Am Freitag Nachmittag, 05.06.26 wurde eine verletzte, junge Kegelrobbe am belebten Strand von Zingst gemeldet. Schnell hatte die Wasserwacht einen Zaun um die Robbe gezogen und zwei Robbenbetreuerinnen des BUND-Robbennetzwerks kamen hinzu. Die Robbe hatte Reste vermutlich eines Fischernetzes um den Hals geschnürt, die sich schon tief eingeschnitten hatten. Die Robbenbetreuerinnen baten um tierärztliche Hilfe beim Deutschen Meeresmuseum - nur eine knappe Stunde später war ein Team des Deutschen Meeresmuseums mit Tierärztin vor Ort.
Das gut genährte, kräftige Tier konnte von den einschnürenden Resten befreit werden. Nach der Behandlung, floh die junge Robbe sofort zurück ins Meer. Am nächsten Morgen wurde sie erneut dem BUND-Robbentelefon gemeldet und die Mitarbeiter des Bauhofes sperrten den Strand ab. So konnte sich die Robbe von dem aufregenden und stressigen Vortag erholen.
Stellnetze sind eine große Gefahr für Meeressäuger wie Robben und Schweinswale, aber auch für Vögel. Sie müssen durch Beifang-sichere Fischereigeräte ersetzt werden.
Lebendstrandungen können beim Deutschen Meeresmuseum unter der Telefonnummer 0173 9688 267 gemeldet werden.
Der BUND hält Absperrausrüstungen bereit, um ruhende Robben am Strand vor allzu neugierigen Strandgästen zu schützen. Bitte melden Sie rastende Robben an das BUND-Robbentelefon: 01523-7969 472
Auch wenn der Robbenschutzzaun noch nicht aufgebaut ist, bitte immer mindestens 100 m Abstand halten!
Wenn Robben in ihren überlebenswichtigen Ruhephasen ständig unterbrochen werden, verschlechtert das ihren Gesundheitszustand.
Zur Übersicht