BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Radfernfahrt 2021

Vom 1. bis 21.Juni sind wir entlang der "Deutschen Alleenstraße" unterwegs. Start ist in Dangast an der Nordsee, unser Ziel liegt auf Rügen im Ostseebad Sellin. In 10 Bundeländern und 19 Zieleinläufen werden wir Botschafter für den Schutz und das Pflanzen von Alleen sein!

13. Etappe von Aue-Bad Schlema nach Dippoldiswalde

14. Juni 2021

125 Kilometer und 2100 Höhenmeter

Die Stadt Dippoldiswalde in Sachsen war heute unser Ziel. Um dahin zu gelangen mussten wir über 15 Erhebungen mit teils sehr starken anstiegen, die meisten Höhenmeter in einer Etappe unserer gesamten Tour. Die Radfahrer sind nur durch wenige vollständige Alleen gefahren. Besonders sind uns die einseitigen Baumreihen im Land Sachsen aufgefallen. Gehörten sie einmal zu vollständigen Alleen?

In Dippoldiswalde wurden wir an den Sachsenküchen von der Oberbürgermisterin, Vertretern der Stadt, die Vertretung für den Landrat und der Presse empfangen, wo schon im letzten Jahr eine neue Allee anlässlich der Tour begonnen wurde. Heute sind noch zwei Bäume hinzugekommen. Die Oberbürgermeisterin Kerstin Körner möchte den Wideraufbau von Alleen entlang der Straßen im Ort fördern und somit ein gutes Zeichen auch für andere Gemeinden Setzen.

12. Etappe von Schleiz nach Aue - Bad Schlema

13.Juni 2021

120 Kilometer und 1337 Höhenmeter

Heute sind wir im Erzgebirge angekommen. Über die ersten Bergkuppen der Region führte uns die "Deutsche Alleenstraße" nach Aue - Bad Schlema. Leider hatten wir an der Strecke nur sehr wenige Alleen, auch wenn die "Deutsche Alleenstraße" ausgeschildert wurde. Ein Teil des Weges lag im Thüringer Wald, der ein wenig vor dem Wind schützen konnte.

In Aue - Bad Schlema hat uns der Bürgermeister Jens Müller mit seinem E-Bike empfangen. Am Kulturhaus beim Carola-Teich erwartete uns ein leckeres Buffett und der noch zu pflanzende Gingko-Baum der Stadt. Jana Hecker, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit in der Stadt Aue - Bad Schlema, hat unseren Termin wunderbar vorbreitet und viele Vertreter der Presse zu unserem Termin eingeladen.

Auch ein Podcast für die Stadt Aue - Bad Schlema wurde aufgenommen. Zu finden wird er auf der Website von Aue - Bad Schlema sein.

11. Etappe von Arnstadt nach Schleiz

12. Juni 2021

105 km und 1418 Höhenmeter

Unsere Tour begann heute um 10:00 Uhr mit einem großen Pflanz- und Pressetermin mit der Thüringer Umweltministerin, Anja Siegesmund, der Landrätin des Ilm-Kreises, Petra Enders und Mitgliedern von vielen verschiedenen Verbänden an der „Deutschen Alleenstraße“ im Jonastal bei Arnstadt. Drei Sommerlinden wurden im Zusammenhang mit unserer Radfernfahrt gepflanzt. Initiiert wurde diese Aktion von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL).

In ihren Grußworten haben alle auf den großen Wert der Alleen hingewiesen und das Projekt Radfernfahrt „Deutsche Alleenstraße“ hoch gewürdigt. Seit 2019 sind in Thüringen Alleen und Baumreihen ab 50 m Länge gesetzlich geschützt. Umso erschreckender ist die Aussage des Strukturministeriums im März 2020, dass Thüringen auf neue Bäume an Bundes- und Landstraßen verzichtet. Bäume seien Hindernisse, deshalb gäbe es keine Lücken oder Ersatzpflanzungen an Straßen. Allen Beteiligten heute vor Ort war aber klar, dass Alleen als Kultur- und Naturgut unbedingt geschützt werden müssen. Das geht aber nur mit neuen Pflanzungen.

Da eine gute Ausschilderung der „Deutschen Alleenstraße“ in diesem Bereich fehlt, hat der Vertreter der ARGE „Deutsche Alleenstraße“ der Landrätin 4 Schilder mitgebracht.

