Fragenkatalog der BUND-Gruppe Güstrow an die Bürgermeisterkandidat*innen der Barlachstadt Güstrow
zu Themen des Natur- und Umweltschutzes
Wir haben alle 10 Bürgermeisterkandidat*innen Ende September gebeten unseren Fragenkatalog zu beantworten. Es haben sich 8 Kandidat*innen bei uns zurückgemeldet und nachfolgend wollen wir Euch die Antworten mitteilen.
Die Reihenfolge der Kandidat*innen ist alphabetisch sortiert. Die Antworten sind so eingestellt, wie sie uns von den Kandidat*innen zugesandt wurden. Von einer Kandidatin lag uns eine Gesamtantwort auf unseren Fragenkatalog vor. Wir haben diese Antwort allen Fragen hinzugefügt.
Fragenkatalog
Feyco Feenders:
Anstelle der herkömmlichen Rasenflächen können öffentliche Grünanlagen und Parks in Blühwiesen mit einheimischen Wildblumen und Gräsern umgestaltet werden. Diese Flächen bieten wichAgen Lebensraum und Nahrungsquellen für Insekten. Eine große Vielfalt an Pflanzenarten sorgt dafür, dass unterschiedliche Insektenarten profitieren. Die Mischung aus Blühpflanzen und Gräsern schaP dabei auch Schutz- und Nistplätze. Ein angepasstes Pflegemanagement/Schnittmanagement spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: Grünflächen sollten nicht zu häufig gemäht werden. Ein zeitlich gestaffeltes Mähmanagement, bei dem nur Teile der Flächen zu unterschiedlichen Zeiten geschnitten werden, bietet Insekten ungestörte Rückzugsorte und unterstützt die Artenvielfalt. Ähnliche Ansätze werden bereits im LUNG umgesetzt, jedenfalls in der Zeit in der ich dort gearbeitet habe. Da die finanzielle Situation der Stadt in den kommenden Jahren voraussichtlich eingeschränkt sein wird, könnten Förderprogramme nur in begrenztem Umfang realisiert werden. Eine mögliche Alternative wäre die Einführung eines Wettbewerbs, bei dem der "insektenfreundlichste Garten" oder der "bunteste Balkon" ausgezeichnet wird. Dies könnte zusätzliche Anreize schaffen und gleichzeitig das Gemeinschaftsgefühl fördern. Gewinner könnten mit Auszeichnungen oder kleineren Prämien belohnt werden.
Christiane Held:
Das klingt nach einer großartigen Initiative zur Förderung der Biodiversität und zur Unterstützung von Insektenpopulationen in urbanen Gebieten. Das Jenaer Modell bietet sicher wertvolle Anleitungen für die insektenfreundliche Gestaltung von Stadtgrün. Durch die Einbindung von Arbeitsgemeinschaften, Privatpersonen, Schulklassen und Vereinen wird die Gemeinschaft gestärkt und das Umweltbewusstsein gefördert. Finanzielle Unterstützung durch die Stadt könnte Anreize schaffen, um mehr Menschen zur Teilnahme zu motivieren.Es ist wichtig.
solche Projekte zu fördern, um nachhaltige und lebenswerte Städte zu schaffen.
Beispiele:
Einbeziehung von Steinmauern und Todholzhecken als Schmuckelemente, die durch Kunstobjekte (Büsten von historischen Bürgern Güstrows) von einheimischen Künstern umrahmt werden. Sichtschneisen auf historische Gebäude sowie mögliche geologische Besonderheiten (Wallanlage, Stadtgraben, Nebelflußlauf) Verwendung von einheimischen Bäumen und Pflanzen aus regionalen Baumschulen und Gärtnereien.
Einbeziehung von Obstgehölzen bei Neugestaltungen.
Einbeziehung der Kleingartenanlagen.
Stefan Höpner:
Neuanlagen können in B-Plänen geregelt werden. Hier werden z.B. die Einzelheiten von Dach- und Fassadenbegrünung sowie Flächen zwecks Bepflanzung festgelegt, welche dann rechtsgültig sind. Die Förderung für Privatpersonen favorisiere ich nicht. Dieses Geld wäre eher für andere Maßnahmen z.B. Artenschutz (Nisthilfen für Mauersegler) sinnvoller eingesetzt.
Julia Krumm:
a) Wie? Es gibt hierzu verschiedene Möglichkeiten: Wildblumenwiesen, Streuwiesen, Pflanzung von heimischen Pflanzen oder auch Nisthilfen oder Insektenhotels. Insektenhotels bieten ebenfalls auch eine gute Möglichkeit Naturliebhaber oder auch Kindern einen guten Einblick in die Geschehnisse zu bieten und zu erklären.
b) Pflege: Man könnte die Grünflächen weniger mähen und somit die Blühzeiten und Pflanzenvielfalt zu verlängern. Weiterhin könnte man auch Gebiete anlegen, wo gar kein mähen stattfindet bzw. nur dort wo auch Wege sind, um einen dauerhaften Lebensraum für Insekten und Pflanzen zu schaffen. Hier könnte ich mir auch Gebiete z.B. im Rosengarten, Liebnitzwiesen, Südstadt etc. vorstellen.
c) Empfehlungen/ Förderprogramme: Informationstafel an öffentlichen Wiesen und Parks, Broschüren oder auch Workshops könnten zur Aufklärung beitragen. Man könnte auch Anreize zu einem Wettbewerb mit Auszeichnung anbieten – Wer hat den insektenfreundlichsten Garten? Dies könnte eine Motivation sein, dass sich mehr Menschen mit dem Thema identifizieren und sich für die Umwelt einsetzen. Auch könnten die Schulen und Kindergärten miteinbezogen werden, damit man schon früh an das Thema Umwelt und Lebensraum herangeführt wird. Früher in der Grundschule hatten wir einen Garten, wo wir selbst uns, um den Anbau, die Pflege etc. kümmern mussten und es war sehr aufschlussreich und hatte uns damals auch mal aus dem Klassenraum geführt.
Bei den Ideen und Maßnahmen könnte man mit Umweltverbänden zusammenarbeiten, welche die Vorgehen fachlich begleiten und umsetzen.
Mario Lenz:
Insektenfreundliche Gestaltung von Grünflächen
- Naturnahe Bepflanzung mit einheimischen Pflanzen und Wildblumen
- Anlegen von Blühstreifen und Wildblumenwiesen
- Schaffung vielfältiger Lebensräume (Hecken, Totholz, Wasserstellen)
- Verzicht auf chemische Pestizide
- Freie Sandflächen
Pflegemaßnahmen für Grünflächen
- Seltene Mahd, um Blühpflanzen zu fördern
- Abschnittsweises Mähen für kontinuierliche Nahrungsquellen
- Kompostierung von Schnittgut und Laub
Förderprogramme für Privatpersonen
- Subventionen für insektenfreundliche Gärten
- Informations- und Aufklärungskampagnen
- Saatgutvergabe für Wildblumen
- Partnerschaften mit lokalen Gärtnereien
Zusammenarbeit mit Schulen und Institutionen
- Bildungsprogramme über Insekten und Biodiversität
- Gemeinschaftsgärten und urbane Landwirtschaft
**Städtische Förderprogramme und Zertifizierungen**
- Zertifizierung insektenfreundlicher Gärten
- Förderung von Dach- und Fassadenbegrünung
Cornelia Rosentreter:
Um die Biodiversität zu erhalten, stehen Kommunen in der ersten Reihe. Denn auf den stadteigenen Grünflächen kann nicht nur viel für den Artenreichtum getan werden. Kommunen können durch ihr Engagement für mehr Vielfalt auch zum Vorbild für private Gartenbesitzer werden.“ Dies ist ein Zitat aus dem Beitrag Gemeinsam für Artenschutz von Annette Lübbers in der Zeitschrift KOMMUNAL. Inhaltlich geht es in diesem Beitrag darum, den erfolgreichen Weg von Mainz seit 2010 mit seiner Biodiversitätsstrategie vorzustellen. Daneben wird aufgezeigt, wie in Verden an der Aller mit dieser Thematik umgegangen wird. Für mich klingt das sehr plausibel und ich halte es auch auf unsere Barlachstadt Güstrow anwendbar bzw. entspräche es meiner politischen Herangehensweise.
Als Vorbild mit den stadteigenen Flächen vorangehen, dazu ein Mix aus Umweltbildung, Aufklärung und Kommunikation. Ohne Verbote und Überwachung wird es nicht gehen, aber ausschließlich Verbote führen nicht zum von uns allen gewünschten Erfolg (zur Frage nach den Schottergärten).
In Verden hat man einen Förderantrag im Bundesprogramm Biologische Vielfalt positiv beschieden bekommen und finanziert daraus jetzt unter anderem eine Biodiversitätsmanagerin und externe fachliche Unterstützung. Die Stadt hat sich daneben dem Verbund Kommunen für biologische Vielfalt angeschlossen (bestehend derzeit aus 394 Kommunen) und profitiert auf diese Weise von den Erfahrungen anderer Kommunen, die diese bereits sammeln konnten.
Ziele für unsere Barlachstadt könnten z. B. sein, noch mehr reine Grünflächen zu Blühflächen umzuwandeln, tierische und pflanzliche Lebensräume zu vernetzen und ein deutliches Plus an entsiegelten Flächen. Mustergärten wären hierfür ein gutes Mittel zur Demonstration.
Diesen Prozess kann aber nicht der Bürgermeister mit der Verwaltung alleine umsetzen. Zunächst braucht es dafür auch die Stadtvertretung als das entscheidende Gremium. Ein Beschluss diesbezüglich wurde am 13.04.2023 bereits gefasst. Auf bestimmten städtischen Flächen werden die Mäh- und Pflegemaßnahmen reduziert und Blühstreifen angelegt, mit dem Ziel der ökologischen Aufwertung und der Erhöhung der Biodiversität auf diesen Grundstücken (Beschluss Nr. VII/0871/23). Dieser Beschluss geht zurück auf einen interfraktionellen Antrag aus dem Jahr 2021 und deshalb traue ich mir zu, als Bürgermeisterin auch die Stadtvertretung von der Notwendigkeit zur Beschreitung des weiteren Weges überzeugen und mitnehmen zu können. Und ohne die Stadtvertretung als entscheidendes Gremium kann der Bürgermeister zu all den von Ihnen gestellten Fragen gute Ideen haben, für die Umsetzung braucht er zunächst einen Beschluss der Stadtvertretung. Da ich die CDU als stärkste Fraktion hinter mir habe, ist das aber ein guter Ausgangspunkt für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Stadtvertretung und Bürgermeisterin.
Darüber hinaus halte ich es aber auch für notwendig, weitere externe Partner mit dem notwendigen Sachverstand für diesen Prozess zu gewinnen. Hier denke ich z.B. an die großen Umweltinitiativen wie den BUND und den Nabu, die Imker, den Kreisverband der Gartenfreunde und ähnliche.
Um es auf den Punkt zu bringen :
Im Ziel, besserer Schutz der Natur und den Erhalt des natürlichen Lebensraumes für Pflanzen und Tiere, sind wir uns als Freunde der Erde einig, über den Weg dahin müssen wir uns als gesamte Stadtgesellschaft verständigen. Ich bin für gemeinsames Handeln ohne erhobenen Zeigefinger und möglichst wenig Verbote. Wir alle müssen mehr Überzeugungsarbeit leisten und so die noch nicht Überzeugten mit ins Boot holen. Diese andere Kommunikation und Überzeugungsarbeit habe ich mir als Bürgermeisterin fest vorgenommen.
Dies wäre übrigens auch die Maxime für mein gesamtes Wirken als Bürgermeisterin.
Falls ich Bürgermeisterin werden sollte, lade ich die Ortsgruppe Güstrow des BUND ein, sich in diesen Prozess mit ihrem Sachverstand aktiv einzubringen.
