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BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Mangelnder Klimaschutz im Koalitionsvertrag kommt Mecklenburg-Vorpommern teuer zu stehen

08. Februar 2018

Interessen einzelner Industriezweige und Bundesländer haben beim Thema  Klimaschutz und Kohle Vorrang erhalten vor Menschen, Umwelt und Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern, die über viel Erneuerbare Energien statt Kohlekraftwerke verfügen. Der neue Koalitionsvertrag bringt Klimaschutz und Energiewende nicht voran. Es werden nur alte Zielvorgaben wiederholt, ohne dass die notwendigen Instrumente festgelegt werden, um diese Ziele zu erreichen, kritisiert der BUND Mecklenburg-Vorpommern.

Es fehlt aus Sicht des BUND eine CO2-Abgabe, genauso wie Festlegungen zum Kohleausstieg oder Instrumente zum konsequenten Energiesparen oder zum Ausbau der Erneuerbaren Energien. Zusätzliches Geld für den Klimaschutz wird von der Regierung nicht bereitgestellt. Es sei dramatisch, dass der Koalitionsvertrag auf konkrete Maßnahmen verzichte, mit denen das Klimaziel 2020 oder zumindest das Ziel für 2030 realistisch erreicht werden könnte, kritisiert der BUND.

"Für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet dies, dass Land, Kommunen, Bürger und die Natur die Folgeschäden des Klimawandels zu tragen haben. Die Erreichung von Klimazielen wie 1,5 oder maximal 2 Grad Temperaturanstieg wird auf diese Weise genauso verfehlt werden, wie die Klimaziele für 2020. Damit steigen die Kosten für den Küstenschutz. Extremwetterlagen führen zu Schäden an Gebäuden und in der Landwirtschaft. Meeresspiegelanstieg und stärkere Stürme reduzieren unsere Strände. Höhere Wassertemperaturen bergen gerade in den flachen Gewässern vor Mecklenburg-Vorpommern besonders hohe Risiken, dass sich Blaualgen und gesundheitsschädliche Bakterien entwickeln", betont Ulrich Söffker, Energieexperte des BUND. "Mit dem Beschluss, das Klimaziel für 2020 aufzugeben, wird ein wesentliches Wahlversprechen gebrochen und eine zentrale Zukunftsaufgabe ignoriert."

Kontakt: U. Söffker; 017643065011  

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