Wir danken allen Mitwirkenden für diesen wunderbaren Ortstermin von dem ein kräftiges Signal in Richtung Landesregierung ausgehen soll.

Anschließend fuhren wir nach Schleiz und spürten einmal mehr, dass wir im Gebirge waren. Über 1400 m Höhenmeter müssen erst mal hochgestrampelt werden.

Für den 10. Juni 2021 war außerdem eine Thüringer Alleentagung geplant, die nun am 8. September 2021 in Erfurt nachgeholt wird.

Heute beendeten die Aktiven der Radfernfahrt „Deutsche Alleenstraße“ nach 1200 km die 10. Etappe, Halbzeit. Fünf Bundesländer haben sie schon hinter sich gelassen. Die längste Etappe der Tour mit 153 km führte von Vechta zur Kurstadt Bad Pyrmont. Die Etappe mit den meisten Höhenmetern liegt mit 1929 m auf der Etappe von Aue nach Dippoldiswalde noch vor ihnen.

Den Staffelstab mit den Grußworten von Olaf Lies, dem Schirmherrn dieser Tour, und der Schirmherrin der Tour 2018, Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth, wurden schon 12 Bürgermeistern symbolisch überreicht.

Bereits 63 Bäume wurden im Zusammenhang mit diesem Projekt gepflanzt, darunter eine Baumreihe aus 39 Hainbuchen und viele Lückenbepflanzungen.

Bei den Zielorten empfingen Bürgermeister und eine Bürgermeisterin, Landräte und eine stellvertretende Landrätin, Mitglieder aus den Stadtvertretungen, Verbände und Baumfreunde die Teilnehmer der Tour.  Sie alle sprachen sich für den Erhalt der Alleen aus und versprachen, sich in ihrem Wirkungskreis für mehr Baumpflanzungen einzusetzen.

10. Etappe von Fladungen nach Arnstadt

11. Juni 2021

Weihstein der "Deutschen Alleenstraße"

91 km und 1112 Höhenmeter

Heute hatten wir unseren ersten Empfang in Meiningen. Die BUND Kreisgruppe, allen voran Thomas Wey, hatte uns zu diesem Stopp eingeladen und alles perfekt vorbereitet. Gemeinsam mit dem Bürgermeister, Fabian Giesder, und Janine Merz, Landtagabgeordnete und stellvertretende Landrätin haben wir einen Baum in die Linden-Allee am Englischen Garten, Teil der „Deutschen Alleenstraße“, gepflanzt. In dieser Allee fanden wir auch eine Plakette, die darauf hinwies, dass hier am 26. Juni 1996 die fünfte Teilstrecke der „Deutsche Alleenstraße“ eingeweiht wurde.

Nachdem wir uns in Meiningen von den ersten Bergen erholt und an dem liebevoll vorbereitetet Buffet gestärkt hatten, ging es weiter Richtung Arnstadt über Oberhof und einige weitere sehr harte Anstiege. Oberhof liegt in etwa 815 Metern Höhe mitten im Thüringer Wald und ist zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Ziel für Erholungssuchende, die Natur, eine schöne Landschaft, Ruhe und saubere Luft suchen. Südlich von Oberhof verläuft ein bekannter Fernwanderweg, der Rennsteig, der über den Kamm des Gebirges führt.

Wir fuhren zwar auch durch Alleen, doch oft waren die Lücken schon sehr groß. Was fehlte waren die Neuanpflanzungen.

In Arnstadt wurden wir vom Bürgermeister Frank Sperling und von Sybille Streubel, BUND Kreisverband Ilm-Kreis, begrüßt. Im Zusammenhang mit der Radfernfahrt wurden drei Hainbuchen gepflanzt, finanziert mit einer Spende von jeweils 500 € von Bürgern der Stadt im Zusammenhang mit dem Projekt „Ihr Zukunftsbaum für Arnstadt“.

Sybille nutzte die Chance, auf fehlende Neuanpflanzungen in Alleen im Stadtbereich hinzuweisen und bat den Bürgermeister eindringlich, sich für die Bepflanzung der Johann-Sebastian-Bach-Allee in Arnstadt einzusetzen.

Arnstadt ist bekannt durch das alljährlich stattfindende zehntägige Bach-Festival-Arnstadt rund um den Geburtstag Johann Sebastian Bachs am 21. März.

