Das Kühlungpotential der Bäume
Ahornallee in der Rotenbergstraße
(Angelika Vetter-Kurz)
Für unsere Treetag Kampagne 2024 haben wir die vier Ökosystemleistungen:
- Kohlenstoffsequestrierung
- Sauerstoffproduktion
- Wasserrückhaltevermögen
- Feinstaubbindung
untersucht und auf unseren Baumpässen für alle sichtbar gemacht. Dieses Jahr möchten wir ihr Kühlungspotential in den Fokus stellen (hier findet Ihr weitere Informationen zu unserer Kampagne aus dem letzten September).
Warum Bäume die Umgebung abkühlen
Bäume bringen zahlreiche Vorteile für Städte mit sich: Sie verschönern Straßen und Plätze, filtern Schadstoffe aus der Luft und tragen zur Steigerung der Lebensqualität bei. Doch nicht nur das – sie wirken auch als natürliche Klimaanlagen, wie verschiedene Studien gezeigt haben. Aber wie genau funktioniert das?
Ein Baum ersetzt bis zu zehn Klimaanlagen
Diese Aussage mag zunächst überraschend klingen, doch Forscher der niederländischen Universität Wageningen haben berechnet, dass ein einzelner Baum eine durchschnittliche Kühlleistung von 20 bis 30 Kilowatt erbringen kann. Zum Vergleich: Eine herkömmliche Klimaanlage schafft lediglich etwa 2 Kilowatt. Dabei spielt die Größe des Baumes eine entscheidende Rolle.
Bäume kühlen effektiver als Grünflächen
Wissenschaftler der ETH Zürich haben untersucht, wie städtische Naturflächen optimal gestaltet sein sollten, um die Umgebungstemperatur zu senken. Das Ergebnis: Bäume kühlen deutlich besser als reine Rasen- oder Blumenflächen. Dies liegt nicht nur an ihrem Schatten, sondern auch an den großen Mengen Wasser, die sie über ihre Blätter verdunsten. Laut der Studie kühlen baumbestandene Flächen zwei- bis viermal effektiver als reine Rasenflächen. Der gemessene Temperaturunterschied beträgt dabei bis zu 12 Grad Celsius.
Weitere Informatioen zur nächsten Treetag-Kampagne folgen in Kürze.