BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.
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BIO-Botschafter aus MV zurück aus der Schweiz

29. November 2016

Bio-Bauern, -Verarbeiter und -Vermarkter der ökologischen Anbauverbände im Agrarbündnis Mecklenburg-Vorpommerns kehrten von einer sechstägigen BIO-Fach-Exkursion aus der Schweiz zurück. Die dreizehn BIO-Botschafter aus Mecklenburg-Vorpommern besichtigten im Bio-Kanton Graubünden acht kleine und mittlere Bio-Höfe und führten einen intensiven Erfahrungsaustausch mit  ihren schweizerischen Berufskollegen.

Dr. Burkhard Roloff, Organisator und Reiseleiter vom BUND zu den Besonderheiten des schweizerischen Ökolandbaus: Die acht Bio-Höfe, die wir besuchten, erzeugen in bäuerlicher Tradition Bio-Milch, -Rindfleisch, Berggetreide oder -Kartoffeln bzw. -Gemüse und verarbeiteten  vor Ort im Dorf bzw. vermarkteten diese in der Region. Die Bauernhöfe sind mit 20ha bis 40ha klein bzw. mittelgroß und familiengeführt. Auch die Kinder haben ihre Aufgaben von Anfang an: vom Heumachen bis zum Ausmisten oder Kartoffeln sammeln. Die bäuerliche Landwirtschaft in der Schweiz wird von hiesigen Vertretern des Landesbauernverbandes und der Agrarverwaltung oft als „Museums-Landwirtschaft“ diskreditiert. Wir konnten uns davon überzeugen, die ökologische, bäuerliche Berg-Landwirtschaft im Bio-Kanton Graubünden  ist wirtschaftlich und hoch effizient. Sie schafft bzw. erhält sinnvolle Arbeitsplätze auf den Höfen, in den Sennereien, Metzgereien und in der Gastronomie sowie im Tourismus und sichert dadurch ein ausreichendes Einkommen für die Bauern-Familien. Die Schweiz bezahlt 1000-1500 SFR/ha für die Beweidung bzw. das Mähen, damit die Alp-Kulturlandschaft durch die Bewirtschaftung erhalten wird und der Tourist im Sommer grasende Milchkühe auf der blühenden Alp erleben und im Winter hochwertigen Schweizer Bio-Käse essen oder kaufen kann.“

Hintergrund:

- Die Sennerei in Andeer verarbeitet seit 2001  400 000l silofreie Bio-Milch pro Jahr von vier Bauernfamilien aus Andeer und einer Bauernfamilie aus dem Nachbarort Pignia zu sehr speziellen Milch-produkten und Käsen verarbeitet. Der Käse wird im Laden der Dorfsennerei verkauft und landesweit vermarktet.

- Erika und Benedikt Brand halten eine 20-köpfige Original-Braunvieh-Herde in Andeer (GR). Die Milch wird in der Dorfkäserei zu Käse, Joghurt und Quark verarbeitet. Familie Brand setzt auf Original Braunvieh, weil sie von der Robustheit und der guten Berggängigkeit sowie von den angepassten Milch- und Fleischleistungen dieser Rasse über-zeugt sind. Sie halten immer einen eigenen Stier, der die Kühe im Natursprung deckt. Das betriebseigene Futter (Gras, Heu und Emd) und wenig Kraftfutter in der Startphase der Laktation führen zu guten, zum Betrieb passenden Milchleistungen und zu langlebigen, gesunden Kühen.

Anlage: zwei Fotos zur kostenfreien redaktionellen Verwendung: Abb.1: Martin Bienert  im Käsekeller der Sennerei Andeer, Foto. Jens Rasim Abb.2: Benedikt Brand aus Andeer präsentiert eine Braunvieh-Kuh, Foto. Jens Rasim

Rückfragen: Dr. Burkhard Roloff, BUND, Tel.: 0385 52133913 und 0176 25190600 

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