Wir danken dem Bürgermeister und dem BUND Kreisverband Ilm-Kreis ganz herzlich für diesen herzlichen und interessanten Empfang.

9. Etappe von Lauterbach nach Fladungen

10.Juni 2021

Heute verließen wir Hessen und fuhren bei herrlichem Wetter von Lauterbach nach Fladungen in Bayern. Diese Strecke führte uns über 100 km und 1100 Höhenmetern durch schöne, langgestreckte Alleen. Wir fanden auch häufiger das Schild „Deutsche Alleenstraße“ wieder.

Der Bürgermeister Michael Schnupp, Bernhard Link von der Tourist Information Fladungen und die Presse begrüßten uns. Nach einem Gewitterguss pflanzten wir gemeinsam eine Riesen-Zwetschge. Der Baum steht an einem Teich umgeben von Wiesen, hat also einen wunderschönen Ausgangspunkt.

Kay aus unserem wunderbaren Versorgungsteam hat heute Geburtstag. Da passte es sehr gut, dass wir in einem urigen bayerischen Gasthof übernachten, wo wir auch grillen können. Besser hätten wir es nicht planen können.

8. Etappe von Usingen nach Lauterbach (Hessen)

9. Juni 2021

117 Kilometer und 766 Höhenmeter

Die zweite und letzte Etappe in Hessen führte uns nach Lauterbach. Bei den sommerlichen Temperaturen hätten wir uns in einigen Anschnitten über mehr Bäume und deren Schatten auf der Straße sehr gefreut.

In Lauterbach wurden wir vom Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller, Christoph Rollmann, Bundesgeschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Presse empfangen. Wir pflanzten an einem sehr dominanten Platz einen Persischen Eisenholzbaum (Parrotia persica), ein Solitär, der besonders gut mit dem Stadtklima zurechtkommen soll und eine besonders schöne Herbstfärbung hat.

 

Ruhetag in Usingen

8. Juni 2021

Mit unserer Wahl, in Usingen einen Ruhetag einzulegen, lagen wir genau richtig.Unsere Unterkunft, das Hotel zur goldenen Sonne, und die Altstadt sind sehr gemütlich. Es gibt kleinere Restaurants und Läden zum Stöbern. Frederike Schulze vom BUND und Karl – Matthias Groß von der Forst Usingen hatten sich angeboten, uns den Hessenpark zu zeigen. Der Park ist ein Freillichtmuseum in Neu-Anspach, ca. 8 Kilometer von Usingen entfernt. Dort sind alte, vorwiegend Fachwerkgebäude ausgestellt, die in verschiedenen Regionen Hessens im Original abgebaut und im Park wieder aufgebaut wurden. Wir waren überrascht über die Vielfalt, der hessischen Städte und Dörfer.  Außerdem hat Frederike uns angeboten, unsere Kleidung durchzuwaschen, was wir natürlich dankend angenommen haben. Vielen Dank Euch beiden für unseren schönen Aufenthalt in Usingen!

7. Etappe von Koblenz nach Usingen

7. Juni 2021

Mit unserem heutigen Etappenziel Usingen erreichten wir das Bundesland Hessen.
Starker Regen zwang uns kurz vor Limburg, die Fahrt zu unterbrechen. Wir nutzten die Pause für einen weiteren Besuch in einem Corona-Testzentrum, das wir alle mit freudigem Gesicht verließen. Der Regen hörte auf, wir kletterten aus den Begleitfahrzeugen und fuhren die letzten 10 Kilometer mit dem Rad nach Usingen ins Ziel. Gleich hinter der Stadtgrenze wartete bereits Friederike Schulze vom BUND Ortsverband Usingen-Neu-Anspach auf uns und begleitete uns zum Pflanzstandort am Schlossgarten. Gemeinsam mit dem  Bürgermeister Steffen Wernhard, Vertretern der Stadt und des Kreises pflanzten wir zu Ehren der Tour eine Winterlinde in die Parkallee. Dieser Baum wurde vom Landrat des Hochtaunuskreises, Ulrich Krebs, persönlich gespendet. Leider konnte er selbst nicht anwesend und wurde von Lisa Meyer-Ebert, die Mobilitätsbeauftragte des Kreises, vertreten.

Wir danken allen Beteiligten für den herzlichen Empfang und dem Landrat für die großzügige Spende.

Den Abend ließen wir gemeinsam mit Friederike in der gemütlichen Innenstadt ausklingen.