Kevin Sell:
Mein Plan zur Förderung insektenfreundlicher Grünflächen in Güstrow umfasst die Auswahl heimischer, blütenreicher Pflanzen und die Schaffung vielfältiger Biotope als Lebensräume für Insekten. Zusätzlich sollen kleine Wasserstellen als Trinkquellen für Insekten eingerichtet werden. Die Pflege der Flächen wird insektenfreundlich gestaltet, indem die Mahd reduziert wird, um blühende Pflanzen zur Samenreife kommen zu lassen. Zur Bodenverbesserung werden organische Düngemittel und Kompost verwendet. Darüber hinaus sollen Insektenhotels als Nistmöglichkeiten für Wildbienen aufgestellt werden. Um die Bürger zur Förderung der Insektenvielfalt zu motivieren, plane ich verschiedene Programme. Darunter fallen Fördermittel, die es den Bürgern ermöglichen, ihre Gärten insektenfreundlich zu gestalten. Workshops und Informationsveranstaltungen zur nachhaltigen Gartenpflege sowie ein jährlicher Wettbewerb „Insektenfreundlicher Garten“ sollen zusätzlich das Engagement fördern.
Alexander Straub:
Wir planen, öffentliche Grünflächen mit heimischen Pflanzenarten zu gestalten, den Einsatz von Pestiziden zu minimieren und Lebensräume wie Wildblumenwiesen zu schaffen. Empfehlungen und Förderprogramme, wie Zuschüsse oder steuerliche Anreize, könnten Güstrower Privatpersonen motivieren, ähnliche Maßnahmen auf ihren Grundstücken umzusetzen.
Peter Spanowski - keine Antwort eingegangen.
Sascha Zimmermann - keine Antwort eingegangen.
Feyco Feenders:
Könnten Sie die Frage bitte etwas präzisieren? Falls Sie sich auf die Erstellung von Bauleitplänen beziehen, erfolgt die Beteiligung der Umweltverbände gesetzlich geregelt über die Umweltprüfung gemäß Baugesetzbuch (z.B. § 2 BauGB). Wenn Sie die Frage allgemeiner meinen, könnten relevante Planungsunterlagen den Umweltverbänden frühzeitig und in verständlicher Form zur Verfügung gestellt werden, um eine fundierte Meinungsbildung zu ermöglichen. Dies könnte beispielsweise digital über eine zentrale Plaeorm oder ein gemeinsames Informationssystem geschehen.
Christiane Held:
Eine frühzeitige Beteiligung der Umweltverbände in der Planungsphase ist entscheidend, um die Belange des Natur- und Artenschutzes angemessen zu berücksichtigen. Hier sind einige Ansätze, wie dies umgesetzt werden kann:
- Frühzeitige Informationsweitergabe
- Einrichtung regelmäßige Dialogforen oder Workshops
- Einbindung in den Planungsprozess: Umweltverbänden sollen die Möglichkeit bekommen, aktiv an der Erstellung von Planungsunterlagen mitzuwirken. (fundierte Analysen, Expertiesen, Studie ...)
- Transparente Entscheidungsfindung muss klar kommunizieren werden
- Die Umweltverbände sollen Feedback zu geplanten Maßnahmen geben können. Dies könnte in Form von schriftlichen Stellungnahmen oder öffentlichen Anhörungen geschehen.
- Angebot von Weiterbildungen um das Bewusstsein für die Bedeutung des Natur- und Artenschutzes zu schärfen und die Zusammenarbeit mit Umweltverbänden zu fördern.
- Langfristige Partnerschaften Fördern
Durch diese Maßnahmen kann sichergestellt werden, dass Umweltverbände frühzeitig in den Planungsprozess einbezogen werden, was zu besseren Entscheidungen im Sinne des Natur- und Artenschutzes führt. Wenn Sie weitere Informationen oder spezifische Beispiele benötigen, lassen Sie es mich wissen!
Stefan Höpner:
Eingriffe in Natur- und Artenschutz geschehen ganz überwiegend durch Baumaßnahmen. Im Verfahren zur Erteilung einer Baugenehmigung holt die zuständige Behörde (der Landkreis) alles Notwendige ein. Hier gibt es normierte Verfahren. Tritt die Stadt selbst als Bauherr auf, ist auch sie an die Auflagen in der Baugenehmigung gebunden. Etwas anderes ist es, legt man einen B-Plan neu auf. Auch hierfür gibt es normierte Verfahren, die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, kurz Trägerbeteiligung. Umweltverbände wie der BUND und der Nabu gehören dazu. Im Zuge der Trägerbeteiligung ist dies nicht nur eine Pflicht, sondern es steht im großem Interesse der Kommune, dass dies frühzeitig wahrgenommen wird, um Planungsdauer und Kosten zu verringern und berechtigte Belange der Träger rechtzeitig zu berücksichtigen. Dies wird dann zum Beispiel in den entsprechenden Ausschüssen (z.B. Bau- und Stadtentwicklungsausschuss) vorgebracht, diskutiert und umgesetzt werden. Darüber hinaus wäre es sicher hilfreich, wenn Vertreter von Umweltverbänden in den entsprechenden Sitzungen präsent sind, die Sitzungen sind öffentlich und die Tagesordnung ist bekannt gemacht.
Julia Krumm:
1. Eventuell einen Umweltbeirat einführen bzw. stärken
2. Rechtzeitiger Informationsaustausch mit ansässigen und regionalen Umweltverbänden – schon, wenn das Projekt im Gespräch ist und nicht erst bei der Planung
3. Stammtisch Naturschutz etablieren – wo schon vorher diverse Projekte und mögliche Vorhaben besprochen werden, sodass man schon vorbereitet ist und die Verfahren später schneller und somit auch kostengünstiger abschließen kann und der Umweltschutz umfangreich berücksichtigt wurde und z.B Ausgleichsmaßnahmen besprochen werden
4. Einführung einen Online-Beteiligungsplattform: Bürger sowie Verbände können dort schon ihre Vorschläge und Ideen äußern- weiterhin könnte hierüber auch ein transparenter Informationsaustausch über laufende Projekte zu diesem Thema stattfinden.
Mario Lenz:
Frühzeitige und transparente Einbindung der Umweltverbände
- Formelle Beteiligungsverfahren in frühen Planungsphasen
- Regelmäßige Konsultationen und Arbeitsgruppen
- Vertretung der Umweltverbände in Planungsgremien
Frühzeitige Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)
- Einbindung der Umweltverbände in die UVP
- Frühzeitige Veröffentlichung der UVP-Ergebnisse
Transparente Informationspolitik
- Frühzeitige Bereitstellung von Planungsunterlagen
- Öffentlichkeitsarbeit über geplante Projekte und Umweltauswirkungen
Kooperation und Wissensaustausch
- Workshops und Dialogveranstaltungen mit Umweltverbänden
- Bildung von Expertennetzwerken und Fachgruppen
Förderung einer konstruktiven Zusammenarbeit
- Vertrauensvolle und respektvolle Kooperation
- Moderierte Konfliktlösungen bei Interessenkonflikten
Förderung von Pilotprojekten zur Umweltbeteiligung
- Pilotprojekte für innovative Beteiligungsansätze
- Monitoring und Feedback-Systeme zur Bewertung der Beteiligung
Cornelia Rosentreter:
Um die Biodiversität zu erhalten, stehen Kommunen in der ersten Reihe. Denn auf den stadteigenen Grünflächen kann nicht nur viel für den Artenreichtum getan werden. Kommunen können durch ihr Engagement für mehr Vielfalt auch zum Vorbild für private Gartenbesitzer werden.“ Dies ist ein Zitat aus dem Beitrag Gemeinsam für Artenschutz von Annette Lübbers in der Zeitschrift KOMMUNAL. Inhaltlich geht es in diesem Beitrag darum, den erfolgreichen Weg von Mainz seit 2010 mit seiner Biodiversitätsstrategie vorzustellen. Daneben wird aufgezeigt, wie in Verden an der Aller mit dieser Thematik umgegangen wird. Für mich klingt das sehr plausibel und ich halte es auch auf unsere Barlachstadt Güstrow anwendbar bzw. entspräche es meiner politischen Herangehensweise.
Als Vorbild mit den stadteigenen Flächen vorangehen, dazu ein Mix aus Umweltbildung, Aufklärung und Kommunikation. Ohne Verbote und Überwachung wird es nicht gehen, aber ausschließlich Verbote führen nicht zum von uns allen gewünschten Erfolg (zur Frage nach den Schottergärten).
In Verden hat man einen Förderantrag im Bundesprogramm Biologische Vielfalt positiv beschieden bekommen und finanziert daraus jetzt unter anderem eine Biodiversitätsmanagerin und externe fachliche Unterstützung. Die Stadt hat sich daneben dem Verbund Kommunen für biologische Vielfalt angeschlossen (bestehend derzeit aus 394 Kommunen) und profitiert auf diese Weise von den Erfahrungen anderer Kommunen, die diese bereits sammeln konnten.
Ziele für unsere Barlachstadt könnten z. B. sein, noch mehr reine Grünflächen zu Blühflächen umzuwandeln, tierische und pflanzliche Lebensräume zu vernetzen und ein deutliches Plus an entsiegelten Flächen. Mustergärten wären hierfür ein gutes Mittel zur Demonstration.
Diesen Prozess kann aber nicht der Bürgermeister mit der Verwaltung alleine umsetzen. Zunächst braucht es dafür auch die Stadtvertretung als das entscheidende Gremium. Ein Beschluss diesbezüglich wurde am 13.04.2023 bereits gefasst. Auf bestimmten städtischen Flächen werden die Mäh- und Pflegemaßnahmen reduziert und Blühstreifen angelegt, mit dem Ziel der ökologischen Aufwertung und der Erhöhung der Biodiversität auf diesen Grundstücken (Beschluss Nr. VII/0871/23). Dieser Beschluss geht zurück auf einen interfraktionellen Antrag aus dem Jahr 2021 und deshalb traue ich mir zu, als Bürgermeisterin auch die Stadtvertretung von der Notwendigkeit zur Beschreitung des weiteren Weges überzeugen und mitnehmen zu können. Und ohne die Stadtvertretung als entscheidendes Gremium kann der Bürgermeister zu all den von Ihnen gestellten Fragen gute Ideen haben, für die Umsetzung braucht er zunächst einen Beschluss der Stadtvertretung. Da ich die CDU als stärkste Fraktion hinter mir habe, ist das aber ein guter Ausgangspunkt für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Stadtvertretung und Bürgermeisterin.
Darüber hinaus halte ich es aber auch für notwendig, weitere externe Partner mit dem notwendigen Sachverstand für diesen Prozess zu gewinnen. Hier denke ich z.B. an die großen Umweltinitiativen wie den BUND und den Nabu, die Imker, den Kreisverband der Gartenfreunde und ähnliche.
Um es auf den Punkt zu bringen :
Im Ziel, besserer Schutz der Natur und den Erhalt des natürlichen Lebensraumes für Pflanzen und Tiere, sind wir uns als Freunde der Erde einig, über den Weg dahin müssen wir uns als gesamte Stadtgesellschaft verständigen. Ich bin für gemeinsames Handeln ohne erhobenen Zeigefinger und möglichst wenig Verbote. Wir alle müssen mehr Überzeugungsarbeit leisten und so die noch nicht Überzeugten mit ins Boot holen. Diese andere Kommunikation und Überzeugungsarbeit habe ich mir als Bürgermeisterin fest vorgenommen.
Dies wäre übrigens auch die Maxime für mein gesamtes Wirken als Bürgermeisterin.
Falls ich Bürgermeisterin werden sollte, lade ich die Ortsgruppe Güstrow des BUND ein, sich in diesen Prozess mit ihrem Sachverstand aktiv einzubringen.
Kevin Sell:
Ich plane die Einrichtung eines Umweltbeirats, in dem Vertreter von Umweltverbänden und Naturschutzorganisationen regelmäßig über laufende und geplante Projekte beraten und Empfehlungen aussprechen können. Umweltverbände werden bereits in der frühen Planungsphase eingebunden und erhalten unkomplizierten Zugang zu allen relevanten Planungsunterlagen. Durch öffentliche Anhörungen können die Verbände ihre Anliegen frühzeitig einbringen. Zudem werden Feedback-Schleifen etabliert, um kontinuierlich Rückmeldungen zu erhalten.
Alexander Straub:
Unter meiner Leitung wird ein formeller Konsultationsprozess eingeführt, bei dem Umweltverbände wie der BUND frühzeitig in die Planungsprozesse einbezogen werden. Regelmäßige Diskussionsrunden oder öffentliche Foren könnten die Zusammenarbeit fördern und sicherstellen, dass Umweltanliegen frühzeitig berücksichtigt werden.
Peter Spanowski - keine Antwort eingegangen.
Sascha Zimmermann - keine Antwort eingegangen.
