- Der BUND M-V spricht am 01.10.2025 um 13:00 Uhr im Agrarausschuss zur Anhörung „Finanzmittel der Europäischen Union und ihre Bedeutung für Mecklenburg-Vorpommern“
Schwerin: Anlässlich der Feststellung des Haushaltsplans der Landesregierung M-V für die Jahre 2026/27 ist der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) zur öffentlichen Anhörung des Agrarausschusses im Landtag in Schwerin eingeladen. Am 01.Oktober um 13:00 Uhr wird die Bedeutung der EU-Förderungen für M-V erläutert.
„Die aktuelle Veröffentlichung der Finanzpläne der EU ab 2028 ist alarmierend. Besonders für ländlich geprägte Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern wird die Finanzierung der Strukturfonds ELER, EFRE, ESF+ deutlich reduziert werden“ sagt Dr. Juliane Dao vom BUND.
In der aktuellen Förderperiode erhält Mecklenburg-Vorpommern 1,9 Mrd. € aus den Strukturfonds zur Stärkung der Landwirtschaft, ländliche und regionale Entwicklung und für sozioökonomische Herausforderungen. Viele dieser Förderungen kommen ökologischen Projekten, der Klimaanpassung und dem Naturschutz zugute.
„Durch das jetzt geplante Zusammenlegen der Fonds sowie durch die Verringerung des EU-Budgets werden effiziente Maßnahmen wie Blühstreifen, Heckenpflanzungen, Wald- und Moorschutz aber auch die Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen vor enorme finanzielle Hürden gestellt. Besonders die Umsetzung des Natura 2000 Schutzgebietsnetzes der Europäischen Vogelschutzgebiete und FFH-Gebiete sowie die Biodiversitätsstrategie werden aktuell aus EU-Töpfen finanziert und sind im neuen Budget nur noch als versteckte Minimalvorgabe genannt“, warnt Juliane Dao vom BUND.
Für die bindenden Ziele des Europäischen Klimagesetzes und des Gesetzes zur Wiederherstellung der Natur sei bisher gar keine Finanzierung eingeplant, so der BUND. Die Landesregierung müsse sich deshalb auf Bundes- und EU-Ebene für eine ausreichende und zweckgebundene Finanzierung für Klima- und Naturschutz stark machen. Außerdem müsse die EU-Agrarförderung gezielter und gemeinwohlorientierter eingesetzt werden, indem pauschale Flächenprämien durch die Honorierung konkreter Umwelt-, Klima-, Natur- und Tierschutzleistungen ersetzt werden. Juliane Dao vom BUND: „Dazu braucht es klare Umweltziele, steigende Budgets für Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (AUKM) sowie die Anerkennung der Leistungen nachhaltig wirtschaftender Betriebe, insbesondere des ökologischen Landbaus.
Hintergrund
Der BUND M-V vertritt die Umweltverbände des Landes im Begleitausschuss zur Durchführung der Programme des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) sowie für die Umsetzung der regionalen Elemente des GAP-Strategieplans in M-V. Der BUND M-V tritt ein für einen faireren und effektiven EU-Haushalt im Dienst von Klima, Natur und Umwelt ein und berät zu Realisierungsmöglichkeiten in M-V.
Mehr Informationen
Die Stellungnahme des BUND zu den Fragen der Anhörung zu den EU-Mitteln im Agrarausschuss finden sie online unter:
Für Rückfragen: Dr. Juliane Dao, BUND M-V, juliane.dao(at)bund-mv.de, Tel.: 0176 60174371
Zur Übersicht