BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

BUND-Aktionen, Veranstaltungen und Themen

BUND Rostock - Aktiventreffen

~ 8. Februar; 19 Uhr; Ökovilla ~

Die Treffen finden an jedem 2. Mittwoch im Monat statt.

Anmeldung an info(at)bund-rostock.de.

BUNDjugend Rostock - Aktiventreffen

Lust auf  Urban Gardening, Plastikmüll, Kleidertausch oder eure Themen?

Meldet euch einfach unter www.instagram.com/bund_rostock/

Aktuelle Themen

Unsere Forderungen an die Oberbürgermeisterin

Wir fordern mehr Tempo beim Klimaschutz, die Änderung der Hafenausbaupläne für den Erhalt des letzten intakten Küstenüberflutungsmoores sowie eine biologischere und regionalere Schulverpflegung. Dafür fordern wir sofort mehr Fachpersonal.

Rostock will und muss bis 2035 klimaneutral werden. Bauen, Verkehr und Konsum befördern den Klimawandel besonders stark. Rostock muss Neuversiegelung stoppen und stattdessen auf Sanierung, Aufstockung und effizientere Flächennutzung setzen! Bisher ungenutzte Dächer müssen für Solarenergie und Dachbegrünung genutzt und regionale, nachwachsende Baustoffe, wie z.B. Holz & Stroh bevorzugt werden. Das spart Ressourcen, Energie und Abfälle!

Rostocks Naturschätze müssen vor Bebauung bewahrt werden! Die aktuellen Pläne des Hafenausbaus sehen eine komplette Versiegelung des letzten intakten Küstenüberflutungsmoores rund um den Peezer Bach sowie des Warnow-Steilufers und der Oldendorfer Tannen vor.

Für einen Radschnellweg sollen rund 300 Bäume des Barnstorfer Wald gefällt werden. Zwar brauchen wir attraktive Wege, um die Menschen weg vom Auto, hin zum Fahrrad zu lenken. Das darf aber nicht zu einer Naturzerstörung und Neuversiegelung führen, sondern auf bereits vorhandenen Wegen. Angesichts häufigerer Dürren und Starkregenereignisse müssen wir unser Stadtgrün erhalten und Flächen entsiegeln statt noch mehr Böden mit Asphalt zu versiegeln!

Eine große Chance zu mehr Nachhaltigkeit bietet sich derzeit bei der Kommunalisierung der Schulverpflegung. Hier fordern wir einen bio-regionalen Anteil von 60% bis 2030. Das ist nicht nur gesünder, sondern spart jede Menge Treibhausgase und fördert die ressourcenerhaltende ökologische Landwirtschaft.

Hier findet ihr unser Positionspapier.

Hafenausbau nicht auf Kosten der Gesellschaft

Das öffentliche Unternehmen Rostock Port plant eine Verdoppelung der Seehafenfläche für Hafen, Logistik und Industrie. Dafür sollen natürliche Biotope wie Wald und Steilufer der Oldendorfer Tannen sowie die Peezer Bachmündung und das umschließende Moor mit seinen Salzwiesen und Röhrichten vertieft und versiegelt werden. V.a. das Küstenüberflutungsmoor um den Peezer Bach ist aber ein an der dt. Ostseeküste einzigartiges gesetztlich geschütztes Biotop, dessen Zerstörung an anderer Stelle nicht ausgleichbar ist. Moore wachsen über Jahrtausende und nehmen dabei u.a. CO2 auf. Bei Entwässerung emittieren sie dagegen CO2 und das 310x schädlicher Lachgas. Diese Biotope erbringen für die Rostocker aber noch weitere lebenswichtige Ökosystemdienstleistungen. Rostock sieht Starkregen und dem Meeresspiegelanstieg entgegen. Statt das Warnowufer zu versiegeln und mit Mauern zu schützen, sollten wir diese natürlichen (kostenlosen) Wasserspeicher erhalten. Naherholungsgebiete wie die Rostocker Heide um den Schnatermann werden durch Kanalvertiefungen vordringendes Salzwasser direkt beeinflusst. Die Waldgrenze wird sich dadurch verschieben.