6. Etappe von Rösrath nach Koblenz

6. Juni 2021

123 Kilometer und 894 Höhenmeter

Ziel unserer heutigen Etappe war Koblenz. Die Deutsche Alleenstraße führte uns gut beschildert durch Nordrhein-Westfalen entlang vieler schöner Alt-Alleen und neu angelegten Baumreihen an Straßen. Auch Lückenpflanzungen konnten wir auf der Kulturstraße bewundern. Leider hat uns das Wetter heute ein wenig im Stich gelassen, den ganzen Tag hat es genieselt und an Bergkuppen und Tälern sind wir im Nebel versunken. Trotzdem waren wir von der Landschaft entlang des Rheins bezaubert.

In Koblenz wurden wir dann zuerst vom alten Kaiser Wilhelm auf hohem Ross am "Deutschen Eck" begrüßt. Der Name "Deutsches. Eck" soll übrigens an den Deutschen Ritterorden erinnern, der hier nach 1216 seine Ordenshäuser gründete. Der Sockel des 1993 wiederhergestellten "Kaiser Wilhelm-Denkmals" diente von 1953 bis 1990 als Mahnmal der deutschen Einheit.

Heute, am 6. Juni 2021, wurden die Radsportler nach schon 750 gefahrenen Kilometern im Mendelssohnpark in Koblenz-Horchheim von dem Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, David Langner, von Vertretern der Bundesgartenschau Koblenz 2011 e.V, Mitarbeitern der Stadt, von Mitgliedern der ARGE Deutsche Alleenstraße zusammen mit dem ADAC Mittelrhein e.V. und vielen Baumfreunden empfangen.

Hier wurden schon im letzten Jahr anlässlich der geplanten Tour 15 junge Bäume in der Mendelssohn-Allee gepflanzt. Damit sollten die letzten Lücken zwischen den 160 bis 180 Jahre alten Winterlinden geschlossen werden. Jeder Baum kostete 400 Euro und für jeden Baum konnten Spender gefunden werden. Auch von uns wurde ein Baum finanziert. Alle weiteren Kosten, wie Baumpflanzung und -pflege, hat die Stadt Koblenz und die Koordination haben die Freunde der Bundesgartenschau 2011 e.V. übernommen. Wir freuen uns sehr, dass wir uns von dem Erfolg der Pflanzung vor Ort überzeugen konnten und bedanken uns ganz herzlich für die große Unterstützung aller Akteure vor Ort, für das große Engagement für mehr Bäume in der Stadt und für die herzliche Gastfreundschaft, die wir auch in dieser schwierigen Zeit, geprägt durch die Corona-Pandemie, hier empfangen haben.

5. Etappe von Holzwickede nach Rösrath

5. Juni 2021

129 Kilometer und 1684 Höhenmeter

Diese Etappe ging mit 1684 Höhenmetern schon ganz schön heftig in die Berge. Nieselwetter sorgte manchmal für die nötige Abkühlung. Am Zielort erwartete uns diesmal leider nicht die Bürgermeisterin. Die Stadt hatte es abgelehnt, uns zu empfangen, darüber waren wir sehr enttäuscht.
Umso dankbarer sind wir für den sehr herzlichen Empfang, den uns die ADFC-Gruppe und der BUND Rösrath im Turmhof organisiert haben. Schon am Ortseingang Rösrath empfingen sie uns, um uns zum Ziel zu begleiten. Johannes Schweinem und Karin Stagge haben es auch geschafft, die Presse auf uns neugierig zu machen. Die Stadt war dann doch noch mit dem stellvertretenden Bürgermeister, Hardy Schumacher, vertreten. Seine Rede hat uns bewegt und mit der Stadt versöhnt.

Er schrieb uns danach: „Vielen Dank, daß Sie gestern mit den Radlerinnen und Radlern bei uns in Rösrath waren. Ich hatte große Freude an der Begegnung und sehe die ganze Aktion in einem größeren Zusammenhang. Es ist für mich nicht nur eine Fahrt durch unsere Lande und für Alleen. Dahinter steht ein Geist, den wir dringend vermehrt in unserer Gesellschaft brauchen.
Auch die Menschen nach uns sollten eine lebenswerte Perspektive haben.“
Mit herzlichen Grüßen
Hardy Schumacher
Stellv. Bürgermeister

 

4. Etappe von Paderborn nach Holzwickede

4. Juni 2021

131 Kilometer und 746 Höhenmeter

Beeindruckende Alleen, manche dreireihig, begleiteten uns auf unserer Etappe. Wir sahen Lückenbepflanzungen in Altbaumbeständen und einen langen, naturbelassenen Fußweg, vollständig von Bäumen beschattet, genauso wie der daneben angelegte Radweg. Entlang der Straße wurde neu angepflanzt.

