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BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Kohlekraftwerke stilllegen, Hambacher Wald leben lassen – jetzt unterschreiben !

18. Dezember 2018

BUND informiert über Kohlekampagne und Umweltprojekte in Greifswald und Umgebung

Am Donnerstag, den 20. Dezember und Freitag, den 21. Dezember 2018 kann man am Infostand des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in der Rudolf-Petershagen-Allee am Greifswalder Rosengarten für einen schnellen Kohleausstieg unterschreiben.

Wenn Deutschland sein Klimaziel 2020 nicht verfehlen will, und wenn wir den Hambacher Wald dauerhaft retten wollen, dann müssen besonders dreckige Kohlekraftwerke jetzt abgeschaltet werden. Daran arbeitet der BUND in der Kohle-Kommission der Bundesregierung. Aber einen schnellen Kohleausstieg wird es ohne starken gesellschaftlichen Druck nicht geben. Deshalb sammelt der BUND jetzt Unterschriften am Infostand und informiert über die BUND-Onlinekampagne und Hintergründe dazu.

Das BUND-Team mit Susanne Lechner und Telsche Piechottka bietet weiterhin Informationen, wie man beim BUND in Greifswald eine essbare Stadt und für den Schutz der Natur aktiv werden kann. Der BUND sucht Unterstützer für Umwelt-Projekte in und um Greifswald und an der Ostsee. Extra für junge Leute zwischen 15 und 27 gibt es Einladungen und Informationen zu den Angeboten der BUNDjugend. Geplant sind u.a. DIY-Aktionen wie Kleidertausch und ein Wir haben es satt Demo-Wochenende im Januar.

Hintergrund zum Thema Kohleausstieg

Der BUND hat in diesem Herbst die Rodung des Hambacher Waldes durch RWE verhindert. Der Hambacher Wald ist uralt. Er konnte sich seit der Wiederbewaldung nach der letzten Eiszeit ununterbrochen entwickeln. Der Wald ist von unschätzbarer Bedeutung für viele seltene Tiere wie den Mittelspecht, den Springfrosch, die Bechsteinfledermaus oder die Haselmaus.Von dem in den 1970er Jahren noch mehr als 4.000 Hektar großen Wald sind durch den Braunkohletagebau jedoch heute noch etwa 550 Hektar vorhanden. Auch aus weiterer ehemaliger Waldfläche, die noch das Wurzelwerk aufweist, kann wieder wertvolle Natur entstehen. Deshalb setzt sich der BUND dafür ein, eine Fläche von insgesamt 900 Hektar als Naturschutzgebiet nach EU-Recht auszuweisen.

Der Energiekonzern RWE wollte den einzigartigen Lebensraum für viele seltene Tierarten zerstören, um seine Kraftwerke weiterhin mit Deutschlands Klimakiller Nr. 1 zu füttern: Der Braunkohle. Aber das Oberverwaltungsgericht Münster verhängte einen Rodungsstopp, bis über die Klage des BUND gegen die aktuelle Tagebaugenehmigung entschieden ist. Das wird nach der aktuellen Rodungs­saison, möglicherweise auch erst 2020 der Fall sein. So oder so, endgültig gerettet ist der Hambacher Wald noch nicht: RWE plant weiterhin, ihn vollständig abzuholzen und hat kein Interesse an einem schnellen Kohleausstieg in Deutschland.

Für uns ist klar: Nur ein schneller Kohleausstieg rettet das Klimaziel 2020. Deshalb müssen die klimaschädlichsten Kohlekraftwerke jetzt vom Netz. Dazu gehören die alten Braunkohlemeiler von RWE im Rheinland: Werden acht der alten Kraftwerksblöcke in Neurath und Niederaußem stillgelegt, kann der Hambacher Wald dauerhaft gerettet werden! Der BUND hat einen konkreten Abschaltplan für Kohlekraftwerke und AKW vorgelegt. Dieser zeigt, dass es möglich ist, einen schnellen Kohleausstieg vor 2030 zu schaffen, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden. Nur so können die deutschen Klimaziele erreicht und die Energiewende vollzogen werden. Mit dem Rodungsstopp und einer breiten Unterstützung in der Bevölkerung waren wir erfolgreich. Im nächsten Schritt müssen wir die Bundesregierung zum Handeln bewegen: für Wald, Klima und Mensch.

Weitere Informationen und den BUND-Abschaltplan finden Sie unter: https://www.bund.net/kohle/kohle-ausstieg/

BUND Kohlekampagne: https://aktion.bund.net/kohlekraftwerke-stilllegen-hambacher-wald-leben-lassen

Für Rückfragen zur Aktion in Greifswald: Mecklenburg-Vorpommern: T.: 0395 569 16 428 oder Corinna Cwielag: 0385 52133912 / 0178 5654700

Pressekontakt zum Kohleaustieg: Ann-Kathrin Schneider, BUND-Klimaexpertin, Mobil: 01 51 / 24 08 72 97, annkathrin.schneider(at)bund.net, bzw. Katrin Matthes, BUND-Pressereferentin, Mobil: 01 76 / 47 68 41 64, katrin.matthes(at)bund.net oder Sigrid Wolff, BUND-Pressesprecherin, Tel.: (030) 2 75 86-425, presse(at)bund.net

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