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BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Naturschutz braucht Kontrolle

03. März 2018 | Energie, Energiewende, Landwirtschaft, Kohle, Nachhaltigkeit, Naturschutz, Alleen

Vogelschutzgebiete und FFH-Schutzgebiete brauchen ein besser ausgestattetes Management. Mindestens 20 Prozent Ökologischer Landbau muss bis 2025 erreicht werden. Die Kohleverstromung im Steinkohlekraftwerk Rostock muss bis 2025 beendet sein. Das sind die drängendsten Kernforderungen der umweltpolitischen Klausurtagung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Wochenende. Die Beratung des BUND-Landesvorstandes mit den Fachexperten des BUND fand in Neustrelitz statt. Auf der Tagesordnung standen auch Beratungen zum Erhalt der Deutschen Alleenstraße und zum Schutz der Ostseeküste.

Die Einrichtung von Natura 2000 Stationen nach dem Vorbild Thüringens für den Erhalt und die Verbesserung der Naturschätze in den fast 300 FFH- und Vogelschutzgebieten des Landes Mecklenburg-Vorpommern fordert der BUND. “Solche Biologischen Stationen können in gemeinnütziger Trägerschaft errichtet werden. Die Stationen arbeiten eng mit der Verwaltung, den betroffenen Landnutzern vor Ort zusammen. Das Land kann seinen Verpflichtungen nach dem europäischen Naturschutzrecht nicht allein mit “Freiwilligen Vereinbarungen” nachkommen. Es muss auch eine Kontrolle dafür geben, sonst nützen die besten Vereinbarungspapiere nichts.” sagt die BUND-Landesgeschäftsfüherin Corinna Cwielag zum Abschluss der Beratungen in Neustrelitz. Das Land Thüringen hat 11 solcher Stationen für seine rund 250 Schutzgebiete eingerichtet, die von Landschaftspflegeverbänden und Naturschutzverbänden betrieben werden und unter anderem Landwirte fachlich beraten.

Für den Schutz des Trinkwassers und das Stoppen des Insekten- und Artensterbens in der Agrarlandschaft haben die BUND-Experten eine Steigerung der ökologischen Anbaufläche von 10 auf mindestens 20 Prozent bis 2025 gefordert. Dazu müsse das Land bestimmte Regionen, zum Beispiel in Biosphärenreservaten und Naturparken, als Bio-Modellregionen besonders fördern. Da in Zukunft öffentliche Subventionen vorrangig in besondere Leistungen der Landwirtschaft für öffentliche Güter wie Wasserschutz und Artenvielfalt fließen werden, sollte Mecklenburg-Vorpommern seine Agrarpolitik dringend in diese Richtung ausrichten. Der BUND hat dazu ein Programm mit 44 Handlungsempfehlungen vorgelegt.

Den Ausstieg aus der Kohleverstromung im Steinkohlekraftwerk Rostock fordern die Klimaschutzexperten des BUND bis 2025. Damit könne ein Viertel der Kohlendioxidemissionen der ganzen Landes, nämlich 2,5 Millionen Tonnen gespart werden. Das Steinkohlekraftwerk stößt zudem giftige Abgase wie Arsen und Quecksilber aus, die bei der Kohleverbrennung frei werden. Im Zeitraum bis 2025 müsse Mecklenburg-Vorpommern es schaffen, seine großen Potentiale an erneuerbaren Energien für den eigenen Bedarf nutzbar zu machen. Die größten Potentiale für die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern sehen die BUND-Experten in erheblicher Energieeinsparung und der Forcierung von Speichertechnologien für erneuerbare Energien. Der BUND betreibt ein Projekt zur Beratung von Kommunen für Energieeinsparprojekte.

Mehr erfahren über

Natura 2000 Stationen:

http://www.thueringen.de/th8/tmuen/naturschutz/recht/natura2000/

BUND- Aktionsprogramm “Mehr Bio aus MV”

https://www.bund-mecklenburg-vorpommern.de/service/publikationen/detail/publication/aktionsprogramm-mehr-bio-in-m-v/

Energiewende Mecklenburg-Vorpommern

https://www.bund-mecklenburg-vorpommern.de/service/publikationen/detail/publication/bund-infobrief-fuer-kommunen-in-mv-12018/

https://www.bund-mecklenburg-vorpommern.de/themen/mensch-umwelt/energiewende/

Für Rückfragen: Corinna Cwielag, T. 0178 5654700

 

 

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