Der Kreis Unna hat im Rahmen unseres Projektes schon 2020 eine Baumreihe von 400 m Länge an der Bausenhagener Straße in Fröndenberg, also unmittelbar entlang der Deutschen Alleenstraße und 13 km vor dem Etappenziel Holzwickede, gepflanzt.

Der Umweltdezernent, Herr Holzbeck, begrüßte uns an der Pflanzung und begleitete uns zusammen mit seiner Frau bis zum Ziel am Haus Opherdicke in Holzwickede. Unterwegs wusste er viel über Landschaft und Naturschutzprojekte zu berichten. Um 17:00 Uhr warteten die Bürgermeisterin, Ulrike Drossel und Thomas Rühle vom Fachbereich Natur und Umwelt der Kreisverwaltung, der die Pflanzung organisiert hat, und Mitglieder des ADFC mit Kaffee und Kuchen auf uns. Unsere Gastgeber ließen es sich nicht nehmen, gemeinsam mit uns zusätzlich noch zwei Obstbäume als Lückenpflanzung einer Baumreihe im Park zu pflanzen. Auch in Holwickede durften wir uns in das Goldene Buch der Stadt eintragen.

Den Abschluss dieser sehr schönen Etappe bildete ein gemeinsames Abendessen mit der Bürgermeisterin. Sie hatte für uns extra buchen müssen, da in Holzwickede die Gastronomie erst Übermorgen wieder geöffnet hat.

Wir möchten uns bei allen Beteiligten sehr für den herzlichen Empfang bedanken.

3. Etappe Bad Pyrmont nach Paderborn

3. Juni 2021

120 Kilometer und 938 Höhenmeter

Auf unserer 3. Etappe von Bad Pyrmont nach Paderborn verließen wir Niedersachsen und fuhren die ersten Kilometer im zweiten Bundesland, Nordrhein-Westfalen. Hier stießen wir in Höxter auf die Deutsche Alleenstraße, ab jetzt unsere Route bis Sellin. Wir starteten wieder bei schönstem Wetter und angenehmen Temperaturen. In Horn-Bad Meinberg gab es dann wegen starkem Gewitter eine Zwangspause.

Kurz vor Paderborn ging es durch die Fürstenallee, ein Abschnitt der Landesstraße L 937 im Kreis Lippe. Auf 2,5 km Länge kann man im Bereich von Oesterholz beiderseits der Straße uralte Rosskastanien, Eichen und Buchen bewundern. Die Bäume wurden schon zwischen 1725 und 1730 vierreihig angepflanzt und stellten als Allee die standesgemäße Zufahrt zum Jagdschloss Oesterholz dar. Heute bestehen die vier Reihen hauptsächlich aus jüngeren Bäumen – die Allee wurde nach historischem Vorbild neu gepflanzt.

Auf dem Rathausplatz empfingen uns der Bürgermeister, Michael Dreier, der Landrat, Christoph Rüther, eine Vertreterin des Stadtparlaments und der BUND Paderborn sehr herzlich.

