BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Wiesen und Wald statt Asphalt!

17. August 2021 | Energiewende, Klimawandel, Mobilität

Protest-Wanderung zum B96-Ausbau am 21.August 2021

Am kommenden Samstag, 21.August 2021 lädt das Aktionsbündnis „B96-Ausbau - So nicht!“ zu einer Protest-Wanderung entlang der geplanten neuen Trasse parallel zur B 96 ein. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Parkplatz Usadel. Mit einem gemeinsamen Blick auf die Landschaft startet die Wanderung ab Parkplatz und führt durch den Wald bei Rodenskrug zurück zur Feldsteinscheune nach Usadel. Hier können Bilder einer Fotoausstellung zum Bau der B96 auf Rügen angeschaut werden.

„Wir protestieren mit der Wanderung gegen die Ausbaupläne und fordern stattdessen einen maßvollen Ausbau zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg“, so Roland Schaeper, Sprecher der Initiativgruppe der Anliegergemeinden. „Wir wollen während der Wanderung die Möglichkeit nutzen, um die Bevölkerung über das Ausmaß der geplanten Baumaßnahmen zu informieren.“ so Schaeper weiter.

Annett Beitz vom BUND Neubrandenburg ergänzt: “Die Planungen für diese Straße erfolgten zu einer Zeit, als die Diskussion über den Klimawandel gerade erst begonnen hat. Jetzt gibt es quasi niemanden mehr, der ernsthafte Zweifel daran hat. Der Verkehrssektor gehört zu den Treibern des Klimawandels und hat bislang wenig beigetragen, um die Klimaziele zu erreichen. Ein Ausbau der B96 wie geplant würde den Menschen hier vor Ort einen Zeitgewinn von ca. 3 Minuten bringen, der aus unserer Sicht auch mit den von uns vorgeschlagenen Maßnahmen erreicht werden kann. Der zusätzliche Verkehr, der durch den Ausbau auf die Straße gelockt würde, würde aber dem Klimaschutz einen Bärendienst leisten. Wir brauchen eine Umkehr in der Verkehrspolitik, mehr Bahn und ÖPNV und dort attraktive Verbindungen und mehr regionale Wirtschaftskreisläufe und weniger Gütertransporte.“ 

Die Veranstalter bitten darum, einen Mund-Nasen-Schutz zur Protest-Wanderung mitzubringen.

Für Rückfragen:

Annett Beitz, BUND Neubrandenburg: T.: 0395 – 5 666 512, e-Mail: info(at)bund-neubrandenburg.de

Roland Schaeper, Sprecher der Initiativgruppe Anliegergemeinden. T.: 0176 – 2026 9330

Mehr Informationen zum Aktionsbündnis „B96-Ausbau: So Nicht!“

Das Aktionsbündnis „B96-Ausbau: So Nicht“ wurde 2018 in Neubrandenburg gegründet und engagiert sich für einen bedarfsgerechten Ausbau der B 96 zwischen Fürstenberg, Neustrelitz und Neubrandenburg.  Neben dem BUND arbeiten verschiedene Verbände, Gemeinden und Initiativen aus der Region und aus Fürstenberg/Havel mit. Seit Anfang 2020 vernetzt sich das Aktionsbündnis verstärkt nach Süden in das Land Brandenburg und hat weiterhin starken Mitgliederzuwachs.

Dem Bündnis geht es besonders darum, dass der Flächenverbrauch in Grenzen gehalten wird und insbesondere der Naturraum geschont wird. Aus Sicht des Bündnisses sollten die Planungen behutsamer erfolgen, um die Strecke nicht noch attraktiver für den Schwerlastverkehr zu machen.

In einem Geoportal (www.b96-ausbau-so-nicht.de) zeigt das Bündnis den aktuellen Streckenverlauf, den Planungsstand und die Dimensionen für den Ausbau der B 96 zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg auf.

Weitere Informationen zum Aktionsbündnis „B96-Ausbau: So Nicht!“ im Internet unter www.b96-ausbau-so-nicht.de

Zum „Aktionsbündnis „B96-Ausbau: So Nicht!“ gehören:

aus Mecklenburg-Vorpommern:

  • Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Ortsgruppe Neubrandenburg und Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
  • Naturschutzbund Deutschland (NABU) Neubrandenburg
  • Verkehrsclub Deutschland (VCD) Nordost
  • Gemeinde Blumenholz
  • Initiativgruppe Anliegergemeinden (IGA)
  • Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburgische Seenplatte und Mecklenburg-Vorpommern

aus Brandenburg:

  • Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Landesverband Brandenburg
  • Naturschutzbund Deutschland (NABU) Gransee und Landesverband Brandenburg
  • Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Brandenburg
  • Arbeitskreis Lebendiges Fürstenberg
  • Bürgerbund „Leben am Griebener Weg“
  • Bündnis 90/Die Grünen Oberhavel

Die B96 ist seit Februar 2021 auch Teil der BUND-Broschüre „Desaster im Dutzend“. Sie finden die Broschüre unter: https://www.bund.net/themen/mobilitaet/infrastruktur/fernstrassen/desaster-im-dutzend

An zwölf Bundesfernstraßenneubauprojekten zeigt der BUND auf, welche grundsätzlichen Mängel sich durch einen großen Teil der im Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgeführten 1.360 Fernstraßenprojekte ziehen.

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