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BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Raserei auf Schweriner Seen nimmt zu

27. August 2015

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Schwerin registrierte 101 Rasereiereignisse auf den Schweriner Seen an einem Wochenende. Der BUND stellt über seine im Monat August online über ihre Internetseite geführte Jetski-und Powerboot-Dokumentation weiterhin fest, daß in den Erholungs- und Vogelschutzgebieten der Schweriner Seen die vorgegebenen Geschwindigkeitsregeln von einem erheblichen Teil der Bootsführer nicht eingehalten werden. So beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit für ein Motorsportboot 25 Kilometer pro Stunde in einem Mindestabstand von 100 Metern zur Uferkante auf den zu den Binnenwasserstraßen zählenden Seen. Unterhalb dieses Abstandes vom Ufer ist eine Höchstgeschwindigkeit von 9 Kilometern pro Stunde einzuhalten. In der August-Auswertung der BUND-JetskiDoku (www.bund-mv.de/jetskidoku) wurden die mit Kurz-Videos belegten, auch ohne Meßgerät erkennbar über der vorgeschriebenen Geschwindigkeit liegenden Speed-Ereignisse zusammengefaßt. Dabei wurden lediglich vier von achtzehn möglichen Seegebieten betrachtet.
Volker Thomas vom BUND Schwerin: „Das Ergebnis ist schockierend: 172 Speed-Ereignisse von Jetski-, Schlauchboot, Motorboot- und Powerboot-Fahrern in einem Monat!“
Am ersten Augustwochenende wurde die "Speed-Saison" nach Beobachtungen des BUND von fünf Jetski im nord-östlichen Seegebiet des Ziegelaußensees in einer beispiellosen Raserei mitten durch die belebte Wasserskistrecke eröffnet. Ab Mitte des Monats zeichnete sich eine deutliche Zunahme des regelwidrigen Verhaltens von Motorboot-Fahrern ab, wobei Jetski-Fahrer am 14.08. mit 12 Ereignissen mit teilweise High-Speed-Geschwindigkeiten (über 50 km/h) herausstachen.
„Am vergangenen Wochenende erreichte die Speed-Saison in den Schutzgebieten ihren Höhepunkt. So wurden durch den BUND-Schwerin innerhalb vom Freitag bis Sonntag insgesamt 101 deutlich über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit liegende Ereignisse durch Kurz-Videos dokumentiert.“ so Volker Thomas vom BUND Schwerin. Ob es sich dabei um nicht geahndete Ordnungswidrigkeiten handelt, konnte nicht festgestellt werden, da sich aus Sicht der Wasserschutzpolizei das Jetski-Problem "nicht so tragisch" (SVZ - 17.08.2015) darstelle, wie der BUND es beschreibt.
Die BUND-Gruppe Schwerin fordert zur Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit für Wassersport, Erholung und Tourismus sowie zur Einhaltung des Störungsverbotes in Vogelschutzgebieten, daß langfristig ein Verbot für das Befahren sämtlicher Schutzgebiete durch Jetski (Wassermotorräder) ausgesprochen wird. Zudem müsse die mit einem hohen Unfallrisiko behaftete Wasserskistrecke auf dem Ziegelaußensee ersatzlos gestrichen werden.

Für Rückfragen: Volker Thomas, BUND, T. 0152 04295250, Corinna Cwielag, T. 0385 521339-12 oder mobil: 0178 5654700  

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