Aktuelles
Natura 2000
„Natura 2000“ bezeichnet ein EU-weites Netz aus Schutzgebieten. Dieses Netz wurde geschaffen, um den Erhalt gefährdeter oder typischer Arten und Lebensräume zu unterstützen.
Den einzelnen Natura 2000-Schutzgebieten liegt die Vogelschutz-Richtlinie und/oder die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zugrunde. Die Vogelschutz-Richtlinie dient speziell dem Schutz von wildlebenden, besonders bedrohten Vogelarten und deren Brut- oder Rastplätzen. Die Flora-Habitat-Richtlinie schützt besondere Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten.
Die Schutzgebiete kommen EU-weit auf eine Gesamtzahl von etwa 27.000. Sie machen 18,6 % der Landfläche der EU aus. Damit ist Natura 2000 das größte ökologische Netzwerk dieser Art weltweit. Die zusammenhängende und grenzüberschreitende Verteilung der Schutzgebiete gewährleistet, dass Tiere und Pflanzen sich ausbreiten oder wandern können.
Der Grundgedanke von Natura 2000 ist, die Natur zu schützen, aber wirtschaftliche und Freizeitinteressen zuzulassen, soweit sie den Schutzzielen nicht entgegenstehen. Mehr noch ist es das erklärte Ziel, dass Behörden, Interessenvertreter der Wirtschaft und Naturschützer eng zusammenarbeiten, um gemeinsam die Schutzgebiete zu erhalten und zu stärken.
In Mecklenburg-Vorpommern sind 295 Natura 2000-Gebiete ausgewiesen. Sie umfassen eine Gesamtfläche von 671.000 Hektar, das sind 29 % der Landesfläche.
Natura 2000-Schutzgebiete in Nachbarschaft zum Natura 2000 Vogelschutzgebiet „Schweriner Seen“ sind unter anderem nach Norden Wismarbucht und Salzhaff, nach Osten das Warnowtal, die Sternberger Seen und untere Mildenitz, nach Süden die Lewitz und nach Westen das Schaalseegebiet.
Um die Betreuung des Natura 2000-Gebiets optimal zu gewährleisten, haben sich mehrere Einrichtungen aus der Region zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, die das StALU Westmecklenburg beauftragt hat.
Alle Teammitglieder decken durch ihre unterschiedlichen Vorerfahrungen für die Projektarbeit ein und decken damit einen breiten Themenbereich ab.
Herausforderungen
Aus Sicht des Naturschutzes bereitet der Rückgang des Röhrichts die größten Sorgen, weshalb dies ein Schwerpunkt des Projektes "Schweriner Seen - Naturschätze entdecken" war. Dabei hat der BUND Schwerin mehr über den Zustand der Natur bekannt machen können. Ungestörte Röhrichte sind für viele Zielarten im Schutzgebiet wichtige Lebensräume an den Schweriner Seen.
Mit Hilfe der im Juni 2020 geschlossenen Freiwilligen Vereinbarung sollen die Ziele Störungsvermeidung und Röhrichtschutz aus dem Managementplan für das Vogelschutzgebiet erfüllt werden. Das wird gelingen, wenn möglichst alle Nutzer des Sees - Bootfahrende, Angelnde, Badende, etc. - die Vereinbarungen umsetzen.
Machen Sie mit!
Werden Sie Naturgucker!
Sie beobachten gerne und möchten aktiv werden? Dann werden Sie Naturgucker und melden Sie uns Ihre Beobachtungen ganz einfach online oder per App. Wenn viele Einzelne ihre Beobachtungen melden, gewinnen wir insgesamt einen besseren Eindruck über die aktuelle Situation der Natur an den Seen Schwerins und können diese Daten auswerten.
Entdecken Sie unsere Seen!
Entdecken Sie mit uns die vielen Pflanzen, Tiere und Lebensräume an den Schweriner Seen. Im Rahmen der Exkursionen lernen Sie insbesondere die Vogel-Arten kennen, die im Natura 2000-Gebiet besonders geschützt werden sollen. Achten Sie auf Ankündigungen unter Aktuelles.