BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Deine 6 Rs für weniger Plastik

Vielleicht hast du schon von den 6 Rs gehört? Es sind Begriffe, die auch als „Regeln der Nachhaltigkeit“ gehandelt werden. Diese sind allerdings nicht festgeschrieben, sondern werden von vielen Gruppen mit unterschiedlichen Rs erweitert und können zudem individuell interpretiert werden. Es sind Denkanstöße und Reaktionsmöglichkeiten, die in diesen Begriffen zu finden sind. Vielleicht bieten sie auch dir einfache Orientierungspunkte, die du im Alltag bei deinen Kaufentscheidungen anwenden kannst.

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RETHINK – Neuerdenken

Traue dich Dinge neu zu erdenken! Die Dinge sind nicht wie sie sind, sondern sie sind dazu geworden. Das heißt, sie sind veränderbar: Das betrifft die Entwicklung von neuen, plastikfreien Produkten, die Anpassung von Gesetzen zur Plastikreduzierung und -vermeidung und auch das Neuerfinden von eigenen Gewohnheiten. Beim letzten Punkt helfen dir die anderen Rs.

REDUCE – Reduzieren

Wie ging gleich der Spruch? Weniger ist mehr! Genau. Es ist eigentlich ganz leicht im Alltag Plastikprodukte zu reduzieren: Braucht es wirklich die tägliche Einweg-Plastikflasche oder kann ich auch Mehrweg oder Glasflaschen benutzen? Take-Away-Food einfach mit Mehrwegboxen abholen! Joghurt in Gläsern und Gemüse auf dem Markt kaufen und natürlich den altbewährten Stoffbeutel dabeihaben. Deinen täglichen Kaufentscheidungen zählen.

REFUSE – Ablehnen

Mach dich stark und sage auch mal „Nein“! Viele Menschen habe Sorge, in ihrem Alltag verzichten zu müssen, wenn es um Nachhaltigkeitsfragen geht. Versuche es mit einem neuen Blick: Dieses R lädt dich ein, Dinge zu überprüfen und ihre Wertigkeit für dein Leben unter die Lupe zu nehmen. Wieviel Fast-Fashion, wie viele Wegwerfprodukte brauche ich wirklich, um mich gut zu fühlen? Ein Produkt abzulehnen, weil zu viel Verpackungsmüll dranhängt, ist gleichzeitig ein „Ja“ für Klimaschutz, sauberere Meere, eine vielfältige Tierwelt, die eigene Gesundheit und vieles mehr.

REUSE – Wiederverwenden

Wegwerfmentalität war gestern! Dinge neu zu kaufen, um sie kurz danach wegzuwerfen, wurde und wird uns noch sehr leicht gemacht. Lass uns einen neuen Anspruch kreieren und Produkte besonders dahingehend prüfen, ob sie wiederverwendet werden können. Auch Kreativität kann hier ein Schlüssel sein, indem bereits bestehende Produkte erhalten werden. Oder vielleicht können Andere die Dinge gebrauchen, du wegwerfen willst? Dieses R bietet dir viele Optionen zur Interpretation.

REPAIR – Reparieren

Muss das wirklich weg? Manche Dinge sind uns teuer, andere sind uns egal. Stell dir vor, wenn fast alle deine Sachen, die du besitzt, dir etwas bedeuten würden. Oder kennst du es, wenn dir etwas Bedeutsames kaputt geht? Achte beim Kaufen darauf, ob Dinge reparierbar sind. Und wenn etwas kaputt geht: Es etablieren sich immer mehr Repair-Cafés, die dir fachkundig bei der Reparatur helfen können.

RECYCLE - Wiederverwerten

Wusstest du, dass von der weltweit produzierten Menge an Kunststoffen bislang nur 9 Prozent recycelt wurden? Am besten ist es ganz klar, wenn gar nicht erst so viel Plastik produziert wird. Doch so einfach lassen sich nicht alle Produkte aus unserem Alltag streichen. Achte daher darauf, die Produkte richtig zu trennen, um die Voraussetzungen für Kunststoffrecycling zu verbessern. Kleiner Tipp am Rande: Kennst du schon Cradle2Cradle? Hier wird Kreislaufwirtschaft neu gedacht. Informiere dich. Weitere Informationen und Ideen zur Plastikreduzierung: www.bund.net/themen/chemie/achtung-plastik/plastikfasten/

Wir möchten unsere Empfehlungsgeberin vorstellen:

Die Seenadel

In Nord- und Ostsee sind drei Seenadelarten heimisch: die Grasnadel (Syngnathus typhle), die Kleine Seenadel (S. rostellatus) und die Große Seenadel (S. acus). Seenadeln sind wie ihre Verwandten, die Seepferdchen, eine Familie der Knochenfische. Charakteristisch ist ihr dünner, langgestreckter Körper, der durch einen Panzer aus Knochenplatten geschützt wird. Auf Grund ihrer Gestalt können sie sich hervorragend in Seegraswiesen verstecken. Allerdings ist ihr Lebensraum durch die Überdüngung der Meere und die grundberührende Fischerei gefährdet. Einige Arten der Seenadeln können sogar ihre Farbe der Umgebung anpassen. Wie auch bei den Seepferdchen ist auch bei den Seenadeln das Männchen für die Brutpflege zuständig.

Weitere Informationen zu den Seenadeln

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