Warum wir diese Gebiete nicht zerstören dürfen und welche Alternativen der Hafen hat, haben wir dem Bürgerbeteiligungsbeirat Ende Januar vorgetragen. Download des Vortrags

Der Erhalt dieser natürlichen Gebiete ist im Sinne unserer und der nächsten Generation. Wir brauchen intakte Ökosysteme, um uns Menschen zu erhalten und um Klimawandel und Artensterben zu begegnen. Schadkosten und technische Schutzmatznahmen belasten schon jetzt die Gesellschaft. Wirtschaftswachstum und Geldvermehrung dürfen keine Argumente für die Zerstörung natürlicher Lebensgrundlagen mehr sein.

Radwegebau nicht auf Kosten des Barnstorfer Wald

Die Förderung des Radverkehrs ist wichtig, um mehr Menschen für die Nutzung des Fahrrads im Alltag motivieren zu können und den Autoverkehr damit zu reduzieren. Die Errichtung von Radwegen sollte aber nicht zu einer Zerstörung von Natur und Landschaft und einer zusätzlichen Versiegelung führen, sondern das vorhandene (ausgedehnte) Straßen- und Wegenetz umgenutzt werden. Wo das nicht geht, müssen Räume dreidimensional genutzt werden.

Die Stadt Rostock favorisiert für den Radwegeabschnitt durch den Barnstorfer Wald eine Variante nördlich parallel zum Barnstorfer Ring. Auf 7 m Breite müssten dafür gut 300 Bäume gefällt werden. Bäume und ein unversiegelter Boden erfüllen jedoch wichtige Ökosystemdienstliestungen. Die betreffen die Produktion von Sauerstoff, die Speicherung von CO2, Schadstoffen und Feinstäuben, die Speicherung von Wasser, die Bereitsstellung von Lebensräumen und die Funktion der Erholung für uns Menschen. Der BUND fordert stattdessen, eine aufgeständerte Radwegvariante zu prüfen, bei der Wald und Boden erhalten bleiben können.

Gegen Kippen und Kronkorken im Stadthafen

 (Nicola Boll)

Wir sammeln regelmäßig Zigarettenreste und Kronkorken am Stadthafen auf der Kubb-Fläche. Die Aufräumarbeiten finden als Monitoring im Rahmen unseres Projektes "Kein Plastik in die Stadt" statt. Gemeinsam mit den Stadtverantwortlichen wollen wir geeignete Maßnahmen gegen die Kippenflut identifizieren. Mit der Datensammlung soll dafür gesorgt werden, dass auf der Fläche neue Mülleimer installiert werden, sowie besondere Entsorgungsmodelle für Zigaretten und Kronkorken entstehen. Wir freuen uns über weitere helfende Hände! Meldet euch bei uns: info(at)bund-rostock.de

RÜCKBLICK

Förderpreis für BUND-Projekt "Mehr Bio aus der Region in Rostock"

Im November 2022 haben wir den Förderpreis der Richard-Siegmann-Stiftung für das Projekt "Mehr Bio aus der Region für Rostock" erhalten.

Die Richard-Siegmann-Stiftung zeichnet jährlich Menschen oder Projekte in Rostock aus, die sich in besonderer Weise für die Entwicklung der Stadtgesellschaft engagieren. In diesem Jahr wurden Initiativen unter dem Motto „Rostock und die Klimakrise – Ideen für praktische Schritte auf dem Weg zur Klimaneutralität“ gewürdigt.

"Wir freuen uns sehr über diese öffentliche Anerkennung der lokalen BUND-Arbeit für die Ernährungs- und Agrarwende in MV", sagt Projektleiterin Stefanie Maack. Das Preisgeld von 500 € setzen wir für die Entwicklung eines Folgeprojektes ein.

Infos zum Projekt und den Aktivitäten:
Https://stadtgestalten.org/MehrBio
BUND Rostock: www.bund-rostock.de

Podiumsdiskussion mit den OB-Kandidierenden

Ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Gruppen lud im Oktober 2022 zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit den Kandidierenden für die OB-Wahl unter dem Motto "Klima wählt mit" ein!

Teilgenommen haben Carmen-Alina Botezatu (SPD), Michael Ebert (CDU) und Claudia Müller (Bündnis 90/Die Grünen).