2. Etappe Vechta nach Bad Pyrmont

02. Juni 2021

152 Kilometer und 716 Höhenmeter


Die längste Etappe der Tour führte uns von Vechta, wo wir noch bis zur Stadtgrenze von einem Vertreter der Stadt begleitet wurden, zur Kurstadt Bad Pyrmont. Wir fuhren fast die ganze Strecke durch wunderschöne Alleen. Auffallend war die große Vielfalt der Baumarten.
Auch die ersten Ausläufer des Weser Berglandes bekamen die Radfahrer zu spüren, ein Vorgeschmack auf die Etappen, die noch vor uns liegen.
In Bad Pyrmont wurden wir von einem Polizeiwagen in die Innenstadt zum Brunnenplatz eskortiert. Hier gab es einen sehr herzlichen Empfang vom Bürgermeister, Klaus Blome und Bettina Schlüter, Geschäftsführerin des Niedersächsischen Staatsbades Bad Pyrmont, Vertretern der Stadt, dem BUND Hameln, NABU und vielen sehr interessierten Bürgern. Als Höhepunkt durften wir uns ins goldene Buch der Stadt eintragen. An dem zu Ehren der Radfernfahrt gepflanzten Baum haben wir von Michael Mekler, Gärtnermeister und für die Parkpflege des historischen Kurparks zuständig, viele Details zur Geschichte der Alleen in Bad Pyrmont erfahren. So wurden die Alleen im Kurort für eine Wasserkur genutzt: Hierbei mussten die Kurgäste bis zu 5 Liter Wasser trinken und dabei immer die Alleen rauf und runter gehen. Dieser Kur wurden große Heilkräfte nachgesagt.

1. Etappe von Dangast nach Vechta

1. Juni 2021

Unsere Tour führte uns durch viele wunderschöne, artenreiche Alleen, von denen es in Niedersachsen besonders viele gibt. Die ersten zwei Abschnitten unserer Tour durch Niedersachsen gehören (noch) nicht zur "Deutschen Alleenstraße", eine Besonderheit dieser Radfernfahrt. Wir möchten die Politiker und Organisationen vor Ort davon überzeugen, sich für die Erweiterung der "Deutschen Alleenstraße" von Höxter bis nach Dangast stark zu machen. Die heute schon längste Kulturstraße Deutschlands würde so Nord- und Ostsee, Naturpark Wattenmeer und Biosphärenreservat Südostrügen miteinander verbinden und lokale Alleenprojekte unterstützen.

Das Ziel unserer heutigen Tour lag in Vechta, an der Zitadelle, wo wir vom Bürgermeister Kristian Kater empfangen wurden. Begrüßt wurden wir auch von dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen der Stadt Vechta, Bernhard Schwarting, und der stellvertretenden Fraktionsvorsitzende der SPD, Jana Bröker. Die Stadt versprach, sich für den Erhalt ihrer bestehenden Alleen einzusetzen.

Gemeinsam haben wir eine Kopflinde in eine Allee an der Zitadelle gepflanzt.

Start in Dangast an der Nordsee

1. Juni 2021

Heute sind wir gestartet! Unsere lang geplante, zweite Radfernfahrt durch die "Deutsche Alleenstraße" hat im Nordseebad Dangast am Weltnaturerbeportal am Jadebusen begonnen. Vor uns liegen 2300 km Fahrstrecke und viele Höhenmeter, die wir in 21 Tagen zurücklegen wollen.

Die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernahm der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies. Von ihm hörten wir auch ein Grußwort zum Start der Tour, indem er die Bedeutung der Alleen als Kultur- und Naturgut unterstrich, die Vereinbarkeit von Schutz der Alleen und Verkehrssicherheit betonte und dem Projekt viel Erfolg wünschte. Ein Staffelstab mit den Grußworten von Olaf Lies und der Schirmherrin der Tour 2018, Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth, wird auf dieser Tour von uns zu jedem Zielort getragen und den Bürgermeistern symbolisch überreicht.

Ingeborg Smith von der Arbeitsgemeinschaft „Deutschen Alleenstraße“ begrüßte unser Ziel, auf den Erhalt des wichtigen Kulturguts Allee in ganz Deutschland aufmerksam zu machen.

Der Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und der Kurdirektor Johann Taddigs zum Start im friesischen Nordsee-Strandort Varel/Dangast die Bedeutung von Bäumen überhaupt und auch entlang von Straßen für uns Menschen und schickten die Radfahrer auf ihre lange Tour.

Doch zuvor wurde, organisiert durch die Stadt Varel, gemeinsam mit Vertretern der Stadt Varel und dem NABU Oldenburger Land eine Robinie „Auf der Gast“ gepflanzt, dem Startpunkt der Tour gepflanzt.

Auf dieser Etappe legten wir knapp 100 km und im flachen Norden nur wenige Höhenmeter zurück.

Möglich wurde die Durchführung dieses Projektes durch die Förderung innerhalb unseres LIFE Projektes ‚Trees for Europe’s green infrastructure‘, eine großzügige Förderung durch die Deutsche Postcode Lotterie und viele weitere finanzielle Unterstützer und Helfer vor Ort.

Kontakt

Katharina Dujesiefken

Orga-Team der Radfernfahrt
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