BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.
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Maximaler Schaden für die Natur für minimalen Beitrag zum Wohnungsbau

23. März 2017

BUND-Kritik an der Bebauung im LSG Diedrichshäger Land

Der BUND ist entsetzt über die Planungen der Rostocker Stadtverwaltung, mitten im Landschaftsschutzgebiet und im Küstenbereich ein Wohngebiet zu errichten. „Wir werden alles daran setzen, dieses Vorhaben zu verhindern, das einen unverantwortlichen Eingriff in die Natur und in ein Erholungsgebiet für Menschen darstellt,“ betont Susanne Schumacher, Vorsitzende des BUND Rostock.

Der BUND wendet sich mit einem Schreiben an die Mitglieder der Rostocker Bürgerschaft und hofft, dass das Vorhaben am 5. April von der Bürgerschaft abgelehnt wird. In seinem Schreiben nennt der BUND sieben Gründe, die gegen die Bebauung sprechen.

Neben der Lage im Landschaftsschutzgebiet wird unter anderem die Bebauung wichtiger Äsungsflächen für Zugvögel kritisiert, die nach dem Zug über die Ostsee dringend offene Flächen in Ostseenähe benötigen, um dort zu Äsen.

„Völlig unverständlich ist uns, dass für nur etwa 170 Häuser ein riesiges Gebiet von 350.000 m² mitten im Landschaftsschutzgebiet zerstört werden soll“, kritisiert Susanne Schumacher vom BUND. „Für einen minimalen Beitrag zur Lösung des Rostocker Wohnungsproblems wird hier ein maximaler Schaden für Natur, Landschaft und Erholung angerichtet!

Auch bei größeren Grünanteilen in dem Gebiet würde die Fläche ihre Funktion für die Natur verlieren. Zersiedelt durch Häuser, zerschnitten durch Straßen und Wege bleibt gerade für Rastvögel, die auf größere freie Flächen angewiesen sind, kein Platz.“

Ein Wohngebiet an dieser Stelle ist aus Sicht des BUND in keiner Weise zukunftsfähig. Die dünne Besiedlung am äußersten Stadtrand macht eine Anbindung an den ÖPNV und die Fernwärme unsinnig. Statt dessen würden zunehmender Autoverkehr durch Warnemünde und ineffektive Einzelheizungen die Folge sein. Und das auf hochwertigen Böden, die eigentlich durch das Landesraumentwicklungs­konzept geschützt seien.

Der BUND begrüßt die weitsichtige Entscheidung des Ortsbeirats Warnemünde, der sich mit deutlicher Mehrheit gegen die Bebauung ausgesprochen hat. 

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