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BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Bio-Obstbauern zurück aus Südtirol!

24. November 2017 | Landwirtschaft, Nachhaltigkeit, Ökolandbau

Bio-Obstbauern aus MV machten BIO-Fachexkursion nach Südtirol, Besichtigung von vier Bio-Obst-Höfen und Erfahrungsaustausch mit südtiroler Berufskollegen, Besuch der größten italienischen Bio-Messe BIOLIFE in Bozen.

Bio-Obstbauern und -Verarbeiter der ökologischen Anbauverbände im Agrarbündnis Mecklenburg-Vorpommerns kehrten von einer sechstägigen BIO-Fach-Exkursion aus Südtirol zurück. Die zehn BIO-Botschafter aus Mecklenburg-Vorpommern besichtigten in Südtirol vier kleine und mittlere Bio-Obst-Höfe und führten einen intensiven Erfahrungsaustausch mit ihren südtiroler Berufskollegen. Außerdem besichtigte die Gruppe die Baumschule Brugger und die Fachschule für Obst- und Wein- und Gartenbau in Laimburg  Abschließend besuchten die Teilnehmer die größte Bio-Messe in Italien, die BIOLIFE in Bozen. Dr. Burkhard Roloff, Organisator und Reiseleiter vom BUND zu den Besonderheiten des südtiroler Obstanbaus: „Mit rund 8.000 Familienbetrieben ist der Apfelanbau in Südtirol sehr klein strukturiert. Die durchschnittliche Betriebsgröße beträgt nur 2,5 bis 3ha. Südtirol ist der größte Bio-Apfel-Lieferant Europas. Die vier Bio-Obst-Höfe, die wir besuchten, erzeugen in bäuerlicher Tradition Bio-Obst, -Wein oder -Beeren. und verarbeiteten  diese am Hof, vor Ort oder im Dorf zu hochwertigen regionalen Spezialitäten, wie Apfelsaft, Schnaps oder Brotaufstriche und vermarkteten diese in der Region. Die Bio-Obsthöfe  sind mit 3,5ha bis 10ha klein bzw. mittelgroß und familiengeführt. Diese kleinstrukturierte, bäuerliche Landwirtschaft in Südtirol wird von hiesigen Vertretern des Landesbauernverbandes und der Agrarverwaltung oft als „Museums-Landwirtschaft“ diskreditiert. Wir konnten uns davon überzeugen, die ökologische, Obst- und Wein-Erzeugung in Südtirol ist sehr intensiv, wirtschaftlich und hoch effizient. Sie schafft bzw. erhält sinnvolle Arbeitsplätze auf den Obsthöfen, in den Keltereien, Brennereien und in der Gastronomie sowie im Tourismus und sichert dadurch ein ausreichendes Einkommen für die Obst-Bauern-Familien.“ Hintergrund: Mit rund 18.400 Hektar ist Südtirol das größte geschlossene Apfelanbaugebiet der EU Die jährliche Ernte liegt bei rund 950.000 Tonnen, wovon rund die Hälfte in Italien vermarktet wird. Deutschland ist der wichtigste Exportmarkt. In Südtirol wird sowohl integrierter als auch biologischer Anbau betrieben. 96 Prozent der Obstbaubetriebe befolgen die Richtlinien der AGRIOS (Arbeitsgruppe für den Integrierten Obstanbau in Südtirol), vier Prozent die Richtlinien des biologischen Anbaus.

http://www.bund-mecklenburg-vorpommern.de/themen_und_projekte/landwirtschaft/

Rückfragen: Dr. Burkhard Roloff, BUND, Tel.: 0385 52133913 und 0176 25190600 

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