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BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Landwirtschaft ohne Glyphosat

17. August 2016

Der BUND in Schwerin lädt am Mittwoch, den 24. August 2016 um 19 Uhr zu einem Vortrags-und Diskussionsabend in das Schleswig-Holstein-Haus (Puschkinstraße 12) in Schwerin ein. Eine „Landwirtschaft ohne Glyphosat“ ist Thema des Abends. Denn für das in der Landwirtschaft eingesetzte Totalherbizid Glyphosat besteht nach erheblichen Protesten nur noch für 18 Monate eine Genehmigung.

Einen Einführungsvortrag zum Thema hält Martin Häusling, Landwirt und Mitglied des Europäischen Parlaments, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion und Mitglied im Umweltausschuss des Europäischen Parlamentes. Häusling hat sich auch mit den Hintergründen um Glyphosat in den geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA auseinandergesetzt. Konzerne wie Monsanto machen mit dem Pflanzengift und durch Gentrechnik resistente Pflanzen ein Riesengeschäft. Der BUND fordert, auf Glyphosat in der Landwirtschaft zu verzichten. Häusling  wird dazu Beispiele vorstellen. Zum Diskussionsabend sind auch die regionalen Bauernverbände eingeladen. Die Moderation des Abends hat Corinna Cwielag, Landesgeschäftsführerin des BUND.

 

HINTERGRUND

Viermal haben bis Juni 2016 die Regierungen Europas eine Genehmigung des Unkrautvernichters Glyphosat verweigert und damit gezeigt, dass mögliche Risiken für den Menschen und die längst erwiesenen Schäden für unsere Tier- und Pflanzenwelt nicht weiter hingenommen werden können.

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten verwendete Pflanzengift (Herbizid). Es wird auf 40 Prozent der deutschen Ackerfläche eingesetzt. Es ist auch unter dem Handelsnamen RoundUp bekannt, einem Kassenschlager des Monsanto-Konzerns. Glyphosat tötet jede Pflanze auf dem Feld, sofern sie nicht entsprechend gentechnisch verändert wurde. Weniger Wildpflanzen auf und neben den Ackerflächen bieten auch weniger Lebensraum für Bienen und andere Insekten. Und diese sind wiederum Hauptnahrung für viele Vögel. Der Einsatz von Glyphosat und anderen Pestiziden führt damit zu einer geringeren Artenvielfalt. 30 Prozent aller Vögel der Agrarlandschaft stehen bereits auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Besonders empfindlich reagieren Amphibien auf das Herbizid. Ihre Embryonalentwicklung wird gestört, viele Kaulquappen sterben. Glyphosat wird deshalb auch für das weltweite Amphibiensterben mitverantwortlich gemacht. Laut Krebsforschungsagentur der WHO ist Glyphosat wahrscheinlich krebserregend beim Menschen. Etwa 70 Prozent der Deutschen sind für ein Verbot von Glyphosat, bei über 70 Prozent lässt es sich im Urin nachweisen. Die EU-Pestizidgesetzgebung und das Zulassungsverfahren von Glyphosat sind bislang auf die Bedürfnisse der Hersteller zugeschnitten. Der BUND fordert, Glyphosat zu verbieten.

 

Für Rückfragen: Corinna Cwielag, Landesgeschäftsführerin BUND Mecklenburg-Vorpommern: T.: 0385 521339-12 oder 0178 5654700


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