Was macht Politik für den Klimaschutz? – diese Leitfrage verfolgte die Podiumsdiskussion „Klima wählt mit!“. Rostock hat sich mit einem Bürgerschaftsbeschluss im November 2020 verpflichtet, bis 2035 klimaneutral zu werden. Für die Umsetzung dieses Beschlusses ist die Stadtverwaltung verantwortlich, und damit unser OB. Wir wollten mit dieser Veranstaltung allen Wählenden Rostocks die Positionen der OB-Kandidierenden zu wichtigen Fragen des Klimaschutzes bekannt machen und ihnen gemeinsam diejenigen Fragen stellen, die unser Bündnis für wichtig hält.

Apfelernte & Saftpressen auf unserem Obsthain in Wiethagen

Schon mal von den alten Obstsorten Edelborsdorfer; Köstliche von Charneu oder Oulllins Reneklode gehört? Streuobstwiesen gehören mit über 5.000 Tier- und Pflanzenarten zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas, drohen jedoch zu verschwinden. Der BUND Rostock pflegt seit einigen Jahren einen Obsthain von rund 1 ha auf der Fläche des Rostocker Stadtforstamtes.

Die diesjährige Apfelernte war ein voller Erfolg! Gemeinsam mit dem Stadtforstamt sowie mit tatkräftiger Hilfe der Kinder der Rövershagener Kita und Grundschule wurde wieder fleißig aufgelesen! Einen Tag später kam die mobile Mosterei Satow und presste die Ernte zu leckerem Saft. Regional und bio. Aus 3 Tonnen Äpfel wurden so 2.100 Liter Saft. Diesen geben wir gegen eine Spende im 5-Liter-Karton ab. Meldet euch gern via Mail.

Von den Spenden kaufen und pflanzen wir neue Obstbäume alter und regionaler Sorten!

Mitmachaktion: Rostocker Küstenputz

Am 17. September lud der Offene Rostocker Meeresmüllstammtisch zum jährlichen Küstenputz ein! Rund 120 Helfer*innen haben in ihrem Stadtteil Rostock ein Stück sauberer gemacht und knapp 600 kg Müll vom Boden, aus Wäldern, aus der Warnow und vom Strand entfernt. Unsere Taucher bargen bspw. einen E-Roller, fünf Fahrräder, PC, Satellitenschüssel und vieles mehr aus dem Hafenbecken. Vielen Dank euch allen!

Der Offene Rostocker Meeresmüllstammtisch ist eine Initiative aus Einzelpersonen, umweltschützenden Institutionen und verantwortungsvollen Unternehmen, um sich gemeinsam für saubere Küsten und Gewässer rund um Rostock stark zu machen.

Beim Küstenputztag 2021 beteiligten sich rund 300 Menschen, auch in Booten und als Stand-Up-Paddler, und haben in 2 Stunden rund 700 kg Müll zusammengetragen, darin enthalten waren über 100.000 Zigarettenkippen.

Mehr Infos und die Karte mit den einzelnen Standorten findest du unter www.rostocker-meeresmuell.de.

Demo & Infostand

Für den Schutz und die Wiedervernässung unserer Moore und gegen deren Zerstörung

Entwässerte Moore, deren Torf sich durch den fehlenden Wassermantel zersetzt, stoßen bis zu 50 t CO2-Äq. pro ha pro Jahr aus. Dabei wird neben dem langlebigen CO2 das 310 mal schädlichere Lachgas emittiert. M-V ist ein moorreiches Land. Durch die großflächige Moorentwässerung für die intensive Landwirtschaft sowie die Moorzerstörung für Bauvorhaben stellt diese Quelle mit 6 Mio t CO2-Äq. pro Jahr 1/3 der gesamten Treibhausgasemissionen bei uns im Land dar. Der Schutz intakter Moore und die Wiedervernässung für eine extensive Nutzung ehemaliger Moorböden sind ein immes wichtiger Hebel beim Klimaschutz. Intakte Moore bieten uns aber noch viel mehr lebenswichtige Dienste. Sie produzieren Sauerstoff, sie speichern und verdunsten Wasser, sie filtern Schadstoffe und Feinstäube und sind Lebensraum für eine spezialisierte und damit bedrohte Tier- und Pflanzenwelt. Daher sind auch die Planungen, für den Ausbau des Rostocker Seehafens, das einzigartige und intakte Küstenüberflutungsmoor rund um den Peezer Bach zu zerstören, unverantwortlich und aus der Zeit gefallen. Am 20. Mai haben wir daher gemeinsam mit dem Moorbündnis für Moorschutz, statt Moorzerstörung demonstriert!