Feyco Feenders:
Um bei Neuabschlüssen von landwirtschaftlichen Pachtverträgen eine ökologische Bewirtschaftung zu fördern, könnten die Pachtbedingungen entsprechend angepasst werden. In den Verträgen kann eine Verpflichtung zur ökologischen Bewirtschaftung festgeschrieben werden, entweder für Betriebe, die bereits nach ökologischen Standards wirtschaften, oder für Betriebe, die bereit sind, innerhalb eines festgelegten Zeitraums umzustellen. Um den Umstieg auf ökologische Landwirtschaft attraktiver zu gestalten, könnten finanzielle Anreize wie Pachtvergünstigungen angeboten werden. Besonders während der Umstellungsphase könnten Landwirte von vergünstigten Pachtkonditionen profitieren. Zusätzlich könnte die Stadt gezielt Ökobetriebe ansprechen und ihnen bevorzugt Flächen zur Pacht anbieten, um sicherzustellen, dass die Flächen direkt von erfahrenen Betrieben nach ökologischen Standards bewirtschaftet werden. Ich bitte jedoch zu beachten, dass dies für Flächen, die im Besitz der Stadt möglich wäre und nicht für Flächen, die im Privateigentum stehen. Hier kann eine Stadt keinen Einfluss drauf nehmen.
Christiane Held:
Eine ökologische Bewirtschaftung legt den Fokus auf nachaltige Praktiken, die die Umwelt schonen sollen, die Biodiversitätfördern und den Einsatz von Pestizidenminimieren sollen. Diese beiden Themen können und müssen miteinander verknüpft werden und in den neu abgeschlossenen Pachtverträgen so gestaltet werden, dass sie ökologische Anbauweisen fördern und unterstützen.
Beispielsweise können bestimmte Parameter den Pächtern im Vorfeld mitgeteilt werden.
Es sollten dann effektive und nachaltige Löungen für beide Seiten entstehen.
Stefan Höpner:
Landwirtschaftlichen Nutzflächen sind auf Grund von entsprechenden Flächen in der Gemeinde eher gering vorhanden. Diese beziehen sich meist auf Wiesen, welche in den meisten Fällen als Mähwiesen dienen. Hier sollten natürlich entsprechende Mähzeiten eingehalten werden, um geschützte Pflanzen (Blühzeit) und Fauna (z.B. Rehkitze, Wiesenbrüter) zu schützen. Ebenso zähle ich den Stadtwald dazu, welcher einer naturnahen Bewirtschaftung unterliegt.
Julia Krumm:
1. Ökologische Bewirtschaftung könnte als Vertragsbedingung bei Neuverpachtung festgelegt werden – Landwirte, welche die Kriterien erfüllen, werden bevorzugt bei der Neuverpachtung
2. Anreize durch Pachtsenkung – Man könnte entweder den Pachtzins verringern bei einer ökologischen Bewirtschaftung oder den Zins erhöhen, wenn dies nicht der Fall sein sollte.
3. Anpassung der Vergaberichtlinien, sodass klar und transparent ist, dass eine ökologische Bewirtschaftung bevorzugt wird.
4. Um generell die ökologische Bewirtschaftung zu fördern könnte man beratend zur Seite stehen und auch über EU, Bundes oder Landesfördermittel die Landwirte beraten und somit mehr Akzeptanz bei den Landwirten schaffen.
Mario Lenz:
Vorgaben in Pachtverträgen verankern
- Ökologische Bewirtschaftung als Vertragsbedingung (nach Zertifizierungsstandards)
- Boden- und Umweltauflagen, z.B. Verzicht auf Pestizide
- Schrittweise Umstellung auf Ökolandbau
Finanzielle Anreize schaffen
- Reduzierte Pachtpreise für ökologische Landwirte
- Förderprogramme und Subventionen für Umstellung
- Investitionen in ökologische Infrastruktur
Bevorzugung ökologischer Landwirte bei der Verpachtung
- Vergabekriterien zugunsten ökologischer Landwirte
- Punktesystem für nachhaltige Bewirtschaftung
- Langfristige Pachtverträge für Planungssicherheit
Beratung und Unterstützung
- Beratungsangebote zur Umstellung auf Ökolandbau
- Partnerschaften mit Bio-Verbänden
- Schulungen und Workshops für Landwirte
Schaffung von Anreizen durch Abnehmermärkte
- Förderung regionaler Bio-Märkte
- Städtische Einrichtungen als Abnehmer für Bio-Produkte
Rechtliche Rahmenbedingungen anpassen
- Änderung kommunaler Pachtverordnungen zugunsten ökologischer Landwirtschaft
- Förderung durch Agrargesetzgebung auf Landes- und Bundesebene
Monitoring und Kontrolle
- Regelmäßige Überprüfung der ökologischen Auflagen
- Sanktionen bei Verstößen
Cornelia Rosentreter:
Um die Biodiversität zu erhalten, stehen Kommunen in der ersten Reihe. Denn auf den stadteigenen Grünflächen kann nicht nur viel für den Artenreichtum getan werden. Kommunen können durch ihr Engagement für mehr Vielfalt auch zum Vorbild für private Gartenbesitzer werden.“ Dies ist ein Zitat aus dem Beitrag Gemeinsam für Artenschutz von Annette Lübbers in der Zeitschrift KOMMUNAL. Inhaltlich geht es in diesem Beitrag darum, den erfolgreichen Weg von Mainz seit 2010 mit seiner Biodiversitätsstrategie vorzustellen. Daneben wird aufgezeigt, wie in Verden an der Aller mit dieser Thematik umgegangen wird. Für mich klingt das sehr plausibel und ich halte es auch auf unsere Barlachstadt Güstrow anwendbar bzw. entspräche es meiner politischen Herangehensweise.
Als Vorbild mit den stadteigenen Flächen vorangehen, dazu ein Mix aus Umweltbildung, Aufklärung und Kommunikation. Ohne Verbote und Überwachung wird es nicht gehen, aber ausschließlich Verbote führen nicht zum von uns allen gewünschten Erfolg (zur Frage nach den Schottergärten).
In Verden hat man einen Förderantrag im Bundesprogramm Biologische Vielfalt positiv beschieden bekommen und finanziert daraus jetzt unter anderem eine Biodiversitätsmanagerin und externe fachliche Unterstützung. Die Stadt hat sich daneben dem Verbund Kommunen für biologische Vielfalt angeschlossen (bestehend derzeit aus 394 Kommunen) und profitiert auf diese Weise von den Erfahrungen anderer Kommunen, die diese bereits sammeln konnten.
Ziele für unsere Barlachstadt könnten z. B. sein, noch mehr reine Grünflächen zu Blühflächen umzuwandeln, tierische und pflanzliche Lebensräume zu vernetzen und ein deutliches Plus an entsiegelten Flächen. Mustergärten wären hierfür ein gutes Mittel zur Demonstration.
Diesen Prozess kann aber nicht der Bürgermeister mit der Verwaltung alleine umsetzen. Zunächst braucht es dafür auch die Stadtvertretung als das entscheidende Gremium. Ein Beschluss diesbezüglich wurde am 13.04.2023 bereits gefasst. Auf bestimmten städtischen Flächen werden die Mäh- und Pflegemaßnahmen reduziert und Blühstreifen angelegt, mit dem Ziel der ökologischen Aufwertung und der Erhöhung der Biodiversität auf diesen Grundstücken (Beschluss Nr. VII/0871/23). Dieser Beschluss geht zurück auf einen interfraktionellen Antrag aus dem Jahr 2021 und deshalb traue ich mir zu, als Bürgermeisterin auch die Stadtvertretung von der Notwendigkeit zur Beschreitung des weiteren Weges überzeugen und mitnehmen zu können. Und ohne die Stadtvertretung als entscheidendes Gremium kann der Bürgermeister zu all den von Ihnen gestellten Fragen gute Ideen haben, für die Umsetzung braucht er zunächst einen Beschluss der Stadtvertretung. Da ich die CDU als stärkste Fraktion hinter mir habe, ist das aber ein guter Ausgangspunkt für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Stadtvertretung und Bürgermeisterin.
Darüber hinaus halte ich es aber auch für notwendig, weitere externe Partner mit dem notwendigen Sachverstand für diesen Prozess zu gewinnen. Hier denke ich z.B. an die großen Umweltinitiativen wie den BUND und den Nabu, die Imker, den Kreisverband der Gartenfreunde und ähnliche.
Um es auf den Punkt zu bringen :
Im Ziel, besserer Schutz der Natur und den Erhalt des natürlichen Lebensraumes für Pflanzen und Tiere, sind wir uns als Freunde der Erde einig, über den Weg dahin müssen wir uns als gesamte Stadtgesellschaft verständigen. Ich bin für gemeinsames Handeln ohne erhobenen Zeigefinger und möglichst wenig Verbote. Wir alle müssen mehr Überzeugungsarbeit leisten und so die noch nicht Überzeugten mit ins Boot holen. Diese andere Kommunikation und Überzeugungsarbeit habe ich mir als Bürgermeisterin fest vorgenommen.
Dies wäre übrigens auch die Maxime für mein gesamtes Wirken als Bürgermeisterin.
Falls ich Bürgermeisterin werden sollte, lade ich die Ortsgruppe Güstrow des BUND ein, sich in diesen Prozess mit ihrem Sachverstand aktiv einzubringen.
Kevin Sell:
Ich werde Mustervorlagen für neue Pachtverträge entwickeln, die ökologische Praktiken wie Fruchtfolge und den Einsatz organischer Düngemittel fördern. Zusätzlich sollen finanzielle Anreize Landwirte motivieren, auf ökologische Landwirtschaft umzustellen und so den Wandel zu erleichtern.
Alexander Straub:
Bei Neuabschlüssen von landwirtschaftlichen Pachtverträgen wird eine ökologische Bewirtschaftung bevorzugt, um nachhaltige Landwirtschaftsmethoden, wie z.B. den ökologischen Landbau, zu fördern.
Weiterhin werden alle Pachtverträge mit der Pflicht Hecken an deren Rändern, vor allem zu Straßen wieder einzurichten.
Peter Spanowski - keine Antwort eingegangen.
Sascha Zimmermann - keine Antwort eingegangen.
Feyco Feenders:
Eine Zusätzliche Stelle wird wahrscheinlich finanziell nicht realisierbar sein, jedoch könnten Förderprogramme eine zukünftige Finanzierung möglich machen. Um den Klimaschutz in der Gemeinde kosteneffizient zu fördern, kann ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Experten, lokalen Umweltorganisationen und interessierten Bürgern genutzt werden, um mich (sofern ich Bürgermeister wäre) und die Verwaltung zu beraten. Auf diese Weise lässt sich Fachwissen einbinden, ohne dass zusätzliche finanzielle Aufwendungen für eine feste Stelle erforderlich sind. Zusätzlich lassen sich digitale Plattformen einsetzen, um Bürgerbeteiligungen und Konsultationen zu Klimaschutzthemen durchzuführen. So können Meinungen und Ideen aus der Bevölkerung auf einfache und kostengünstige Weise eingeholt werden. Zudem könnte ein bestehender Mitarbeiter der Verwaltung als Beauftragter für Klima- und Umweltschutz benannt werden, um diese Themen zentral zu koordinieren. Dadurch wird eine klare Verantwortlichkeit geschaffen, ohne neue personelle Ressourcen aufzubauen.
Christiane Held:
Die Einrichtung eines Referats für Klima- und Umweltschutz sowie die Gründung eines Klimabeirats sind wichtige Schritte zur Förderung eines nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgangs mit natürlichen Ressourcen. Durch eine klare Struktur, aktive Bürgerbeteiligung und Kooperationen kann die Stadtverwaltung eine Vorreiterrolle im Klimaschutz übernehmen und die Lebensqualität für alle Bürger verbessern.
Stefan Höpner:
Das ist bisher nicht geplant. Ich halte es aber für zielführend, externe Experten unmittelbar in neu aufzulegende Projekte von Anfang an mit einzubeziehen. Dies hat aus meiner bisherigen Erfahrung die größte Wirkung und den besten Erfolg.
