BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.
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Projekt: "Schutz der Kegelrobben in der Wismarbucht"

 (Fotos: Lena Hohls)

Hier möchten wir unser Projekt „Schutz der Kegelrobben in der Wismarbucht“ etwas genauer vorstellen. Wir freuen uns sehr über unsere beiden Partner, die wir gewinnen konnten: Gefördert wird unser Projekt von der Naturstiftung David mit Mitteln der Regina-Bauer-Stiftung sowie von der MS Seebär. Der Projektzeitraum war von März-Dezember 2024.

Ein Teil des Projektes machen wieder die Ausfahrten mit der MS Seebär aus. Unsere BUND-Robbenreferent*innen Lena Hohls und Karsten Schweichhart begleiten regelmäßig das Fahrgastschiff MS Seebär, das Ausflüge zur Sandbank Lieps anbietet, um die Fahrgäste über Kegelrobben und Seehunde der Ostsee aufzuklären. 

Dieses Jahr machen wir allerdings auch etwas ganz Neues: wir identifizieren Kegelrobben mithilfe der wissenschaftlichen Methode „Foto-Identifikation“. Kegelrobben haben ein einzigartiges Fellmuster, das sie ihr Leben lang behalten. Ähnlich wie der menschliche Fingerabdruck. Somit können die Tiere auch nach Jahren wieder erkannt werden. Die Methode ist dazu noch wenig invasiv, das bedeutet man stört die Robben nicht, während man Daten über sie sammelt. Wir haben dafür extra ein leistungsstarkes High-End-Ultra-Tele-Zoom-Objektiv angeschafft. Wir machen nun bei jeder Ausfahrt viele Fotos von den Fellmustern der Kegelrobben und vergleichen diese miteinander. So konnten wir im Jahr 2024 152 Kegelrobben-Individuen identifizieren, wovon wir 30 Tiere bereits mehrfach wiedergesichtet haben.

So können wir dazu beitragen die Kegelrobben, die in MV zu Hause sind, besser zu erforschen. Unsere Ergebnisse stellen wir der Wissenschaft zur Verfügung und präsentieren sie ebenso in Vorträgen für die Öffentlichkeit. Interessierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen können sich gern bei uns melden. 

Ansprechpartnerin ist Lena Hohls (lena.hohls@bund.net).

Ein Folgeprojekt ist bereits gestartet.

Internationaler Tag der Robben an der Naturstation Fischerkaten

 (Lena Hohls)

Anlässlich des internationalen Tag der Robben fand am 24.03.2024 10:00 -14:00 Uhr ein Aktionstag an der Naturstation Fischerkaten in Groß Schwansee statt.

Die Gäste lernten nicht nur die heimischen Robbenarten in der Ostsee kennen, sondern es gab auch einen kurzen Exkurs zu den Robbenarten der Arktis. Walross, Sattelrobbe, Bartrobbe, Ringelrobbe, Klappmützenrobbe, Largha-Robbe und Streifenrobbe wurden als internationale Kollegen unserer Ostsee-Robben von Nicola Boll vorgestellt. Wobei wir natürlich auch eine eigene Ostsee-Unterart der arktischen Ringelrobbe haben, nur ist diese so gut wie nie in deutschen Gewässern zu sehen. Sie hält sich lieber in der kalten, nördlichen Ostsee auf.

Da nun auch bald der Startschuss für dei Saison unserer BUND-Robbenausfahrten mit der MS Seebär fällt, stellte Lena Hohls kurz das neue Projekt des BUND Klützer Winkels zum Schutz der Kegelrobben in der Wismarbucht vor, welches von der Naturstiftung David mit Mitteln der Regina-Bauer-Stiftung gefördert wird. Die Termine unserer Ausfahrten folgen in Kürze.

Und was ist jetzt zu tun, wenn eine rastende Robbe am Strand liegt?

Genau auf diese Situation wurden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Aktionstags vorbereitet:

Zuerst wurde die Theorie in einem Vortrag besprochen. Nach einer kleinen Stärkung vom veganen Buffett, ging es dann an den Strand, um den Robbenschutzzaun aufzubauen. Wir hatten tatkräftige Unterstützung von der Naturstation-Plüschrobbe, die auch diese Mal wieder die rastende Robbe am Strand spielte.

Tatsächlich wurden wir mehrfach auf die ruhende Robbe angesprochen, weil Strandgäste sie für ein lebendiges Tier hielten.

Robben-Winterwanderung am Samstag, den 14.01.2023

BUND Wismar und BUND Klützer Winkel unterwegs mit Dipl. Biologin Nicola Boll am Boiensdorfer Werder

Zahlreiche Sichtungen zeigen, dass Kegelrobben und Seehunde an unsere Küste zurückkehren. Deshalb ist es wichtig, Ostseebesucher/innen darüber zu informieren, wie man sich bei der Begegnung mit einer Robbe am besten verhält. Dafür bietet der BUND Seminare an. Ein Netzwerk mit 150 ehrenamtlichen Robbenbetreuer/innen ist entlang der Küste Mecklenburg-Vorpommerns entstanden. Weitere Unterstützung ist gefragt!