Baumscheiben Pflanzaktion

Der Wert von Stadtbäumen kann mit zunehmender Versiegelung, Hitze, Feinstaubbelastung und schwindender Biodiversität gar nicht hoch genug bewertet werden. Doch auch die unscheinbaren Baumscheiben am Fuss des Stamms sind definitiv zu wertvoll, um als Hundeklo oder Trampelpfad missbraucht zu werden. Für den Baum sind bepflanzte Baumscheiben wichtig, da der Boden so durchlässig für Luft und Wasser bleibt und beschattet wird. Für uns Stadtmenschen können bepflanzte Baumscheiben lebendiges Grün mit einer bunten Mischung aus Insekten kleine Erholungsinseln sein. Für die Bepflanzung sollten heimische Wildpflanzen aus dem Fachhandel genutzt werden. Nur diese dienen bedrohten Insekten und bieten wiederum Nahrung für Fledermäuse und Vögel. Ob Färberwaid, Flockenblume oder Baldrian. Auch heimische Arten bieten attraktive Farben und Blüten! Am 13. Mai hat unsere BUNDjugend daher zusammen mit dem städtischen Grünamt die Baumscheiben der Beethovenstraße bepflanzt.

BUND Infostand zu Tschernobyl

Am 26. April erinnerten wir auf dem Uniplatz an den 36. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl und die Gefahren der Atomkraft.

Menschliches Versagen und technische Fehler verursachten die Atomkatastrophe 1986 in Tschernobyl. Bis Kriegsausbruch wurde 36 Jahre lang noch immer aufgeräumt: unter einem neuen Sarkphag mit einer Spannweite von 260 m wurde der havarierte Reaktor Stück für Stück auseinandergebaut und sein Kernbrennstoff geborgen. Die Sperrzone ist 2600 km2 groß. Die aktuellen Kriegsschäden an der Baustelle sind noch nicht absehbar.

Statt in Atomenergie sollte in Energieeinsparung und den Ausbau Erneuerbarer investiert werden. Die Lage M-Vs bietet beste Voraussetzungen. Schon seit Jahren versorgt sich das Land rein rechnerisch zu 100% mit grünem Strom und exportiert Überschüsse. Atomstrom ist weder günstig noch klimaneutral. Solarstrom kann für 2-8 ct/kWh, Windstrom an Land für 4-8 ct/kWh erzeugt werden. Atomstrom ist bis zu 10x teurer, dabei sind Umwelt- und Sicherheitskosten noch nicht einmal eingerechnet. Auch der Rückbau ist unvorstellbar teuer! Bis 2100 wird mit Kosten im dreistelligen Milliardenbereich gerechnet. Die zahlt allein der Steuerzahler, da sich die Unternehmen Zahlungen in Milliardenhöhe über Schadensersatzforderungen einklagen. Ein Atommüllendlager gibt es weltweit noch nicht! Auch ist Atomenergie nicht klimaneutral. Der Abbau des Uranerzes, die Urananreicherung und der Bau der Anlagen schlagen mit bis zu 110g CO2-Äq./kWh zu Buche. Länder, die derzeit neue AKW – auch in Reichweite von M-V – planen, sollten sich der ökonomischen und ökologischen Nachteile von Atomenergie bewusst werden und auf ihre Potenziale bei Erneuerbaren heben.

Müllsammlung am Strand von Torfbrücke

Die absurd großen Müllstrudel in Pazifik und Atlantik sind bekannt, doch auch an unserer scheinbar sauberen Ostseeküste finden wir regelmäßig Müll am Strand und im Spülsaum. Am 23. April trafen wir uns wieder zur Müllsammelaktion am Strand von Torfbrücke.

Müll ist ein Problem für die Tiere der Ostsee. Kleine Plastikteilchen werden für Nahrung gehalten und sammeln sich in den Organismen an. Große Plastikteile werden verschluckt und töten Vögel und Meeressäugetiere umgehend. Alte Fischernetze, sog. Geisternetze und Taue werden zur tödlichen Falle.