Julia Krumm:
1. Bzgl. Des Referat für Klima – und Umweltschutz als Stabstelle möchte ich hier keine verbindlichen Versprechungen machen. Da ich im Moment nicht in der Verwaltung tätig bin, sondern aus der Wirtschaft komme, müsste ich mir zunächst die komplette Verwaltung (Ämter, Prozesse, Strukturen) ansehen, um hier eine verbindliche Aussage treffen zu können. Ich bin der Meinung, dass die Strukturen und Prozesse in der jetzigen Ausgestaltung in der Verwaltung sowieso einmal geprüft werden müssen auf Effizienz und Effektivität. Weiterhin kann der Bürgermeister in den überwiegenden Fällen nicht allein über Personalstellen entscheiden, sondern es wird erst in einem Ausschuss/ Stadtrat darüber beraten. (Soweit ich meine Erkenntnisse aus den Satzungen entnehmen konnte) Schon aus diesem Grund kann ich im Moment keine Zusage tätigen. Grds. bin ich aber offen für eine Stabstelle und empfinde diese auch als angebracht und sehr wichtig und würde mich dafür einsetzen.
2. Wie oben schon geschrieben könnte man einen Umwelt-/ Klimabeirat einführen, um die Umweltbelange durch Fachleute zum Tragen zu bringen. Ich bin immer offen für verschiedene Kompetenzen. Meiner Ansicht nach ist der Bürgermeister ein Generalist, da er viele Anliegen und Bereiche hat zu betreuen hat – daher ist es sogar essenziell, dass er in verschiedenen Bereichen von Kompetenzträgern beraten wird.
Mario Lenz:
Ja.
Cornelia Rosentreter:
Um die Biodiversität zu erhalten, stehen Kommunen in der ersten Reihe. Denn auf den stadteigenen Grünflächen kann nicht nur viel für den Artenreichtum getan werden. Kommunen können durch ihr Engagement für mehr Vielfalt auch zum Vorbild für private Gartenbesitzer werden.“ Dies ist ein Zitat aus dem Beitrag Gemeinsam für Artenschutz von Annette Lübbers in der Zeitschrift KOMMUNAL. Inhaltlich geht es in diesem Beitrag darum, den erfolgreichen Weg von Mainz seit 2010 mit seiner Biodiversitätsstrategie vorzustellen. Daneben wird aufgezeigt, wie in Verden an der Aller mit dieser Thematik umgegangen wird. Für mich klingt das sehr plausibel und ich halte es auch auf unsere Barlachstadt Güstrow anwendbar bzw. entspräche es meiner politischen Herangehensweise.
Als Vorbild mit den stadteigenen Flächen vorangehen, dazu ein Mix aus Umweltbildung, Aufklärung und Kommunikation. Ohne Verbote und Überwachung wird es nicht gehen, aber ausschließlich Verbote führen nicht zum von uns allen gewünschten Erfolg (zur Frage nach den Schottergärten).
In Verden hat man einen Förderantrag im Bundesprogramm Biologische Vielfalt positiv beschieden bekommen und finanziert daraus jetzt unter anderem eine Biodiversitätsmanagerin und externe fachliche Unterstützung. Die Stadt hat sich daneben dem Verbund Kommunen für biologische Vielfalt angeschlossen (bestehend derzeit aus 394 Kommunen) und profitiert auf diese Weise von den Erfahrungen anderer Kommunen, die diese bereits sammeln konnten.
Ziele für unsere Barlachstadt könnten z. B. sein, noch mehr reine Grünflächen zu Blühflächen umzuwandeln, tierische und pflanzliche Lebensräume zu vernetzen und ein deutliches Plus an entsiegelten Flächen. Mustergärten wären hierfür ein gutes Mittel zur Demonstration.
Diesen Prozess kann aber nicht der Bürgermeister mit der Verwaltung alleine umsetzen. Zunächst braucht es dafür auch die Stadtvertretung als das entscheidende Gremium. Ein Beschluss diesbezüglich wurde am 13.04.2023 bereits gefasst. Auf bestimmten städtischen Flächen werden die Mäh- und Pflegemaßnahmen reduziert und Blühstreifen angelegt, mit dem Ziel der ökologischen Aufwertung und der Erhöhung der Biodiversität auf diesen Grundstücken (Beschluss Nr. VII/0871/23). Dieser Beschluss geht zurück auf einen interfraktionellen Antrag aus dem Jahr 2021 und deshalb traue ich mir zu, als Bürgermeisterin auch die Stadtvertretung von der Notwendigkeit zur Beschreitung des weiteren Weges überzeugen und mitnehmen zu können. Und ohne die Stadtvertretung als entscheidendes Gremium kann der Bürgermeister zu all den von Ihnen gestellten Fragen gute Ideen haben, für die Umsetzung braucht er zunächst einen Beschluss der Stadtvertretung. Da ich die CDU als stärkste Fraktion hinter mir habe, ist das aber ein guter Ausgangspunkt für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Stadtvertretung und Bürgermeisterin.
Darüber hinaus halte ich es aber auch für notwendig, weitere externe Partner mit dem notwendigen Sachverstand für diesen Prozess zu gewinnen. Hier denke ich z.B. an die großen Umweltinitiativen wie den BUND und den Nabu, die Imker, den Kreisverband der Gartenfreunde und ähnliche.
Um es auf den Punkt zu bringen :
Im Ziel, besserer Schutz der Natur und den Erhalt des natürlichen Lebensraumes für Pflanzen und Tiere, sind wir uns als Freunde der Erde einig, über den Weg dahin müssen wir uns als gesamte Stadtgesellschaft verständigen. Ich bin für gemeinsames Handeln ohne erhobenen Zeigefinger und möglichst wenig Verbote. Wir alle müssen mehr Überzeugungsarbeit leisten und so die noch nicht Überzeugten mit ins Boot holen. Diese andere Kommunikation und Überzeugungsarbeit habe ich mir als Bürgermeisterin fest vorgenommen.
Dies wäre übrigens auch die Maxime für mein gesamtes Wirken als Bürgermeisterin.
Falls ich Bürgermeisterin werden sollte, lade ich die Ortsgruppe Güstrow des BUND ein, sich in diesen Prozess mit ihrem Sachverstand aktiv einzubringen.
Kevin Sell:
Um die Klimapolitik der Barlachstadt zu optimieren, werde ich einen Klimabeirat ins Leben rufen, der sich aus Experten und Vertretern der Zivilgesellschaft zusammensetzt. Dieser Beirat soll beratend tätig sein und Empfehlungen zur Umsetzung unserer Klimaziele geben. Gleichzeitig wird geprüft, ob zusätzliche Verwaltungskapazitäten erforderlich sind, um die Maßnahmen effektiv umzusetzen.
Alexander Straub:
Ein eigenes Referat für Klima- und Umweltschutz wird eingerichtet, und ein Klimabeirat wird gegründet, um regelmäßig fachliche Beratung zu erhalten. Dies stellt sicher, dass Klimathemen kontinuierlich in den politischen Entscheidungsprozess integriert werden. Hier werden vor allem die Wasserwege und die Seen in Betracht gezogen.
Peter Spanowski - keine Antwort eingegangen.
Sascha Zimmermann - keine Antwort eingegangen.
Feyco Feenders:
Um den öffentlichen Nahverkehr und den Fahrradverkehr attraktiver und sicherer zu gestalten, kann der Ausbau emissionsfreier Verkehrsmittel wie Elektro- oder Wasserstoffbusse im ÖPNV einen wichtigen Beitrag leisten. Dies reduziert nicht nur die CO₂- Emissionen, sondern steigert auch die Umweltfreundlichkeit des Nahverkehrs. Auch hier sei der Hinweis auf die Haushaltslage der Kommune angebracht. Im Bereich des Fahrradverkehrs ist der Ausbau durchgehender und sicherer Radwege entscheidend. Vorrangig sollten gut ausgebaute Radverkehrsnetze ohne Unterbrechungen geschaffen werden, um Radfahrern eine sichere und bequeme Alternative zum Auto zu bieten. Zusätzlich trägt eine bessere Beleuchtung von Radwegen und Haltestellen dazu bei, die Sicherheit zu jeder Tageszeit zu erhöhen und Gefahrenstellen zu minimieren. So wird der Umstieg auf nachhaltige Mobilität für die Bürger noch attrakiver. Gerade der zweite Absatz ist ein Thema was sehr gut mit Förderprogrammen umgesetzt werden kann, so wurden in dem letzten Jahre des Öfteren solche Programme aufgelegt, um den Kommunen eine bessere Fahrrad Infrastruktur zu ermöglichen. Hier würde ich die Augen und Ohren offenhalten. Bis dahin kann jedoch schon einmal die Planungsphasen beginnen, in den geeigneten Straßen und Plätze identifiziert werden. Diese können sich dann idealerweise in die „Regionalen Radwege“ integrieren um Güstrow insgesamt auch noch attraktiver zu machen.
Christiane Held:
Der Ausbau und die Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Nahverkehrs sowie des Fahrradverkehrs sind entscheidend für eine nachhaltige Mobilität. Durch gezielte Maßnahmen in den Bereichen Infrastruktur, Preisgestaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Integration der Verkehrssysteme kann eine umweltfreundliche und benutzerfreundliche Verkehrsinfrastruktur geschaffen werden, die die Lebensqualität in der Stadt erhöht.
Beisiele:
- Bessere Beleuchtung von Geh- und Radwegen
- Regelungen für Fahradverkehr und Elektromobiele im innerstädtischem Gebiet und damit auch genügend Platz auf Straßen mit erhötem Verkehrsaufkommen.
- Erleichtertes Umsteigen von Bahn, Bus und Rad
- bessere Beschilderung des Radweges Berlin - Kopenhagen
- mehr überdachte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
- Rad-Wanderweg um Inselsee
- Präsenz von Kontrolleuren in öffentlichen Verkehrsmitteln und Haltestellen ggf.
Erarbeitung eines Kataloges mit Busgeldern bei schwerwiegenden Verstößen
Stefan Höpner:
Der öffentliche Personennahverkehr ist Angelegenheit des Landkreises. Die Stadt ist in die Prozesse involviert. Hier wird ständig den veränderten Bedürfnissen der Bürger Rechnung getragen. Über den Fahrradverkehr müssen wir neu sprechen. Innerstädtisch vollzieht er sich nach meiner Beobachtung ziemlich ungeordnet, außerhalb gibt es Nachholbedarf.
Julia Krumm:
Der ÖPVN liegt teilweise in der Zuständigkeit des Landkreises – dieser betreibt die Buslinien. Hier müsste man ganz klar in Gespräche gehen und Probleme aufzeigen z.B. gibt es immer viel Stau an der Ecolea Schule zum Schulschluss (ca. 15Uhr), weil kein Bus mehr von der Gleviner Straße zu den Dörfern fährt oder es gibt nur schlechte Anbindungen zu entfernteren Zielen wie die OASE oder dem Inselsee. Die Einführung von gewissen Preisanreizen bei der Ticketgestaltung z.B. Familientickets oder Flatrate-Angebote könnten angedacht werden. Ich finde die Idee eines 70+ Tickets nach Stralsunder Vorbild (ab 70 Jahren fahren einheimische kostenlos mit dem Bus) als eine super Idee für die Wertschätzung der Senioren, der Umwelt, der Sicherheit und der Integration ins Leben. Hierzu ist allerdings ein Beschluss im Haushalt nötig und eine Freigabe der Haushaltsmittel für dieses Projekt, dazu müsste ich erst eine genaue Prüfung der Gelder durchführen. Stralsund kostet diese Idee ca. 1,7Mio. Euro im Jahr und dies müsste man für Güstrow einmal berechnen. In den letzten Jahren wurden schon viele Radwege gebaut. Leider sind von diesen mittlerweile einige schon wieder sanierungsbedürftig – diese müssen wieder hergerichtet werden. Mir persönlich fehlen teilweise Fahrradanbindungen an die Dörfer, wie z.B. Richtung Sarmstorf oder Glasewitz. Aber auch hier muss mit den anderen Gemeinden geredet und kommuniziert werden, um dieses Problem anzugehen. Ich bin auch für mehr Fahrradabstellplätze gerade in höher frequentierten Zonen wie z.B. der Innenstadt bzw. nähere Umgebung sowie für Ladestationen für E-Bikes an gewissen Orten. Fahrradfahren im Allgemeinen könnte man durch gewisse Wettbewerbe, gezielt vermarktete Routen, Events und Aufklärung (sportlicher Aspekt) attraktiver machen und bewerben. Eine Förderung von kombinierten Mobilitätsangeboten ÖPVN, Fahrradverleih, E-Bike Verleih, um einen Übergang zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln zu erleichtern, wäre ebenfalls eine interessante Idee. Im Allgemeinen gibt es auch im Straßenverkehr Verbesserungen bzgl. der Sicherheit. Ich wäre für eine Einführung von Zebrastreifen vor jeder Schule, sowie die Einführung von verkehrsberuhigten Zonen. Barrierefreie Busse tragen ebenfalls zu Akzeptanz und Sicherheit bei.
