Offene Podiumsdiskussion zum Grünen Band in Zarrentin
Zarrentin. Zur moderierten offenen Podiumsdiskussion über das Grüne Band als Nationales Naturmonument Mecklenburg-Vorpommern lädt der BUND Mecklenburg-Vorpommern e.V. am 5. Mai 2025 von 16:30 bis 19:00 Uhr im Kleinen Saal im Kloster Zarrentin ein. Mit Minister Dr. Till Backhaus wird vorgestellt, wie es möglich ist, sich bei der Ausweisung des Nationalen Naturmonumentes zu beteiligen.
Der 175 km lange Abschnitt des Grünen Bandes M-V ist Teil des insgesamt 1.400 km langen Biotopverbundes Grünes Band Deutschland. Es verläuft entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und umfasst eine Vielzahl an schützenswerten Biotopen. Die Kategorie „Nationales Naturmonument“ beinhaltet durch die Bundesländer festgesetzte Gebiete, die für den Schutz der Natur- und Erinnerungskultur gesichert werden sollen. Bereits als Nationale Naturmonumente ausgewiesen sind die Abschnitte des Grünen Bandes in Thüringen (2018), Sachsen-Anhalt (2019), Brandenburg (2022) und Hessen (2023). In Sachsen laufen die Vorbereitungen dazu.
Am 5. Mai wird sich Prof. Dr. Hubert Weiger (BUND-Ehrenvorsitzender und Beauftragter für das Grüne Band) mit Dr. Till Backhaus (Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern), Elisa Igersheim (Landesamt für Umwelt Brandenburg und stellvertretende Leiterin im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Brandenburg) sowie Dr. Ekkehard Wallbaum (Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt) und den Gästen der Veranstaltung über den Schutz des Grünen Bandes austauschen.
Die Veranstaltung zum Schutz des Grünen Bandes M-V findet im Rahmen des Verbundprojektes HOTSPOT28 „Natürlicher Klimaschutz im Norden“ statt. Der BUND M-V fördert innerhalb des Projektes das Engagement für den Natur- und Klimaschutz in der Region von der Wakenitz bis zur Ostsee.
Der BUND bittet um Anmeldung bis zum 4. Mai 2025 per E-Mail an carolin.nagel@bund-mv.de. Die Veranstaltung beginnt um 16:30 Uhr mit einem kleinen Imbiss. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Hintergrund
Während der deutschen Teilung konnte sich die Natur im Grenzgebiet fast ungestört entfalten und bietet bis heute zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Darüber hinaus ist das Grüne Band auch ein Ort bewegter Geschichte. Es erinnert als lebendiges Mahnmal einerseits eindringlich an die Teilung Deutschlands, aber auch an die friedliche Wiedervereinigung von 1989.
Der BUND M-V ist Partner im Verbundprojekt HOTSPOT28 „Natürlicher Klimaschutz im Norden“ und setzt die Maßnahme „Lebendige Erinnerungslandschaft am Grünen Band“ um. Im Rahmen des Aktionsprogrammes Natürlicher Klimaschutz wird das Projekt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert und kofinanziert durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern mit Mitteln des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern sowie durch das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Schleswig-Holstein. Der Hotspot 28 ist einer von 30 Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland. Hotspots der biologischen Vielfalt sind Regionen mit einer besonders hohen Dichte und Vielfalt charakteristischer Arten, Populationen und Lebensräume.
Mehr Informationen
- Das Grüne Band: Vom Todesstreifen zur Lebenslinie (bund.net)
- Das Grüne Band M-V
- HOTSPOT28 – Natürlicher Klimaschutz im Norden
Kontakt:
Carolin Nagel,
Projekt HOTSPOT28 „Natürlicher Klimaschutz im Norden“
Tel.: +49 385 521339-15
E-Mail: carolin.nagel(at)bund-mv.de
Zur Übersicht