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BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Das Grüne Band...

...ist Refugium für die Artenvielfalt und mit 1.400 Kilometern entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze längster Biotopverbund Deutschlands.

Über insgesamt 12.500 Kilometer erstreckte sich das Grüne Band darüber hinaus entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs quer durch Europa – von der Barentssee bis zur Südküste des Schwarzen Meeres.

Der Grenzbereich von Mecklenburg-Vorpommern zu Schleswig-Holstein und die gesamte Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns sind Teil dieser weltweit einmaligen Lebenslinie. Der BUND ist entlang des Grünen Bandes in Mecklenburg-Vorpommern vielfältig engagiert.

Informationen zum gesamten Grünen Band in Deutschland gibt es hier.

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Das Grüne Band - monumentale Linie des Lebens

Wakenitz

Während auf großer Fläche der Schwund der Arten stattfindet, erhält das Grüne Band eine Lebenslinie, die der größte Biotopverbund der Bundesrepublik ist. Der dumpfe Ruf der Rohrdommel und der schillernde Eisvogel am Schaalsee, blaue Moorfrösche und grüne Laubfrösche in der Elbtalaue, gelbe Schwertlilien und seltene Libellen an den Ufern der Wakenitz und summende Wiesen mit über 40 Tagfalterarten über den östlichen Hängen der Trave - Der Grenzbereich von Mecklenburg-Vorpommern zu Schleswig-Holstein und Niedersachsen ist Teil einer weltweit einmaligen Lebenslinie, die als ehemalige Grenze zwischen zwei politischen Systemen ein Teil deutscher Geschichte ist. Das Grüne Band hat durch die Verbindung von Natur und Kultur das Zeug zu einem Nationalen Naturmonument zu werden, das sich durch ganz Deutschland zieht.

In Thüringen wurde in einem beispielhaften Gesetzgebungsprozess mit zahllosen öffentlichen Diskussionsrunden über vier Jahre die Ausweisung des Grünen Bandes als Nationales Naturmonument vollzogen. Umweltministerin Anja Siegesmund hat die Ausweisung zur Chefsache gemacht. Landnutzer und Naturschützer sind sich einig geworden. Alle Beteiligten haben erkannt, die Artenvielfalt kann nur durch eine extensive Nutzung erhalten werden. Unter dem Motto „Schutz durch Wertschätzung“ soll das Grüne Band Thüringen als Nationales Naturmonument einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten. Seit dem 18.Mai 2019 ist das Grüne Band in Thüringen nun als Nationales Naturmonument ausgewiesen. Auch Sachsen-Anhalt folgt dem Aufruf des Bundesumweltministeriums, dass alle beteiligten Bundesländer ihren Bereich des Grünen Bandes als Nationales Naturmonument ausweisen. Der Gesetzentwurf für die Ausweisung des Grünen Bandes als Nationales Naturmonument liegt bereits im Landtag Sachsen-Anhalt.

Der BUND fordert die Ausweisung des Grünen Bandes als Nationales Naturmonument auch für Mecklenburg-Vorpommern. Durch die fast vollständig bestehenden Schutzkategorien ist eine Ausweisung als Nationales Naturmonument naturschutzrechtlich weniger aufwendig. Ganze fünf Kilometer in der Nähe der A24 bei Valluhn und die seit 1994 nicht mehr geschützte Wakenitzniederung müssen noch ergänzt werden.

An der Wakenitz, dem Grenzfluss zwischen Mecklenburg und Lübeck, der wegen des Artenreichtums auch als „Amazonas des Nordens“ bezeichnet wird, hat der BUND Mecklenburg-Vorpommern Flächen zur Sicherung der Artenvielfalt gekauft. Gemeinsam mit einem Bio-Landwirt werden sie gepflegt.

Ein großartiges Signal für den Naturschutz

Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth meint zur Ausweisung des Grünen Bandes als Nationales Naturmonument: "Das ist ein großartiges Signal für den Naturschutz und ein Zeichen der Erinnerungskultur für die Überwindung des früheren Todesstreifens zwischen den beiden deutschen Staaten.“ Er lobte das Engagement Thüringens zum Naturschutz und Naturerleben an der früheren innerdeutschen Grenze. "Das sollte nur der erste Schritt sein, das gesamte Grüne Band sollte Nationales Naturmonument werden. Ich würde mich freuen, wenn alle Bundesländer entlang des Grünen Bandes im 30. Jubiläumsjahr des Mauerfalls diesem Beispiel folgen!"

Schutzgebietskategorie „Nationale Naturmonumente“

Die jüngste Schutzgebietskategorie „Nationale Naturmonumente“ wurde durch die Novelle im Jahr  2009 in das Bundesnaturschutzgesetz eingefügt, um auch für die national bedeutsamen  Schöpfungen der Natur einen herausgehobenen Schutz zu haben, die die Voraussetzungen eines Nationalparks nicht erfüllen. Im Unterschied zu Nationalparken können Nationale Naturmonumente deutlich kleinflächiger sein. Das Ausweisungskriterium der nationalen Bedeutung der Gebiete haben sie jedoch gemeinsam. Im Gegensatz zu Naturschutzgebieten spielt bei Nationalen Naturmonumenten der Kulturwert neben dem Naturwert eine wichtige Rolle, ebenso müssen NNM die Anforderungen an Seltenheit und Eigenart erfüllen. (Quelle: BfN)

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