Mario Lenz:
Nach Möglichkeiten und örtlichen Gegebenheiten auf längere Frist würde ich folgende Punkte in Planung nehmen.
1. **Ausbau und Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV)**
1.1 **Taktverdichtung und Ausbau des Liniennetzes**
- **Höhere Taktfrequenzen**: Dicht getaktete Busse und Bahnen sorgen für kürzere Wartezeiten, was den ÖPNV als schnelle Alternative zum Auto attraktiver macht.
- **Erweiterung des Liniennetzes**: Besonders Stadtrandgebiete und ländliche Regionen sollten durch neue oder optimierte Linien besser angebunden werden, um den Umstieg vom Auto zu fördern.
- **Nachtverkehr**: Ausbau der Nachtlinien oder Einführung von speziellen Nachtbussen, um auch abends eine zuverlässige Mobilität zu gewährleisten.
1.2 **Attraktive Tarifsysteme**
- **Einfachere und günstigere Tarife**: Einheitliche und transparente Tarife, z.B. Flatrate-Tickets für verschiedene Nutzergruppen, fördern die Nutzung des ÖPNV.
- **Subventionierte Tickets**: Vergünstigte Tarife für bestimmte Gruppen (Schüler, Studierende, Senioren) sowie einkommensschwache Haushalte.
- **Kombitickets für Fahrrad und ÖPNV**: Vergünstigte Kombitickets für Fahrradmitnahme (Bike+Ride) steigern die Attraktivität multimodaler Fortbewegung.
1.3 **Verkehrsmittelverknüpfung und Multimodalität**
- **Bike+Ride-Infrastruktur**: Mehr Fahrradabstellplätze an Bahnhöfen und Haltestellen ermöglichen es Pendlern, das Rad in Kombination mit ÖPNV zu nutzen.
- **Park+Ride-Anlagen**: Schaffung von Park+Ride-Standorten an Verkehrsknotenpunkten oder am Stadtrand, um Pendler auf den ÖPNV umzulenken.
- **Carsharing-Integration**: Carsharing-Stationen an ÖPNV-Haltestellen oder Bahnhöfen bieten flexible Alternativen für die letzte Meile.
1.4 **Attraktive und moderne Infrastruktur**
- **Moderne, emissionsarme Fahrzeuge**: Investitionen in umweltfreundliche Busse und Bahnen (z.B. Elektro- oder Wasserstofffahrzeuge) reduzieren CO₂-Emissionen und bieten höheren Fahrkomfort.
- **Saubere, gut beleuchtete Haltestellen**: Saubere und sichere Haltestellen mit Echtzeitinformationen und Überdachungen erhöhen die Nutzerfreundlichkeit.
- **Kostenloses WLAN und digitale Services**: Digitale Fahrpläne, Ticket-Apps und freies WLAN steigern die Attraktivität des ÖPNV.
1.5 **Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit**
- **Vorrang im Straßenverkehr**: Eigene Busspuren, Ampelvorrang und separate Fahrstreifen machen den ÖPNV pünktlicher und zuverlässiger im Vergleich zum Individualverkehr.
- **Minimierung von Verspätungen**: Der Einsatz digitaler Systeme zur Verkehrssteuerung kann Verspätungen und Störungen im ÖPNV effizient reduzieren.
2. **Förderung und Ausbau des Fahrradverkehrs**
2.1 **Ausbau der Radinfrastruktur**
- **Sichere, durchgehende Radwege**: Der Bau von durchgehenden, breiten und gut beleuchteten Radwegen fördert die Sicherheit und Komfort für Radfahrer.
- **Abgetrennte Radwege**: Physische Trennung von Rad- und Autospuren zur Minimierung von Unfällen und Erhöhung der Sicherheit.
- **Radschnellwege für Pendler**: Schnellstraßen für Radfahrer ermöglichen zügige Verbindungen zwischen Vororten und Stadtzentren, ohne häufige Unterbrechungen durch Ampeln oder Kreuzungen.
2.2 **Verbesserte Fahrradabstellmöglichkeiten**
- **Sichere Abstellanlagen**: Fahrradboxen, überdachte Stellplätze und Fahrradparkhäuser an zentralen Punkten verringern Diebstahlrisiken und erhöhen den Komfort für Pendler.
- **Fahrradstationen**: Zentren mit Fahrradverleih, Werkstätten und Ladestationen bieten umfassenden Service für Radfahrer.
2.3 **Förderung von E-Bikes und Lastenrädern**
- **Subventionen für E-Bikes und Lastenräder**: Finanzielle Unterstützung für den Kauf von E-Bikes oder Lastenrädern, um nachhaltige Alternativen zum Auto zu fördern.
- **Ladestationen für E-Bikes**: Ausbau von öffentlichen Ladestationen entlang von Fahrradwegen und an zentralen Standorten.
2.4 **Verkehrssicherheit und Bildung**
- **Anpassung der Verkehrsführung**: Geschützte Kreuzungen, zusätzliche Radspuren und radfreundliche Ampelschaltungen erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr.
- **Fahrradbildung in Schulen**: Kurse für Schüler zur Förderung des sicheren Radfahrens im Alltag.
- **Kampagnen zur Radförderung**: Öffentlichkeitskampagnen, die die gesundheitlichen und ökologischen Vorteile des Radfahrens hervorheben.
3. **Koordination und Integration von ÖPNV und Fahrradverkehr**
- **Fahrradmitnahme im ÖPNV**: Einfache und kostengünstige Fahrradmitnahme in Bussen und Bahnen, z.B. durch Fahrradabteile oder speziell ausgerüstete Fahrzeuge.
- **Kombination von Radverkehr und Carsharing**: An Mobilitätsknotenpunkten könnten Carsharing-Fahrzeuge bereitgestellt werden, um flexible und multimodale Transportmöglichkeiten anzubieten.
Cornelia Rosentreter:
Um die Biodiversität zu erhalten, stehen Kommunen in der ersten Reihe. Denn auf den stadteigenen Grünflächen kann nicht nur viel für den Artenreichtum getan werden. Kommunen können durch ihr Engagement für mehr Vielfalt auch zum Vorbild für private Gartenbesitzer werden.“ Dies ist ein Zitat aus dem Beitrag Gemeinsam für Artenschutz von Annette Lübbers in der Zeitschrift KOMMUNAL. Inhaltlich geht es in diesem Beitrag darum, den erfolgreichen Weg von Mainz seit 2010 mit seiner Biodiversitätsstrategie vorzustellen. Daneben wird aufgezeigt, wie in Verden an der Aller mit dieser Thematik umgegangen wird. Für mich klingt das sehr plausibel und ich halte es auch auf unsere Barlachstadt Güstrow anwendbar bzw. entspräche es meiner politischen Herangehensweise.
Als Vorbild mit den stadteigenen Flächen vorangehen, dazu ein Mix aus Umweltbildung, Aufklärung und Kommunikation. Ohne Verbote und Überwachung wird es nicht gehen, aber ausschließlich Verbote führen nicht zum von uns allen gewünschten Erfolg (zur Frage nach den Schottergärten).
In Verden hat man einen Förderantrag im Bundesprogramm Biologische Vielfalt positiv beschieden bekommen und finanziert daraus jetzt unter anderem eine Biodiversitätsmanagerin und externe fachliche Unterstützung. Die Stadt hat sich daneben dem Verbund Kommunen für biologische Vielfalt angeschlossen (bestehend derzeit aus 394 Kommunen) und profitiert auf diese Weise von den Erfahrungen anderer Kommunen, die diese bereits sammeln konnten.
Ziele für unsere Barlachstadt könnten z. B. sein, noch mehr reine Grünflächen zu Blühflächen umzuwandeln, tierische und pflanzliche Lebensräume zu vernetzen und ein deutliches Plus an entsiegelten Flächen. Mustergärten wären hierfür ein gutes Mittel zur Demonstration.
Diesen Prozess kann aber nicht der Bürgermeister mit der Verwaltung alleine umsetzen. Zunächst braucht es dafür auch die Stadtvertretung als das entscheidende Gremium. Ein Beschluss diesbezüglich wurde am 13.04.2023 bereits gefasst. Auf bestimmten städtischen Flächen werden die Mäh- und Pflegemaßnahmen reduziert und Blühstreifen angelegt, mit dem Ziel der ökologischen Aufwertung und der Erhöhung der Biodiversität auf diesen Grundstücken (Beschluss Nr. VII/0871/23). Dieser Beschluss geht zurück auf einen interfraktionellen Antrag aus dem Jahr 2021 und deshalb traue ich mir zu, als Bürgermeisterin auch die Stadtvertretung von der Notwendigkeit zur Beschreitung des weiteren Weges überzeugen und mitnehmen zu können. Und ohne die Stadtvertretung als entscheidendes Gremium kann der Bürgermeister zu all den von Ihnen gestellten Fragen gute Ideen haben, für die Umsetzung braucht er zunächst einen Beschluss der Stadtvertretung. Da ich die CDU als stärkste Fraktion hinter mir habe, ist das aber ein guter Ausgangspunkt für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Stadtvertretung und Bürgermeisterin.
Darüber hinaus halte ich es aber auch für notwendig, weitere externe Partner mit dem notwendigen Sachverstand für diesen Prozess zu gewinnen. Hier denke ich z.B. an die großen Umweltinitiativen wie den BUND und den Nabu, die Imker, den Kreisverband der Gartenfreunde und ähnliche.
Um es auf den Punkt zu bringen :
Im Ziel, besserer Schutz der Natur und den Erhalt des natürlichen Lebensraumes für Pflanzen und Tiere, sind wir uns als Freunde der Erde einig, über den Weg dahin müssen wir uns als gesamte Stadtgesellschaft verständigen. Ich bin für gemeinsames Handeln ohne erhobenen Zeigefinger und möglichst wenig Verbote. Wir alle müssen mehr Überzeugungsarbeit leisten und so die noch nicht Überzeugten mit ins Boot holen. Diese andere Kommunikation und Überzeugungsarbeit habe ich mir als Bürgermeisterin fest vorgenommen.
Dies wäre übrigens auch die Maxime für mein gesamtes Wirken als Bürgermeisterin.
Falls ich Bürgermeisterin werden sollte, lade ich die Ortsgruppe Güstrow des BUND ein, sich in diesen Prozess mit ihrem Sachverstand aktiv einzubringen.
Kevin Sell:
Das Radwegenetz unserer Stadt wurde in den letzten Jahrzehnten stetig ausgebaut und umfasst derzeit etwa 45 km benutzungspflichtige Radwege. Gehwege wurden für Radfahrer freigegeben, um Alltagsrouten entlang des Vorrangstraßennetzes zu ermöglichen. Bei der Sanierung von Hauptverkehrsstraßen wird der Ausbau benutzungspflichtiger Radwege weiter vorangetrieben. In den Wohnquartieren nutzen Radfahrer die Fahrbahn, wo attraktive Fahrbahnbeläge geplant sind, um die Sicherheit zu erhöhen. Ein Beispiel hierfür ist der „Schwarze Weg“, der als Fahrradstraße ausgebaut wurde. Zusätzlich wird derzeit eine Bike & Ride-Anlage am Bahnhof errichtet, gefördert durch das Programm „Stadt und Land“. Die Planung für ein geschlossenes Radwegenetz wird fortgeschrieben und die Bedürfnisse der Radfahrer in die Öffentlichkeitsbeteiligung einfließen. Eine Beschlussfassung durch die Stadtvertretung ist für 2024 geplant. Für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) ist ein Ausbau der Attraktivität geplant, insbesondere durch den Einsatz von Wasserstoffbussen und die Einführung von Rufbussen im Umland. Das Haltestellenkonzept wird bis 2024 mit weiteren Fördermitteln barrierefrei ausgebaut.