Ein weiterer Hauptbestandteil der letzten Müllsammlungen: Zigarettenkippen - bis zu 2200 Stück auf 100m Strand. Zigarettenfilter enthalten einen Cocktail aus bis zu 4000 Chemikalien und zersetzen sich erst nach 10 bis 15 Jahren. Eine einzige Zigarettenkippe vergiftet 1l Wasser in tödlicher Dosis für Fische! Für Kleinkinder am Strand ist das Verschlucken der hochtoxischen Zigarettenkippen besonders gefährlich.

BUND Online-Tagung "Kommunaler Holzbau - ökologisch, notwendig und machbar

Die Produktion von Zement ist für rund 8% des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Kies und Sand sind endlich. Die BUND Online-Tagung am 22. März bot einen Austausch zu Grundsätzlichem der ökologischen Alternative Holzbau:

Gibt es einen Widerspruch zwischen Waldumbau/Waldschäden zur Holznutzung für den Bau? Welches Klimaschutzpotenzial, welche Ressourceneffizienz bietet der Holzbau? Wie ist der Stand in M-V und welche Projekte wurden realisiert? Mit welchen Tools kann der Holzbau den Kommunen erleichtert werden? Wie Projekte richtig ausschreiben? Referent*innen aus der Holz- und Sägeindustrie, vom Landesbeirat Holz M-V, aus dem Hochschulbereich, dem Städte- und Gemeindebund und aus der Praxis stellen aktuelles Wissen bzw. Erfahrungen vor.

Die Dokumentation findet ihr unter www.oekologischesbauen/tagungen/holzbau

BUND Infostand zu Fukushima

Der BUND erinnerte am 11. März mit einer Aktion an den 11. Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima und die aktuellen Gefahren der Atomkraft.

Atomenergie ist nicht zu beherrschen, teuer und weltweit bisher ohne Lösung für die Lagerung von Atommüll! Ein Super-GAU wie in Fukushima bedeutet für die Bevölkerung vor Ort Verlust von Heimat, Krebserkrankungen, Millionen Kubikmeter radioaktiv belastetes Wasser und Millionen Kubikmeter Atommüll. Es gibt bisher keinen Standort, an dem Atommüll für die benötigten 1 Million Jahre sicher lagern kann! Allein in Deutschland warten rund 600.000 m3 Atommüll, teils hoch radioaktiv, auf einen Standort, an dem er für 1 Million Jahre sicher gelagert werden soll. Durch die noch drei laufenden AKW kommt täglich weiterer Atommüll dazu, daher ist es dringend an der Zeit diese letzten Atomkraftwerke in Deutschland, wie geplant, in diesem Jahr abzuschalten.

BUND Online-Tagung "Kommunales Siedlungsgrün - schaffen, kombinieren und ökologisch aufwerten"

Siedlungsgrün speichert und verdunstet Wasser, bindet Feinstäube und Schadstoffe, produziert Sauerstoff, dämmt gegen Kälte und Wärme, lässt sich auf Dächern optimal mit Solarenergie kombinieren und bietet letztendlich einen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Angesichts von Starkregenereignissen, zunehmender Hitzetage und Dürreperioden, aber auch des massiven Artensterbens, wird naturnahes Siedlungsgrün mit seinen ökologischen Funktionen wichtiger und unverzichtbar.

Mit Vorträgen zu den erwartbaren Klimafolgen, zur ökologischen Aufwertung öffentlicher Grünflächen, zu Dach- und Fassadengrün, zu praktischen Beispielen und zu Handlungsempfehlungen luden wir im Dezember Kommunen, kommunale Vertreter und interessierte Akteure aus M-V herzlich ein.

Videos & Vorträge unter www.oekologisches-bauen/tagungen/siedlungsgruen/

Vortrag: Städte an den Klimawandel anpassen

Unser Referent für ökologisches Bauen Julius Pätzold, hielt im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche des Astas, einen Vortrag darüber, wie wir unsere Städte an die Folgen des Klimawandels anpassen können.

Die Anforderungen an die Städte dem fortschreitenden Klimawandel zu begegnen steigen. Es wird eine Zunahme der Hitzetage sowie der Starkniederschläge prognostiziert. Die Städte sind gezwungen darauf zu reagieren. In dem Vortrag sollen die Möglichkeiten einer nachhaltigen Stadtgestaltung beleuchtet werden um die Klimawandelfolgen abzuschwächen. Anhand von ausgewählten Beispielen soll gezeigt werden, welche positiven Auswirkungen, aber auch welche gesellschaftlichen und technischen Schwierigkeiten zu erwarten sind.