Der BUND MV hat ein Hilfepaket für rastende Robben für die Gemeinden an der Küste geschnürt. Bereits 50 Ausrüstungen stehen an der gesamten Küste Mecklenburg-Vorpommerns inzwischen zur Verfügung. In der Kiste befindet sich Absperrmaterial für den Aufbau eines mobilen Zauns, Schutzwesten und Schilder sowie Informationsmaterial. Der Schutzzaun bleibt zur Ostsee hin offen, so dass ruhende Robben ungestört wieder ins Wasser gelangen können. Er wird von geschulten Freiwilligen in Absprache mit den zuständigen Behörden errichtet.

Deswegen trafen sich Aktive und Robbeninteressierte vom BUND Wismar und BUND Klützer Winkel am Samstag, 14.01.2023 am Strand von Boiensdorfer Werder und lernten die für viele noch unbekannten Meeressäuger näher kennen. Nicola Boll (Leiterin der BUND Kegelrobbenschutzprojekt) leitete die winterliche Robben-Exkursion. Am Strand von Boiensdorfer Werder gibt es neben den Robben auch andere spannende Attraktionen zu entdecken: echte Salzwiesen mit Stranddastern und Strandbeifuß, Makroalgen wie der Blasentang und sogar ein Seeadler ließ sich blicken. An der Steilküste gab es jede Menge Brutröhren der Uferschwalben zu sehen. Die kleinen Schwalben kommen allerdings erst im Mai zurück an unsere Küste.

Das absolute Highlight der Exkursion war ein Seehund, der auf einem Findling im Wasser zu sehen war. Nach einer kurzen Schwimmshow ließ er sich entspannt wieder auf dem großen Stein nieder. 

Nach der Strandwanderung lernten die Teilnehmenden, wie sie sich zu verhalten haben, wenn eine rastende Robbe am Strand gefunden wird. Außerdem wurde beispielhaft der Robbenschutzzaun am Strand aufgebaut.

BUND-Tipps zum Verhalten bei Robbensichtungen am Strand

- Meldung der Robbensichtung beim Robbentelefon 01523 7969472  oder 0381-29065525 (und über die App OstSeeTiere vom Deutschen Meeresmuseum)

- Bitte jeglichen Kontakt zu den Robben unterlassen.

- Einen Abstand von mindestens 100 Metern wahren.

- Nie den Fluchtweg ins Wasser versperren.

- Hunde müssen angeleint werden.

- Falls Menschen das Tier bedrängen: Bitte Abstand zu halten.

- Absperrung durch einen Anruf beim Ordnungsamt (bzw. Gemeinde, Feuerwehr, Polizei) veranlassen.

Robben-Sommerfest am 06.08.2022

Robbenschützer:innen des BUND trafen sich zum Sommerfest an der Naturstation Fischerkaten

 (Lena Hohls)

Am Samstag, 06.08.2022 trafen sich die Kegelrobbenbetreuer:innen aus Nordwestmecklenburg an der Naturstation Fischerkaten in Groß Schwansee.

Nicola Boll (BUND-Kegelrobben-Projektleitung) gab einen Rückblick auf die diesjährige Jungtiersaison der Kegelrobben und es wurde von den bisherigen Einsätzen der Betreuenden berichtet. Die Robben-Guides Lena Hohls und Karsten Schweichhardt, die regelmäßig das Fahrgastsschiff MS Seebär begleiten, erzählten ebenfalls von ihren Erlebnissen und Eindrücken von der Sandbank Lieps. Bei leckeren Snacks und Getränken wurde sich anschließend über die Arbeit rund um die Kegelrobben ausgetauscht. 

Auch neue Interssierte, die die Arbeit des Kegelrobben-Netzwerks kennen lernen wollten, besuchten die Veranstaltung.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es noch eine kleine Strandexkursion mit Dipl. Biologin Nicola Boll.

Aktionstag zum internationalen Robbentag am 22.03.2022

In Zusammenarbeit mit der Naturstation Fischerkaten veranstaltete der BUND Klützer Winkel einen interaktiven Informationstag zur Kegelrobbe. Interessierte erhielten Einblicke in das Leben der imposanten Meeressäugetiere, lernten die Unterschiede zum Seehund kennen und probten den Aufbau einer temporären Schutzone am Strand. Denn wenn Kegelrobben an die Strände kommen, um sich auszuruhen, ist es sehr wichtig, dass die Tiere ungestört bleiben. Der BUND M-V betreut ein Netzwerk mit Freiwilligen zum Schutz der Kegelrobben. Netzwerkmitglieder werden in Online-Veranstaltungen oder vor Ort geschult und setzen sich lokal in ihren Küstengemeinden für den Schutz von Robben am Strand ein. Auch in der Gruppe Klützer Winkel sind einige Mitglieder in diesem Netzwerk aktiv und hatten erst vor 3 Wochen einen Einsatz am Strand, da sich ein ausgewachsener Kegelrobben-Bulle in Groß Schwansee ausgeruht hat. Wer ebenfalls Robbenbetreuer:in werden möchte, melde sich gern bei Projektleiterin Nicola Boll (robben(at)bund-rostock.de).

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