Alexander Straub:
Der Ausbau der Radinfrastruktur, mit mehr Radwegen und Abstellmöglichkeiten, sowie die Erhöhung der Taktfrequenz und die Kostensenkung im öffentlichen Nahverkehr machen beide Optionen attraktiver und sicherer. Durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, wie gut beleuchtete Radwege, wird die Nutzung gefördert. Der Bahnhof muss ausgebaut werden, der Buspendelverkehr erhöht und die Verkehrsdichte aus Verbrennermotoren betriebenen Fahrzeugen gesenkt werden. Die Abgase a den Hauptverkehrsstraßen kontrolliert werden und die Elektrofahrzeuge Dichte sollten in Güstrow massive erhöht werden.
Peter Spanowski - keine Antwort eingegangen.
Sascha Zimmermann - keine Antwort eingegangen.
Feyco Feenders:
In einem solchen Fall – falls die Frage auf einen Verein abzielt – sind die Möglichkeiten als Bürgermeister begrenzt, da Vereine ihre Satzung grundsätzlich frei gestalten können. Vereine haben das Recht, ihre internen Regelungen sehr themenspezifisch zu gestalten. Im Hinblick auf Schottergärten könnte ein Verein in seiner Satzung beispielsweise festlegen, dass solche Flächen unzulässig sind, da sie dem Vereinszweck (wie der Förderung ökologischer oder naturnaher Gärten) widersprechen. Zudem könnten naturnahe und biodiversitätsfreundliche Gestaltungen verpflichtend gemacht werden. Verstöße gegen diese Regelungen könnten dann durch Verwarnungen, Geldstrafen oder sogar den Ausschluss aus dem Verein sanktioniert werden. Die Stadt selbst hat die Möglichkeit, im Rahmen von Bebauungsplänen in Wohngebieten entsprechende Vorgaben zu erlassen, um Schottergärten einzuschränken oder zu regulieren. Hierbei muss jedoch der rechtliche Rahmen sorgfältig geprüf werden, um die Zulässigkeit solcher Maßnahmen sicherzustellen.
Christiane Held:
Ein konsequentes Vorgehen gegen Schottergärten erfordert eine Kombination aus rechtlichen Regelungen, Aufklärung und Förderung alternativer Gartenformen. Durch die Schaffung einer Satzung, die klare Richtlinien festlegt, sowie durch die aktive Einbindung der Bürger und Experten kann eine nachhaltige und umweltfreundliche Gestaltung von Gärten gefördert werden.
Stefan Höpner:
Auch hier kann man in der Planungsphase Vorgaben erlassen, welche eine Regelung vorsieht. Schottergärten sind nicht grundsätzlich als negativ zu bewerten. Als Wärmeinseln (Gestaltungselement) bieten sie gerade Insekten und Kriechtieren gute Möglichkeiten, sich zu entwickeln, so sie inselartig in die Planung einfließen (siehe Antwort 1).
Julia Krumm:
z.B. in Satzungen bereits verhindern?
Verankerung eines Verbots von Schottergärten in der Satzung: Eine klare und verbindliche Regelung könnte in der städtischen Bauordnung oder Gestaltungssatzung festgelegt werden, die die Anlage von Schottergärten untersagt bzw. auf einen kleinen Teil der Gartenfläche reduziert. Man könnte vorschlagen, dass Vorgärten und andere unbebaute Flächen zukünftig begrünt oder mit naturnahen Materialien gestaltet werden müssen, um zur Verbesserung des Stadtklimas beizutragen. Dies könnte man einfach und verständlich formulieren, sodass die Bürger das Problem von Schottergärten sowie dessen Auswirkung auf die Umwelt, verstehen und somit auch nachvollziehen können, warum sie diese nicht anlegen sollten. Dadurch würde man Aufklärung und Akzeptanz dieser Maßnahme schaffen. Auch hier könnte man im Vorfeld schon Informationskampangen sowie Aufklärung betreiben oder wie oben schon gesagt, Wettbewerbe und Auszeichnungen durchführen.
Mario Lenz:
1. **Anpassung der Bebauungspläne und Satzungen**
1.1 **Verbot von Schottergärten in Satzungen**
- Gemeinden können Schottergärten durch klare Regelungen in Bebauungsplänen und Grünflächensatzungen verbieten.
- Definition von Schottergärten als „überwiegend versiegelte Flächen“ oder „flächendeckende Stein- oder Kiesflächen ohne Bepflanzung“ zur Vermeidung von Missverständnissen.
1.2 **Pflicht zur Begrünung**
- Vorgärten müssen naturnah gestaltet werden, eventuell mit Vorgaben zur Nutzung heimischer, pflegeleichter Pflanzen, die insektenfreundlich sind.
1.3 **Klarstellung der Verpflichtungen im Baugesetzbuch**
- Gemeinden können § 9 Abs. 1 Nr. 25 des BauGB, der die Begrünung von nicht überbauten Flächen vorschreibt, in ihren Regelwerken konkretisieren und stärker durchsetzen.
2. **Kontrollen und Sanktionen**
2.1 **Regelmäßige Kontrollen**
- Nach Einführung eines Schottergarten-Verbots sollten städtische Kontrollen durchgeführt werden, um die Einhaltung sicherzustellen. Bei Verstößen kann eine Anordnung zur Umgestaltung erfolgen.
2.2 **Bußgelder bei Verstößen**
- Bußgelder sollten verhängt werden, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen und die Rückumgestaltung hin zu naturnahen Flächen zu unterstützen.
3. **Förderprogramme und Anreize zur naturnahen Gartengestaltung**
3.1 **Finanzielle Anreize für Begrünung**
- Zuschüsse oder Förderprogramme zur Begrünung von Flächen, insbesondere bei der Entsiegelung von Schottergärten, könnten eingerichtet werden.
3.2 **Beratungsangebote und kostenlose Pflanzensets**
- Beratungen für Bürger zur naturnahen Gartengestaltung, begleitet von der Verteilung kostenloser Pflanzensets mit heimischen Pflanzen, könnten die Umgestaltung unterstützen.
3.3 **Wettbewerbe zur schönsten Grünfläche**
- Wettbewerbe zur Prämierung der besten naturnahen Gärten fördern das Bewusstsein für grüne, umweltfreundliche Gartengestaltung.
4. **Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit**
4.1 **Informationskampagnen über die Nachteile von Schottergärten**
- Aufklärungskampagnen sollten die ökologischen Nachteile von Schottergärten, wie die Erwärmung und die negative Auswirkung auf die Artenvielfalt, ins Bewusstsein rücken.
4.2 **Beratung und Schulung von Bauherren und Gärtnern**
- Bauherren und Landschaftsgärtner sollten über ökologische und rechtliche Vorgaben informiert werden, um schon in der Planungsphase nachhaltige Gärten zu fördern.
4.3 **Schaffung von Vorbildprojekten**
- Kommunale Flächen könnten als Modellprojekte naturnah gestaltet werden, um positive Beispiele für Bürger zu schaffen und öffentlichkeitswirksam zu präsentieren.
5. **Förderung von Entsiegelung und Renaturierung**
5.1 **Förderung der Entsiegelung bestehender Schottergärten**
- Ein Förderprogramm für die Entsiegelung bestehender Schottergärten könnte Eigentümer motivieren, ihre Flächen freiwillig naturnah umzugestalten.
5.2 **Förderung der Regenwasserversickerung**
- Die Anlage von Regenwassersickerflächen könnte ebenfalls durch finanzielle Anreize unterstützt werden, um eine nachhaltige Bewirtschaftung von Grundstücken zu fördern.
6. **Langfristige rechtliche Absicherung**
6.1 **Integration in Bauvorschriften**
- Auf Landesebene könnten Schottergarten-Verbote in Bauvorschriften aufgenommen werden, um eine einheitliche Rechtsgrundlage zu schaffen und eine flächendeckende Regelung zu ermöglichen.
6.2 **Verpflichtung zu Begrünungsplänen bei Neubauten**
- Neubauten könnten dazu verpflichtet werden, Begrünungspläne vorzulegen, die naturnahe Gestaltungskonzepte für die Freiflächen enthalten, um eine nachhaltige Stadtentwicklung sicherzustellen.
7. **Klimaschutz und Biodiversitätsziele in den Vordergrund rücken**
7.1 **Verknüpfung mit Klimaschutzkonzepten**
- Die Vermeidung von Schottergärten kann als Bestandteil eines kommunalen Klimaschutzkonzepts verankert werden, da grüne Flächen das Mikroklima positiv beeinflussen und Hitzeinseln reduzieren.
7.2 **Biodiversität und Insektenschutz stärken**
- Naturnah gestaltete Gärten fördern die Biodiversität und tragen zum Insektenschutz bei, was zum Erreichen von Zielen der Biodiversitätsstrategie beiträgt.
Cornelia Rosentreter:
Um die Biodiversität zu erhalten, stehen Kommunen in der ersten Reihe. Denn auf den stadteigenen Grünflächen kann nicht nur viel für den Artenreichtum getan werden. Kommunen können durch ihr Engagement für mehr Vielfalt auch zum Vorbild für private Gartenbesitzer werden.“ Dies ist ein Zitat aus dem Beitrag Gemeinsam für Artenschutz von Annette Lübbers in der Zeitschrift KOMMUNAL. Inhaltlich geht es in diesem Beitrag darum, den erfolgreichen Weg von Mainz seit 2010 mit seiner Biodiversitätsstrategie vorzustellen. Daneben wird aufgezeigt, wie in Verden an der Aller mit dieser Thematik umgegangen wird. Für mich klingt das sehr plausibel und ich halte es auch auf unsere Barlachstadt Güstrow anwendbar bzw. entspräche es meiner politischen Herangehensweise.
Als Vorbild mit den stadteigenen Flächen vorangehen, dazu ein Mix aus Umweltbildung, Aufklärung und Kommunikation. Ohne Verbote und Überwachung wird es nicht gehen, aber ausschließlich Verbote führen nicht zum von uns allen gewünschten Erfolg (zur Frage nach den Schottergärten).
In Verden hat man einen Förderantrag im Bundesprogramm Biologische Vielfalt positiv beschieden bekommen und finanziert daraus jetzt unter anderem eine Biodiversitätsmanagerin und externe fachliche Unterstützung. Die Stadt hat sich daneben dem Verbund Kommunen für biologische Vielfalt angeschlossen (bestehend derzeit aus 394 Kommunen) und profitiert auf diese Weise von den Erfahrungen anderer Kommunen, die diese bereits sammeln konnten.
Ziele für unsere Barlachstadt könnten z. B. sein, noch mehr reine Grünflächen zu Blühflächen umzuwandeln, tierische und pflanzliche Lebensräume zu vernetzen und ein deutliches Plus an entsiegelten Flächen. Mustergärten wären hierfür ein gutes Mittel zur Demonstration.
Diesen Prozess kann aber nicht der Bürgermeister mit der Verwaltung alleine umsetzen. Zunächst braucht es dafür auch die Stadtvertretung als das entscheidende Gremium. Ein Beschluss diesbezüglich wurde am 13.04.2023 bereits gefasst. Auf bestimmten städtischen Flächen werden die Mäh- und Pflegemaßnahmen reduziert und Blühstreifen angelegt, mit dem Ziel der ökologischen Aufwertung und der Erhöhung der Biodiversität auf diesen Grundstücken (Beschluss Nr. VII/0871/23). Dieser Beschluss geht zurück auf einen interfraktionellen Antrag aus dem Jahr 2021 und deshalb traue ich mir zu, als Bürgermeisterin auch die Stadtvertretung von der Notwendigkeit zur Beschreitung des weiteren Weges überzeugen und mitnehmen zu können. Und ohne die Stadtvertretung als entscheidendes Gremium kann der Bürgermeister zu all den von Ihnen gestellten Fragen gute Ideen haben, für die Umsetzung braucht er zunächst einen Beschluss der Stadtvertretung. Da ich die CDU als stärkste Fraktion hinter mir habe, ist das aber ein guter Ausgangspunkt für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Stadtvertretung und Bürgermeisterin.
Darüber hinaus halte ich es aber auch für notwendig, weitere externe Partner mit dem notwendigen Sachverstand für diesen Prozess zu gewinnen. Hier denke ich z.B. an die großen Umweltinitiativen wie den BUND und den Nabu, die Imker, den Kreisverband der Gartenfreunde und ähnliche.