Kontakt: Julius Pätzold julius.paetzold(at)bund-mv.de

Neue Apfelbäume für unseren Obsthain

Im November haben wir unseren Wiethagener Obsthain um weitere 10 Apfelbäume erweitert. Die Pflanzaktion wurde vom Stadtforstamt vorbereitet und durchgeführt. Die Pflanzungen wurden mit einem Verbißschutz umzäunt, die Baumscheiben mit einer Mulchdecke geschützt und für den nächsten trockenen Sommer mit Bewässerungssäcken ausgestattet.

Den Kauf der Bäume alter Sorten hat der BUND Rostock über Spendeneinnahmen für den eigenen Apfelsaft finanziert. Somit entwickeln und erhalten wir einen Genpool alter Obstsorten sowie einen der bedrohtesten Biotoptypen: die Streuobstwiese. Flyer

Vortrag: Zigarettenabfälle - Sondermüll und Altlast für Generationen

Im Rahmen der kritischen Einführungstage des AStAs klärte Julius Pätzold vom BUND Rostock in seinem Vortrag auf, denn: Zigarettenabfälle sind Sondermüll und Altlast für Generationen. Zigarettenfilter sind eine vernachlässigte Gefahr, denn der Abbau in der Umwelt kann Jahre bis Jahrhunderte in Anspruch nehmen und dabei Schadstoffe freisetzen.

Vortrag: Medikamente richtig und umweltgerecht entsorgen

Die Umgebung Rostocks zeichnet sich durch eine hohe biologische Vielfalt aus.
Ostsee, Bodden, Strand, Seen, Wald, Moore beherbergen viele unterschiedliche Tiere, Pflanzen und Pilze. Diese Vielfalt ist bedroht durch Lebensraumzerstörung, zu viele Nährstoffe, aber auch durch Schadstoffe. Diese stammen aus Industrieabwässern oder z.B. weggeworfenen Zigaretten, aber auch Medikamente können für die Umwelt schädlich sein. Medikamente und ihre Rückstände gelangen übers Abwasser in die Umwelt. Dies gilt es zu verhindern. Aber wie? Im Rahmen des Seniorentages hat unsere Referentin für Meeresschutz Susanna Knotz in einem Vortrag erläutert, wie es geht.

Zum Nachhören

Meeresmüll-Ausstellung im Rathaus Foyer

Ausstellungseröffnung mit Kunstaktion "Kippenkleid"

Zwischen dem 2. und 18. Sepbtember zeigten wir eine von einem Bündnis rund um den Offenen Rostocker Meeresmüllstammtisch gestaltete Ausstellung im Foyer des Rathauses. Jedes Plakat betont unterschiedliche Aspekte von Meeresmüll und soll zum Nachdenken anregen und Veränderungen anstoßen.

Zur offiziellen Ausstellungseröffnung stellte der BUND Rostock sein neues Projekt "Kein Plastik in die Stadt" vor. Mit von der Partie war ein von einer Bremer Künstlerin aus 3.000 Kippen genähtes "Kippenkleid". Diese Kunstaktion fokussiert auf das massive Umweltproblem von weggeschnippten Zigartettenstummeln, die nicht nur hochtoxische Schadstoffe in die Umwelt entlassen, sonder aus nicht abbaubarem Kunststoff bestehen.

Stadtraumausstellung: KistenKunst

Vom 1. bis zum 22. August konnten an zehn verschiedenen Standorten in Rostock rund 50 kreativ gestaltete Kisten bestaunt werden. Auch der BUND Rostock hat sich mit einer Kiste zum Thema Müll am Strand und im Meer beteiligt. Unsere Kiste war im Stadthafen am RostDock zu sehen.

Die Freudestifter der Hanseatischen Bürgerstiftung Rostock und das Amt für Stadtgrün haben die Kunstaktion ins Leben gerufen.

Weitere Infos unter https://www.kistenkunst.de/

Hafenausbau -

nicht auf Kosten von Moor, Bach, Wald und Steilufer

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