Die Swienskuhlen haben sich nach der letzten Eiszeit entwickelt und sind noch so arten- und strukturreich, dass ihre ökologischen Leistungen für die Menschen in Rostock unbezahlbar sind. Ein Hektar dieses Waldes kann bis zu 2 Millionen Liter Wasser speichern und filtert Niederschläge zu direkt trinkbarem Grundwasser. Die Swienskuhlen beherbergen besonders wertvolle Urwaldreliktarten, die es nur noch in so alten Wäldern gibt, die aber mit jedem Hektar weniger ihr Minimalareal verlieren und für immer verschwinden. Das Wertvollste liegt allerdings im Verborgenen: der jahrtausendealte Waldboden speichert zuverlässig Kohlenstoff, schluckt Schadstoffe, filtert Wasser und sichert ein artenreiches Bodenleben.
„Die Swienskuhlen leisten uns lebenswichtigen Natur- und Klimaschutz, im Gegensatz zu 80% unserer Wälder, die bereits unter Artensterben und Klimawandel leiden. Auch die geplante Teilrodung der Swienskuhlen wäre ein unwiederbringlicher Verlust und eine Gefahr für das Allgemeinwohl. Und lässt sich nicht damit rechtfertigen, dass an dieser Stelle für die Energiewende produziert wird. Wir dürfen natürlichen Klima- und Naturschutz natürlich nicht gegen den Technischen ausspielen. Wir brauchen beides gleichwertig.“ so Susanne Schumacher, Sprecherin des BUND Rostock.
Solange nicht-kaikantengebundene Unternehmen und ebenerdige Parkplätze kaikantennahe Hafenflächen besetzen und solange es noch eine große freie Fläche im Ölhafen mit eigener Kaikante gibt, solange gibt es noch Alternativen für EEW. Es war fahrlässig, so einem wichtigen Unternehmen eine so konfliktreiche Fläche anzubieten, wohlwissend unter welchem Druck das Unternehmen steht. Auch die jetzt noch freie Fläche kostet uns Moorboden, Röhrichte und Baumweiden-Sumpfwald. Doch es wäre ein Kompromiss.
„Die Swienskuhlen sind das Naturkapital unserer Kinder. Um das zu schützen und ihnen damit auch zukünftig Lebensgrundlagen zu sichern, müssen wir eine Klage erwägen.“ erklärt Schumacher. Damit es nicht soweit kommt, appelliert der BUND an die Entscheidungsträger, die genannten Alternativen sorgfältiger zu prüfen.
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Für Rückfragen: Susanne Schumacher 0176 21311985
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