Um es auf den Punkt zu bringen :
Im Ziel, besserer Schutz der Natur und den Erhalt des natürlichen Lebensraumes für Pflanzen und Tiere, sind wir uns als Freunde der Erde einig, über den Weg dahin müssen wir uns als gesamte Stadtgesellschaft verständigen. Ich bin für gemeinsames Handeln ohne erhobenen Zeigefinger und möglichst wenig Verbote. Wir alle müssen mehr Überzeugungsarbeit leisten und so die noch nicht Überzeugten mit ins Boot holen. Diese andere Kommunikation und Überzeugungsarbeit habe ich mir als Bürgermeisterin fest vorgenommen.
Dies wäre übrigens auch die Maxime für mein gesamtes Wirken als Bürgermeisterin.
Falls ich Bürgermeisterin werden sollte, lade ich die Ortsgruppe Güstrow des BUND ein, sich in diesen Prozess mit ihrem Sachverstand aktiv einzubringen.
Kevin Sell:
Um gegen die Anlage von Schottergärten vorzugehen, beabsichtige ich, die bestehenden Satzungen zu überarbeiten und klare Richtlinien zu schaffen, die den Einsatz von Schotter einschränken. Informationskampagnen werden die Bürger über die negativen Auswirkungen auf Biodiversität und Stadtklima aufklären. Zudem plane ich, Anreize für naturnahe Gärten zu schaffen, etwa durch Förderprogramme für heimische Pflanzen und nachhaltige Gartenkonzepte.
Alexander Straub:
Durch Änderungen der örtlichen Satzungen soll die Anlage von Schottergärten verboten oder stark eingeschränkt werden. Stattdessen werden ökologisch wertvolle Alternativen gefördert, wie z.B. durchlässige Gärten und Rasenflächen, die die Biodiversität unterstützen.
Peter Spanowski - keine Antwort eingegangen.
Sascha Zimmermann - keine Antwort eingegangen.
Feyco Feenders:
Hier müssten Sie mir leider helfen, meinen Sie die 2001er Version der Satzung? Diese müsste ich mir leider erst durchlesen, um den Inhalt bewerten zu können. Vielleicht wurde die Satzung außer Kraft gesetzt, weil Sie gegen höheres Landesrecht verstoßen hatte oder andere Gründe vorlagen. Zu dieser Frage kann ich Ihnen leider noch keine Antwort geben.
Christiane Held:
keine Angaben.
Stefan Höpner:
Die entscheidenden Bestandteile finden sich seit der letzten Änderung im Jahr 2009 im Landesnaturschutzgesetz (§§11 – 23) wieder. Sollte eine Präzisierung diesbezüglich notwendig sein, was ich momentan nicht sehe, wäre eine Überarbeitung denkbar. Dazu würden entsprechende Fachleute für die Erarbeitung zu Rate gezogen.
Julia Krumm:
Ich habe mir die Fassung einmal durchgelesen, jedoch müsste ich mich tiefer mit der Materie beschäftigen und mich zu dem Thema beraten lassen. Ich weiß im Moment nicht genau, inwieweit bei Bebauungen noch oder schon auf diese Anliegen geachtet wird. Ich persönlich finde eine Gehölzschutzsache wichtig, um den Schutz von Bäumen und Sträuchern in Güstrow zu gewährleisten und die Natur in unserer Stadt zu bewahren. Alle Bürger sehnen sich nach Grünflächen, Bäumen bzw. Natur im Allgemeinen und diese Anliegen müssen angemessen berücksichtigt werden.
Mario Lenz:
Ja.
Cornelia Rosentreter:
Um die Biodiversität zu erhalten, stehen Kommunen in der ersten Reihe. Denn auf den stadteigenen Grünflächen kann nicht nur viel für den Artenreichtum getan werden. Kommunen können durch ihr Engagement für mehr Vielfalt auch zum Vorbild für private Gartenbesitzer werden.“ Dies ist ein Zitat aus dem Beitrag Gemeinsam für Artenschutz von Annette Lübbers in der Zeitschrift KOMMUNAL. Inhaltlich geht es in diesem Beitrag darum, den erfolgreichen Weg von Mainz seit 2010 mit seiner Biodiversitätsstrategie vorzustellen. Daneben wird aufgezeigt, wie in Verden an der Aller mit dieser Thematik umgegangen wird. Für mich klingt das sehr plausibel und ich halte es auch auf unsere Barlachstadt Güstrow anwendbar bzw. entspräche es meiner politischen Herangehensweise.
Als Vorbild mit den stadteigenen Flächen vorangehen, dazu ein Mix aus Umweltbildung, Aufklärung und Kommunikation. Ohne Verbote und Überwachung wird es nicht gehen, aber ausschließlich Verbote führen nicht zum von uns allen gewünschten Erfolg (zur Frage nach den Schottergärten).
In Verden hat man einen Förderantrag im Bundesprogramm Biologische Vielfalt positiv beschieden bekommen und finanziert daraus jetzt unter anderem eine Biodiversitätsmanagerin und externe fachliche Unterstützung. Die Stadt hat sich daneben dem Verbund Kommunen für biologische Vielfalt angeschlossen (bestehend derzeit aus 394 Kommunen) und profitiert auf diese Weise von den Erfahrungen anderer Kommunen, die diese bereits sammeln konnten.
Ziele für unsere Barlachstadt könnten z. B. sein, noch mehr reine Grünflächen zu Blühflächen umzuwandeln, tierische und pflanzliche Lebensräume zu vernetzen und ein deutliches Plus an entsiegelten Flächen. Mustergärten wären hierfür ein gutes Mittel zur Demonstration.
Diesen Prozess kann aber nicht der Bürgermeister mit der Verwaltung alleine umsetzen. Zunächst braucht es dafür auch die Stadtvertretung als das entscheidende Gremium. Ein Beschluss diesbezüglich wurde am 13.04.2023 bereits gefasst. Auf bestimmten städtischen Flächen werden die Mäh- und Pflegemaßnahmen reduziert und Blühstreifen angelegt, mit dem Ziel der ökologischen Aufwertung und der Erhöhung der Biodiversität auf diesen Grundstücken (Beschluss Nr. VII/0871/23). Dieser Beschluss geht zurück auf einen interfraktionellen Antrag aus dem Jahr 2021 und deshalb traue ich mir zu, als Bürgermeisterin auch die Stadtvertretung von der Notwendigkeit zur Beschreitung des weiteren Weges überzeugen und mitnehmen zu können. Und ohne die Stadtvertretung als entscheidendes Gremium kann der Bürgermeister zu all den von Ihnen gestellten Fragen gute Ideen haben, für die Umsetzung braucht er zunächst einen Beschluss der Stadtvertretung. Da ich die CDU als stärkste Fraktion hinter mir habe, ist das aber ein guter Ausgangspunkt für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Stadtvertretung und Bürgermeisterin.
Darüber hinaus halte ich es aber auch für notwendig, weitere externe Partner mit dem notwendigen Sachverstand für diesen Prozess zu gewinnen. Hier denke ich z.B. an die großen Umweltinitiativen wie den BUND und den Nabu, die Imker, den Kreisverband der Gartenfreunde und ähnliche.
Um es auf den Punkt zu bringen :
Im Ziel, besserer Schutz der Natur und den Erhalt des natürlichen Lebensraumes für Pflanzen und Tiere, sind wir uns als Freunde der Erde einig, über den Weg dahin müssen wir uns als gesamte Stadtgesellschaft verständigen. Ich bin für gemeinsames Handeln ohne erhobenen Zeigefinger und möglichst wenig Verbote. Wir alle müssen mehr Überzeugungsarbeit leisten und so die noch nicht Überzeugten mit ins Boot holen. Diese andere Kommunikation und Überzeugungsarbeit habe ich mir als Bürgermeisterin fest vorgenommen.
Dies wäre übrigens auch die Maxime für mein gesamtes Wirken als Bürgermeisterin.
Falls ich Bürgermeisterin werden sollte, lade ich die Ortsgruppe Güstrow des BUND ein, sich in diesen Prozess mit ihrem Sachverstand aktiv einzubringen.
Kevin Sell:
Die Aufhebung der Gehölzschutzsatzung erfolgt zugunsten des vereinfachten Verwaltungsvollzugs, da der gesetzliche Mindestschutz durch das Naturschutzausführungsgesetz M-V als ausreichend betrachtet wird. Bäume ab einem Stammumfang von 1 Meter bleiben geschützt, und die Verantwortung für den Schutz von Gehölzen liegt künftig verstärkt bei den Bürgern. Die Überwachung erfolgt durch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Rostock. Es wird geprüft, ob die Bürger die Verantwortung zum Schutz von Gehölzen nachkommt.
Alexander Straub:
Die Gehölzschutzsatzung der Stadt wird überarbeitet und wieder in Kraft gesetzt, um Bäume und Grünflächen, insbesondere in urbanen Gebieten, besser zu schützen.
Peter Spanowski - keine Antwort eingegangen.
Sascha Zimmermann - keine Antwort eingegangen.
Feyco Feenders:
Im Rahmen der nachhaltigen Stadtplanung für Güstrow bis zur 800-Jahrfeier im Jahr 2028 könnte die Entwicklung ökologischer Wohngebiete angestrebt werden, die umweltfreundliche Konzepte und eine grüne Infrastruktur berücksichtigen. Dazu könnte die Integration von Regenwasserbewirtschaftung und die Schaffung von Grünflächen zählen, die sowohl die Lebensqualität der Bewohner erhöhen als auch zur Biodiversität beitragen. Darüber hinaus könnte eine strategische Baumpflanzung in Wohngebieten und entlang von Verkehrsstraßen erfolgen, um Schatten zu spenden, die Luftqualität zu verbessern und ein angenehmes Stadtklima zu fördern. Um den Erfolg dieser Maßnahmen zu gewährleisten, wäre es wichtig, regelmäßige Evaluationen durchzuführen. Monitoring-Mechanismen könnten etabliert werden, um den Fortschritt der Begrünungsmaßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Zielorientierte Maßnahmen, die bis zur 800-Jahrfeier erreicht werden sollten, könnten die Anzahl neu gepflanzter Bäume oder die Flächenausdehnung von Grünflächen umfassen. So könnte sichergestellt werden, dass Güstrow sich zu einer lebenswerten, umweltfreundlichen Stadt entwickelt, die sowohl den Bedürfnissen der Bürger als auch den Anforderungen des Klimaschutzes gerecht wird.
Christiane Held:
Ein gut durchdachter Begrünungsplan kann nicht nur die Lebensqualität in der Stadt verbessern, sondern auch einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Durch die Einbeziehung der Bürger und die Förderung nachhaltiger Praktiken kann eine grüne und umweltfreundliche Stadt bis 2028 Wirklichkeit werden.
Idee für Güstrow bis zu 800 Jahrfeier der Stadtgründung ist:
Erneuerung des Rosengartens und Wahl einer Rosenkönigin (Amtszeit für ein Jahr) Erneuerung des Stadtgrabens von Fuchs & Igel bis zu den Wallanlagen Pflanzungen von Bäumen und Hecken um die alte Stadtmauer herum - Vogelbrutplätze schaffen ggf. Nistkästen anbringen.
Stefan Höpner:
Im Rahmen z.B. der Wärme- und Lärmschutzplanung wird Begrünung ein wichtiger Bestandteil sein. Sie dient der natürlichen Bildung von Mikroklima, welche für Insekten und Kleinsäuger eine wichtige Lebensgrundlage darstellen. Ein Anfang waren die schon von der SPD initiierten Aktionen zum Stecken von Frühjahrsblühern im Herbst. Ebenso werden schon jetzt Bepflanzungen von Verkehrsinseln als auch des Ausßenrings als Maßnahme des Bürgerhaushalts der Stadt befürwortet. Doch sollten solche Maßnahmen nicht nur auf nichtstädtischer Ideen erfolgen. Hier sollen die Bürger mehr Eigeninitiative entwickeln. Welche Möglichkeiten sich zur 800 Jahrfeier ergeben, sollte im entsprechendem Ausschuss erörtet werden. Ich selber will die Idee meines Vaters „umweltgerechte Stadt“ neu auf den Prüfstand stellen.
Julia Krumm:
Auch hier kann ich nur Ideen einbringen, da ich keine Versprechungen machen kann, welche ich eventuell nicht halten kann. Viele von diesen Entscheidungen sind zusammen mit der Stadtvertretung zu treƯen. Ich kann ihnen nur Versprechen, dass ich mich für Ideen einsetzen kann und mich kümmere.
