Ob leuchtender Kleiner Feuerfalter (s. Bild) oder tanzende Libelle, am Grünen Band bei Herrnburg brummt es vor Leben. Im Rahmen der Lübecker Aktionstage Artenvielfalt sollen am 30. Mai 2026 von 14 – 16 Uhr unter fachlicher Leitung die Schmetterlingswelt entdeckt werden und Teilnehmer erfahren, warum beispielsweise der Sauerampfer überlebenswichtig ist. „Wir erleben derzeit das größte Artensterben seit der Zeit der Dinosaurier. Weltweit sind etwa 28 Prozent der Arten bedroht“, erklärt Jessica Sommer vom BUND MV. „Umso wichtiger ist es, Hotspots wie das Grüne Band zu erhalten und den Menschen zu zeigen, welche Schätze direkt vor unserer Haustür liegen.“ Es erwartet Sie ein spannender Rundgang durch die Herrnburger Binnendüne, dort wo einst die Grenze verlief und sich heute ungestört die Natur entwickeln kann.
Treffpunkt ist der Wanderparkplatz am Pomertstein in Lüdersdorf. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung kann per E-Mail an jessica.sommer@bund-mv.de erfolgen.
Tipp für das Wochenende: Wer möchte findet den BUND MV auch am Sonntag, den 31. Mai 2026 von 11 – 17 Uhr am Stand des Projekts HOTSPOT28 auf dem Öko- und Vielfaltsmarkt im Rahmen des Tags der Artenvielfalt im Domhof in Lübeck. Dort können Sie unter anderem bei unserem Quiz mitmachen und mit ein wenig Glück beim Glücksrad Preise gewinnen!
Der Hintergrund: Ein lebendiges Denkmal Das Grüne Band bei Herrnburg ist Teil eines 1.400 Kilometer langen Biotopverbundes entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Wo Deutschland einst geteilt war, konnte sich die Natur über Jahrzehnte fast ungestört entfalten. Heute reihen sich hier wertvolle Lebensräume aneinander, von den Trockenrasen der Herrnburger Binnendüne bis hin zu den Feuchtbiotopen der Wakenitz.
Die Exkursion ist Teil des Verbundprojektes HOTSPOT28 „Natürlicher Klimaschutz im Norden“, das im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz, und nukleare Sicherheit sowie durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern mit Mitteln des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg Vorpommern sowie durch das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Schleswig-Holstein gefördert wird und den Natur- und Klimaschutz von der Wakenitz bis hin zur Ostsee fördert. Der Hotspot 28 ist einer von 30 Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland. Hotspots der biologischen Vielfalt sind Regionen mit einer besonders hohen Dichte und Vielfalt charakteristischer Arten, Populationen und Lebensräume.
Mehr Informationen:
• Das Grüne Band: Vom Todesstreifen zur Lebenslinie (bund.net)
• HOTSPOT28 – Natürlicher Klimaschutz im Norden
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