Der Umweltverband BUND kritisiert die Planungen der Stadt, die erhebliche Teile des städtischen Grüns zur Bebauung frei geben will und fordert ausreichend Parks und naturnahes Grün in der Stadt zu erhalten.
„Grünflächen in der Stadt sind ein wichtiger Teil einer lebenswerten Stadt und wir müssen aufpassen, Rostock nicht zu einer Betonwüste verkommen zu lassen“, betont Markus Brost, Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Rostock.
Am Stadtrand soll in Biestow ein neuer Stadtteil für 13.000 Menschen entstehen, in Diedrichshagen wird die Bebauung von 35 ha Landschaftsschutzgebiet geprüft und im Überseehafen soll im Bereich des Landschaftsschutzgebietes Peezer Baches ein neues Hafenbecken entstehen.
Gleichzeitig sollen im innerstädtischen Bereich die Kleingärten zwischen Erich-Schlesinger-Straße und Stadthalle bebaut werden, sowie ein Großteil der Gärten am Pulverturm. Aber auch im Nordosten und im Nordwesten sind weitere Wohngebiete und eine Verdichtung der Bebauung vorgesehen.
Der BUND fordert ein Gesamtkonzept für die Stadt, das ausreichend Grünflächen erhält. „Der Rostocker Landschaftsplan, kaum 2 Jahre alt, ist schon wieder Makulatur“, so Markus Brost vom BUND. „Wir fordern den Oberbürgermeister und die Bürgerschaft auf, sich nicht nur um den Bau von Wohnungen, sondern auch für den Erhalt von Grün in unserer Stadt einzusetzen. Wir haben in den letzten Jahrzehnten erlebt, wie unzuverlässig Bevölkerungsprognosen sind. Mal sollte Rostock auf 170.000 Einwohner schrumpfen, jetzt soll die Einwohnerzahl auf 235.000 steigen. Aber es kann auch bei 200.000 oder 210.000 Einwohnern bleiben und wir bauen in Biestow in massivem Umfang Grünflächen zu und haben am Ende eine halb leerstehende Satellitenstadt am Stadtrand.“
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