Residenzstädterundweg: über 1.100 Menschen fordern "Kein Asphalt im Wald!"
Übergabe der Unterschriften.
Datum: 09.11.2026
Uhrzeit: 16:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Kommt am 09.11.2026 zum Rathaus!
Am Montag, 09.11.2026, 16:30 Uhr bis 17:00 Uhr übergeben einige der Unterzeichnenden zusammen mit dem BUND Schwerin über 1.100 Unterschriften (Stand Ende Oktober) und fordern „Kein Asphalt im Wald!". Ab 16:30 Uhr versammeln sie sich vor dem Rathaus in Schwerin. Kurz vor Beginn der Sitzung nimmt die Stadtpräsidentin Mandy Pfeifer als Repräsentantin der Stadtvertretung der Landeshauptstadt Schwerin die Unterschriften entgegen.
Die Stadtvertretung wird darüber entscheiden, wie der Waldweg zwischen Zippendorf und Mueß gestaltet wird. Die SDS (Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin) plant die Asphaltierung auch im naturnahen Wald. Die letzten Wochen hat die Stadtpolitik über zwei Anträge beraten, mit denen die Stadtvertretung der SDS eine andere Gestaltung auftragen würde. In dem Antrag der Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN/Die PARTEI heißt es: „Der Waldweg zwischen Zippendorf und Mueß wird nicht zu einem asphaltierten Radweg ausgebaut. Der bestehende naturnahe Charakter des Weges soll erhalten werden."
Die Fraktion Unabhängige Bürger/FDP hat zusammen mit der Ortsteilvertretung Zippendorf beantragt: „Anstelle einer durchgängigen Asphaltierung der Wegeverbindung zwischen Mueß und Zippendorf wird die in der Anlage zu diesem Antrag dargestellte Kompromisslösung umgesetzt." Danach sollen die bisher mit Schotter befestigten Abschnitte und die starke Steigung kurz vor dem Rastplatz im Wald asphaltiert werden. „Der übrige, ... naturnahe Wegeabschnitt bleibt als Naturweg erhalten und wird nicht asphaltiert."
Durch Beschluss eines dieser beiden Anträge würde die Forderung der Unterzeichnenden umgesetzt werden:
- Die Stadtvertretung soll beschließen, dass der Waldweg zwischen Zippendorf und Mueß nicht asphaltiert wird.
- Der bestehende naturnahe Charakter des Weges soll erhalten bleiben.
- Keine Verwendung von rund 776.000€ Steuergeldern für den Asphaltausbau, da der Weg bereits nutzbar ist.
- Vermeidung von Baukosten und Folgekosten (Pflege, Instandhaltung, spätere Neuasphaltierung) für Stadt und Land als Fördermittelgeber.
In fast 300 Kommentaren (Stand Ende Oktober) zur Unterschriftenaktion machen viele Menschen deutlich: Ihr Herz hängt an dem Naturerlebnis auf dem unbefestigten Waldweg am Ufer des Schweriner Sees. Auch darum wurde dieses Gebiet als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen: Schönheit, Eigenart und Vielfalt sollen nicht verbaut werden.