Grabower Wald von oben
(Dr. Ann-Dörthe Holst)
Auf 130 Hektar zusammenhängender Waldfläche will die Stadt Grabow in Mecklenburg ein Gewerbegebiet errichten. Es sind über 40 Brutvogelarten und 7 Fledermausarten nachgewiesen. Die Zerstörung des Waldökosystems auf so großer Fläche ist in Anbetracht des Klimawandels anachronistisch.
Unterstützt von der Landesregierung mit 38 Mio. Euro will die Stadt Grabow ein Gewerbegebiet mit Anschluss an die A14 bauen. Die Genehmigung für die Rodung betrifft zunächst knapp 40 Hektar Wald und soll anschließend mit weiteren 90 Hektar erweitert werden, dass insgesamt 130 Hektar zusammenhängende Waldfläche gerodet und versiegelt werden.
Das widerspricht dem Klimaschutzgesetz, dem Waldgesetz und dem Naturschutzrecht.
BUND Mecklenburg-Vorpommern e.V., NABU Ludwigslust und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald setzen setzen sich gemeinsam gegen die Genehmigung zur Waldrodung ein. 2023 wurde eine Klage beim Verwaltungsgericht in Schwerin eingereicht. Nach Landeswaldgesetz darf Wald nur gerodet werden, wenn Vorhaben nicht auf anderen Flächen verwirklich werden können. In Grabow und in Nähe der A14 liegen ausreichend Alternativflächen vor.
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