BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.
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BUND fordert Erhalt von jahrhundertealtem Naturwald statt Rodung für Industrieerweiterung

Rund 15 Hektar des geschützten Waldes „Swienskuhlen“ sollen für eine Industrieerweiterung gerodet werden.

Die Swienskuhlen sind ein jahrhundertealter Laubmischwald und damit besonders arten- und strukturreich. Solche Wälder können an anderer Stelle nicht einfach durch Aufforstung ersetzt werden, da sie sich über Jahrhunderte entwickelt haben. Doch nicht nur das! Anders als viele Forstwälder in Monokultur dienen uns die Swienskuhlen als wichtige Treibhausgassenke, Wasserspeicher, Schadstoffpuffer und Erholungsraum in einem Teil Rostocks, der sich ringsherum zunehmend in ein Großindustriegebiet verwandelt. 

Nur noch 2% von MVs Wäldern sind Naturwälder und auch die Swienskuhlen haben mit ihren 69 Hektar bereits ihr Minimalareal, das es zum Überleben und weiteren Funktionieren des Waldkomplex braucht, erreicht. Jede weitere Verkleinerung würde langfristig zu weniger Waldklima, zum Aussterben von Arten und Ausfallen wichtiger ökologischer Leistungen führen. Wir brauchen diese letzten Naturräume aber im Kampf gegen Klimawandel, Artensterben und Umweltverschmutzung. Auch wenn die hier geplante Industrie für die Energiewende arbeitet, darf dafür kein kostenlos und zuverlässig funktionierender Klimaschutzwald gerodet werden. Technischer Klimaschutz kann natürlichen Klimaschutz und Naturschutz nicht ersetzen!

Es irritiert uns zudem, dass die Flächenansprüche im Schutzgebiet parallel zur aktuellen Neuaufstellung des Regionalen Raumentwicklungsprogramms (RREP Region Rostock) verhandelt würden. Im Entwurf des RREP ist eine Erweiterung des Seehafens von derzeit 721 Hektar um zusätzliche 471 Hektar geplant. Hier sollen ebenfalls teils wertvolle Naturräume in Industrie- und Gewerbegebiet verwandelt werden. Die Waldrodung käme außerhalb des RREP noch oben drauf!

Die Swienskuhlen sind im Entwurf des RREP von der Überplanung mit Industrie und Gewerbe eigentlich ausgenommen. Einen jahrhundertealten Naturwald zu erhalten ist für die Menschen insgesamt wertvoller als eine Industrie, die nur wenige Jahrzehnte andauert. Waldrodung und Versiegelung wären aber an dieser Stelle nicht nur volkswirtschaftlich sondern auch betriebswirtschaftlich teuer, da die Industrieerweiterung teils auf Flächen stattfinden würde, die bereits Kompensationsflächen für den damaligen Kohlekraftwerksbau sind und schon einmal renaturiert wurden.

Unterstützt unsere Petition:

Insektenfreundlich ist nicht gleich insektentauglich!

Vorsicht beim Kauf von Saat- und Pflanzgut - BUND Flyer und Pflanzenliste heimischer Stauden, Sträucher und Bäume

Im Frühling locken wieder Angebote „insektenfreundlicher“ bzw. "bienenfreundlicher" Samen und Pflanzen. Doch Vorsicht! Saat- und Pflanzgut aus Discountern, Bau- und Gartenmärkten enthält fast ausschließlich nicht-heimische und gezüchtete Arten. Die sind für die meisten unserer Insekten völlig nutzlos. Und sogar schädlich: Die Pflanzen werden bei der Aufzucht mit mehreren Pestiziden behandelt und sind für spätere Blüten- und Blattbesucher direkt toxisch! Mischungen enthalten zudem meist nur Einjährige. Für die Überwinterung von Ei, Puppe oder Larve sind Insekten jedoch auf Stängel und Blätter von Mehrjährigen angewiesen.

Die meisten unserer Insekten sind auf einheimische Pflanzen spezialisiert. Das spiegelt sich in den Hauptursachen des aktuellen Massensterbens wieder: Verlust von Lebensräumen, strukturelle Verarmung von Wald-, Acker- und Gartenlandschaften, Einsatz von Düngern und Pestiziden, invasive Arten, Klimawandel. Ein Drittel unserer Wildbienen z.B. ist sogar nur auf eine oder wenige Pflanzenarten spezialisiert, wie mancher Name verrät (z.B. Hahnenfuß-Scherenbiene; Rainfarn-Maskenbiene; Pippau-Sandbiene..). Andersherum gibt es diese Abhängigkeit genauso! Einige Orchideen bspw. können nur von einer Wildbienenart bestäubt werden - verschwindet diese, verschwindet auch die Orchideenart (z.B. Langhornbiene - Ragwurz).

Unser neuer Flyer erklärt die Zusammenhänge und gibt einfache Tipps für einen naturnahen Garten. Download Flyer

Wir haben euch eine Pflanzenliste zusammengestellt, die heimische Arten den nicht heimischen, z.T. invasiven Arten gegenüberstellt: Download Pflanzenliste

Heimisches Saat- und Pflanzgut findet ihr im Fachhandel: naturgarten-fachbetriebe.de

Ihr wollt mehr Tipps für den Naturgarten? Wildblumen (bund-mecklenburg-vorpommern.de)

Kontakt


Hermannstr. 36 18055 Rostock E-Mail schreiben Tel.: 0381 29065525

Unsere Treffen

Wann:
20. Jan 
24. Feb 
17. März

Uhrzeit: 19-21 Uhr
Was: offenes Treffen
Wo: Ökovilla

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