptilien wie die Kreuzotter bieten, schlagen wir einen den Graben querenden Weg nach rechts (5) ein. Dieser führt uns am Deichfuß auf der anderen Seite von Piese und Cämmerer See zurück nach Peenemünde (6). Von der Deichkrone kann man über den Peenestrom und das Naturschutzgebiet „Großer Wotig“ blicken. Bei Erreichen der ersten Häuser folgen wir der Straße weiter über den Peeneplatz (7) und gelangen entlang der Hauptstraße zurück zu den Bahngleisen. Einen tollen Rundblick über diese besonders geschützte Naturlandschaft hat man vom Dach des Historisch-Technischen Museums in Peenemünde (8).

 

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