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BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Landwirtschaft statt Agrarindustrie

14. Januar 2016

BUND fährt zur Agrardemo nach Berlin

Aus Rostock, Neubrandenburg und Schwerin fährt der BUND zur Agrardemo nach Berlin.

Der BUND Rostock bietet Plätze im Bus und im Zug an. Die Abfahrt des Busses ist vom Hauptbahnhof Nordseite um 8:15 Uhr, gemeinsame Zugfahrt 15 Minuten später für Überzählige vor dort. Kosten:  €10,- für Hin- & Rückfahrt (Zug & Bus)  Anmeldung unter info@bund-rostock.de

Fahrkartenvorverkauf: Rostock | Grünes / BUND-Büro am Doberaner Platz, Wismarsche  Str. 3 Rostock |

Güstrow | Himmel & Erde Naturkost | Hageböcker Str. 108 Güstrow |

Der BUND Schwerin bietet Mitfahrgelegenheiten zur Agrardemo „Wir haben es satt“ in Berlin am Sonnabend, den 16. Januar 2016 an. Treffpunkt für die gemeinsame Reise mit der Bahn ist um 7:45 in der Bahnhofshalle. Kosten für Hin- und Rückreise mit der Bahn betragen 12 Euro. Die Demonstration in Berlin beginnt um 12:00 auf dem Potsdamer Platz und führt zum Bundeskanzleramt. Dort findet um 14:00 die Abschlußkundgebung statt.

 Der BUND Neubrandenburg fährt gemeinsam mit den Grünen um 9:30 Uhr ab  Neubrandenburg. Treffen ist ab 9:15 Uhr in der Bahnhofshalle. Kosten: anteilig am Gruppenticket mind. 11.20 € für Hin- & Rückfahrt.

 Die Demo „Wir haben es satt“ findet zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin statt. Hintergrund ist die verheerende Industrialisierung der Landwirtschaft mit Massentierhaltung, Pestizideinsatz, Bodenverlust und gefährlicher Agrogentechnik.  BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag: „Die Agrarindustrie vernichtet Böden, Wasser, Artenvielfalt und Landschaft. In Mecklenburg-Vorpommern stehen viele der größten Massentierhaltungsanlagen der Bundesrepublik. Die größten Schweineanlagen zählen über 30.000 Tierplätze, die größten Geflügelanlagen haben 830.000 bis 966.000 Masthähnchen je Durchgang. Trotz Milchkrise werden Kuhställe zu Milchfabriken mit tausenden Tieren erweitert. Mit Gestank, Schadstoffen und Industrieverkehr belasten sie Natur und Anwohner. Gegen zahlreiche Neuplanungen wehren sich Bürgerinitiativen, BUND-Gruppen und Gemeinden. Die Politik kann sich weder auf Obergrenzen für den Zubau noch auf wirksame Standards für den Tierschutz einigen. Die Gewässer sind durch die intensive Bewirtschaftung der Flächen in Gefahr! Bei unseren Untersuchungen sind in 12 von 15 Gewässern Rückstände von giftigen Pestiziden gefunden worden. Die Böden Mecklenburg-Vorpommerns sind in Gefahr. Durch intensive Bewirtschaftung mit schweren Maschinen und Kunstdünger sind fast 50 % der Böden durch Verdichtung gefährdet, bis zu 200Tonnen Boden je Hektar gehen durch Wind- und wassererosion verloren. Zwei Drittel aller existierenden Hecken sind bis 1991 vernichtet worden. Die Agrogentechnik kommt durch die Hintertür zurück. An der Universität Rostock finden neue Versuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen statt! - Wir haben allen Grund zu demonstrieren.“  

Hintergrund Agrarindustrie

Das weltweit am meisten genutzte Pestizid, Glyphosat von Monsanto, wird von der Weltgesundheitsorganisation als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft +++ Der Export von Milchpulver und Fleisch zu Dumpingpreisen zerstört lokale Märkte im globalen Süden +++ Die extrem niedrigen Milch- und Schweinefleischpreise beschleunigen das Höfesterben +++ Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA gefährden die bäuerliche Landwirtschaft +++ Agrarfabriken mit 57.000 Schweinen, 2.000 Kühen oder 450.000 Hühnern sind in Deutschland genehmigt worden +++ Landraub durch Großinvestoren entzieht Bäuerinnen und Bauern die Lebensgrundlage +++ Konzerne wollen neues Gentechnik-Saatgut auf unsere Felder bringen +++ Rund 70 % des Fleisches werden hierzulande als Sonderangebot in Discountern zu Billigpreisen vertrieben+++

Für Rückfragen: Corinna Cwielag, 0385 5654700 oder 0178 5654700 (auch vor Ort in Berlin) 

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