BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

BUND Rostock befragt Bundestagsdirektkandidaten zur ökologischen Bauwende

09. September 2021 | Bundestagswahl

Diese Wahl muss zur Klimawahl werden. Nachdem wirksamer Klimaschutz 20 Jahre lang verschlafen wurde, kosten bereits heute die ersten Auswirkungen der rasanten Erderwärmung wie z.B. starke Unwetter, Trockenheit, Hitze und ein Anstieg tropischer Nächte Menschenleben und Geld. Wir müssen bis 2035 – besser schneller – klimaneutral werden. Jeder Euro, der dafür investiert wird, ist vier- bis fünfmal billiger als die Schadkosten. Der Bereich Bauen hat dabei Gewicht. Bauen verbraucht rund 40% der gesamten Energie und 90% der mineralischen Rohstoffe Deutschlands. Gleichzeitig verursacht die Branche über 50% des gesamten Abfallaufkommens. „Wir brauchen schnellstmöglich die ökologische Bauwende. Dabei reicht es nicht, den Energiebedarf zu senken und benötigte Energie zu 100% aus Erneuerbaren bereit zu stellen. Auch Baustoffe müssen auf ihre Treibhausgasemissionen und ihren Ressourcenverbrauch von der Herstellung, dem Transport bis hin zur Entsorgung analysiert werden und somit Baustoffe aus regionalen, nachwachsenden Rohstoffen bevorzugt werden! Eine Sanierung ist deutlich klimafreundlicher als ein Neubau, da dann ein Großteil der Baustoffe bereits hergestellt ist und keine Energie bzw. Ressourcen mehr verbraucht. Auch müssen Baumaterialien so verbaut werden, dass sie im Anschluss sortenrein trennbar und damit wiederverwendbar bzw. recycelbar sind.“ fasst Susanne Schumacher, Referentin für ökologisches Bauen beim BUND, zusammen. Der BUND hat nun die Direktkandidaten für die Bundestagswahl im Wahlkreis Rostock zu den Themen Flächenverbrauch, Ressourcen, Energie, Verkehr und Siedlungsgrün befragt und die Antworten gegenübergestellt. „Leider haben nur drei der sechs großen Parteien die Anfrage ernst genug genommen, um uns zu antworten. Dabei ist Klimaschutz das zentrale Thema dieser Wahl, denn wir müssen jetzt handeln, wollen wir unsere Lebensgrundlage erhalten. Der Bereich Bauen bietet ein enormes Klimaschutzpotenzial! Wir dürfen diese Wahl nicht dem Zufall überlassen, sondern müssen nach den konkreten Absichten, die Erderwärmung zu begrenzen, urteilen und wählen.“ appelliert Schumacher.

Die Ergebnisse der sog. Wahlprüfsteine sind online abrufbar unter www.energiewende-mv.de.

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