1. Wir könnten sogenannte „kleine Wälder“ oder „Wildwiesen“ erschaffen. Dies wäre z.B. möglich im Rosengarten, in der Südstadt und bestimmt auch an weiteren Standorten. Hierzu könnte man nur ein kleines Wegenetz im Rosengarten mähen und einen Teil für den Wildwuchs lassen.
2. Ich kann mir auch vertikale Gärten vorstellen, d.h. Fassadenbegrünung fördern und unterstützen. Als Vorreiter könnten wir auf städtische Gebäude zurückgreifen, um private Haushalte zu inspirieren,
3. Förderung bzw. Unterstützung bei der Begrünung von Dächern und Vorgärten, Balkonen etc.
4. Schulen und Kindergärten, Jugendclubs mit einbeziehen und die Flächen dort „Grün“ gestalten
5. An geeigneten Stellen könnte man eine Pflanzaktion mit Bäumen, Sträuchern durchführen
6. Bei durchzuführenden Baumaßnahmen (Straßen, Leitungen, etc.) könnte man direkt eine Bergünungsidee (Bäume, Sträucher, Wiesen) mit einplanen.
Mario Lenz:
1. **Ausbau und Schutz von Grünflächen**
.1 **Erhalt und Vergrößerung bestehender Grünflächen**
- **Schutz vor Bebauung**: Bestehende Grünflächen wie Parks, Wälder und Erholungsgebiete werden gesetzlich vor einer Umwandlung in Bauflächen geschützt.
- **Ausbau von Parks und Naherholungsgebieten**: Neue Parks werden in dicht besiedelten Stadtteilen geschaffen, um Erholung zu fördern und das Stadtklima zu verbessern.
- **Grünflächenvernetzung**: Durch grüne Korridore zwischen Parks und Naturflächen entstehen Wanderkorridore für Tiere und bessere Zugänge für die Bevölkerung.
1.2 **Urban Gardening und Gemeinschaftsgärten**
- **Förderung von Urban Gardening**: Gemeinschaftsgärten in Wohngebieten bieten Möglichkeiten für Gemüseanbau und soziale Begegnungen.
- **Urbane Landwirtschaft**: Brachflächen werden für den ökologischen Anbau von Lebensmitteln und die Einrichtung von Bauernmärkten genutzt.
1.3 **Begrünung von Brachflächen**
- **Renaturierung von Brachflächen**: Unbenutzte Flächen werden als Wildblumenwiesen, Pocket-Parks oder Gemeinschaftsgärten renaturiert.
- **Temporäre Grünflächen**: Freie Flächen vor Bauvorhaben werden temporär als Grünflächen genutzt.
2. **Begrünung der Gebäude und Infrastruktur**
2.1 **Dach- und Fassadenbegrünung**
- **Dachbegrünung**: Neue Gebäude sind verpflichtet, begrünte Dächer zu integrieren, um das Mikroklima zu verbessern und Regenwasser zu speichern.
- **Fassadenbegrünung**: Öffentliche und private Gebäude werden mit Fassadenbegrünung ausgestattet, um das städtische Klima zu verbessern.
2.2 **Grüne Straßen und Plätze**
- **Straßenrandbegrünung**: Verkehrsinseln und Straßenränder werden mit insektenfreundlichen Pflanzen begrünt.
- **Schattenspendende Bäume**: Öffentliche Plätze werden mit Bäumen und Wasserquellen versehen, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern.
3. **Förderung der Biodiversität**
3.1 **Insektenfreundliche Pflanzen und Blühflächen**
- **Wildblumenwiesen**: Städtische Flächen werden zu Blühwiesen umgewandelt, um Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge zu fördern.
- **Förderung heimischer Pflanzen**: Die Stadt unterstützt das Pflanzen heimischer, insektenfreundlicher Pflanzen in privaten und öffentlichen Gärten.
3.2 **Naturnahe Gestaltung öffentlicher Flächen**
- **Naturnahe Parks**: Städtische Grünflächen werden mit Wildwiesen und Feuchtgebieten aufgewertet.
- **Lebensräume für Tiere**: Nistkästen und Insektenhotels werden installiert, um mehr Lebensraum für urbane Tiere zu schaffen.
4. **Nachhaltiges Regenwassermanagement**
4.1 **Versickerungssysteme und Regenwassernutzung**
- **Regenwassernutzung**: Neue Gebäude integrieren Systeme zur Regenwassernutzung für die Bewässerung oder Toilettenspülung.
- **Entsiegelung von Flächen**: Betonierte Flächen werden entsiegelt, um die natürliche Versickerung zu fördern und das Abwassersystem zu entlasten.
4.2 **Grüne Dächer zur Regenrückhaltung**
- **Gründächer als Wasserspeicher**: Begrünte Dächer tragen zur natürlichen Wasserrückhaltung und Kühlung des Stadtklimas bei.
5. **Bürgerbeteiligung und Bildung**
5.1 **Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsprogramme**
- **Informationskampagnen zur Begrünung**: Kampagnen informieren über die Vorteile von Begrünungsmaßnahmen und geben praktische Tipps zur naturnahen Gartengestaltung.
- **Umweltbildung an Schulen**: Schulgärten und Projekte zum Klimaschutz werden stärker in den Lehrplan integriert.
5.2 **Bürgerbeteiligung und Mitmachaktionen**
- **Mitmachaktionen zur Begrünung**: Bürger können an Baumpflanzaktionen, Urban Gardening Projekten und Pflege von Blumenwiesen teilnehmen.
- **Förderprogramme für private Begrünung**: Zuschüsse unterstützen Bürger bei der Begrünung von Dächern, Fassaden und Gärten.
Cornelia Rosentreter:
Um die Biodiversität zu erhalten, stehen Kommunen in der ersten Reihe. Denn auf den stadteigenen Grünflächen kann nicht nur viel für den Artenreichtum getan werden. Kommunen können durch ihr Engagement für mehr Vielfalt auch zum Vorbild für private Gartenbesitzer werden.“ Dies ist ein Zitat aus dem Beitrag Gemeinsam für Artenschutz von Annette Lübbers in der Zeitschrift KOMMUNAL. Inhaltlich geht es in diesem Beitrag darum, den erfolgreichen Weg von Mainz seit 2010 mit seiner Biodiversitätsstrategie vorzustellen. Daneben wird aufgezeigt, wie in Verden an der Aller mit dieser Thematik umgegangen wird. Für mich klingt das sehr plausibel und ich halte es auch auf unsere Barlachstadt Güstrow anwendbar bzw. entspräche es meiner politischen Herangehensweise.
Als Vorbild mit den stadteigenen Flächen vorangehen, dazu ein Mix aus Umweltbildung, Aufklärung und Kommunikation. Ohne Verbote und Überwachung wird es nicht gehen, aber ausschließlich Verbote führen nicht zum von uns allen gewünschten Erfolg (zur Frage nach den Schottergärten).
In Verden hat man einen Förderantrag im Bundesprogramm Biologische Vielfalt positiv beschieden bekommen und finanziert daraus jetzt unter anderem eine Biodiversitätsmanagerin und externe fachliche Unterstützung. Die Stadt hat sich daneben dem Verbund Kommunen für biologische Vielfalt angeschlossen (bestehend derzeit aus 394 Kommunen) und profitiert auf diese Weise von den Erfahrungen anderer Kommunen, die diese bereits sammeln konnten.
Ziele für unsere Barlachstadt könnten z. B. sein, noch mehr reine Grünflächen zu Blühflächen umzuwandeln, tierische und pflanzliche Lebensräume zu vernetzen und ein deutliches Plus an entsiegelten Flächen. Mustergärten wären hierfür ein gutes Mittel zur Demonstration.
Diesen Prozess kann aber nicht der Bürgermeister mit der Verwaltung alleine umsetzen. Zunächst braucht es dafür auch die Stadtvertretung als das entscheidende Gremium. Ein Beschluss diesbezüglich wurde am 13.04.2023 bereits gefasst. Auf bestimmten städtischen Flächen werden die Mäh- und Pflegemaßnahmen reduziert und Blühstreifen angelegt, mit dem Ziel der ökologischen Aufwertung und der Erhöhung der Biodiversität auf diesen Grundstücken (Beschluss Nr. VII/0871/23). Dieser Beschluss geht zurück auf einen interfraktionellen Antrag aus dem Jahr 2021 und deshalb traue ich mir zu, als Bürgermeisterin auch die Stadtvertretung von der Notwendigkeit zur Beschreitung des weiteren Weges überzeugen und mitnehmen zu können. Und ohne die Stadtvertretung als entscheidendes Gremium kann der Bürgermeister zu all den von Ihnen gestellten Fragen gute Ideen haben, für die Umsetzung braucht er zunächst einen Beschluss der Stadtvertretung. Da ich die CDU als stärkste Fraktion hinter mir habe, ist das aber ein guter Ausgangspunkt für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Stadtvertretung und Bürgermeisterin.
Darüber hinaus halte ich es aber auch für notwendig, weitere externe Partner mit dem notwendigen Sachverstand für diesen Prozess zu gewinnen. Hier denke ich z.B. an die großen Umweltinitiativen wie den BUND und den Nabu, die Imker, den Kreisverband der Gartenfreunde und ähnliche.
Um es auf den Punkt zu bringen :
Im Ziel, besserer Schutz der Natur und den Erhalt des natürlichen Lebensraumes für Pflanzen und Tiere, sind wir uns als Freunde der Erde einig, über den Weg dahin müssen wir uns als gesamte Stadtgesellschaft verständigen. Ich bin für gemeinsames Handeln ohne erhobenen Zeigefinger und möglichst wenig Verbote. Wir alle müssen mehr Überzeugungsarbeit leisten und so die noch nicht Überzeugten mit ins Boot holen. Diese andere Kommunikation und Überzeugungsarbeit habe ich mir als Bürgermeisterin fest vorgenommen.
Dies wäre übrigens auch die Maxime für mein gesamtes Wirken als Bürgermeisterin.
Falls ich Bürgermeisterin werden sollte, lade ich die Ortsgruppe Güstrow des BUND ein, sich in diesen Prozess mit ihrem Sachverstand aktiv einzubringen.
Kevin Sell:
Um Güstrow bis 2028 grüner und nachhaltiger zu gestalten, plane ich folgende Maßnahmen: die Schaffung neuer Parks und Spielplätze mit heimischen Pflanzen, die Begrünung brachliegender Flächen, die Unterstützung von Gemeinschaftsgärten sowie die Bereitstellung von Flächen für individuelle Gärten und Hochbeete. Baumpflanzaktionen in Schulen und Gemeinden sowie Anreize für Dach- und Fassadenbegrünungen runden das Programm ab. Auch bestehende Parks und Grünanlagen sollen regelmäßig gepflegt und aufgewertet werden.
Alexander Straub:
Wir als Stadt, entwickeln einen umfassenden Begrünungsplan, der das Pflanzen von Bäumen, die Schaffung von Pocket-Parks und die Verbindung von städtischen Gebieten mit natürlichen Grünflächen vorsieht. Dies unterstreicht das Ziel, Güstrow bis 2028 zu einer grünen, umweltfreundlichen Stadt zu machen, und den Radverkehr einzubinden. Dies gilt auch für die Südstadt und andere Gebiete.
Peter Spanowski - keine Antwort eingegangen.
Sascha Zimmermann - keine Antwort eingegangen.
Feyco Feenders:
Meiner Ansicht nach wäre dies eine ausgezeichnete Frage für ein beratendes Gremium. Dabei muss einerseits der Wunsch nach ausgebauten Radwegen, die verkehrssicher und möglicherweise wartungsarm sind, und andererseits die Interessen an umweloreundlichen Verfahren ohne Versiegelung abgewogen werden. Ich sehe jedoch auch, dass die Attraktivität der ehemaligen Wander- und Radwege den Bürgern neue Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten in der Natur bietet. Informationsschilder entlang der Wege könnten auf die natürlichen Besonderheiten hinweisen, die es zu entdecken gibt, und die Bedeutung der Erhaltung dieser Flächen verdeutlichen. Darüber hinaus wäre die Einbeziehung der Bürger in die Pflege und Erhaltung der Wege eine wertvolle Maßnahme. Veranstaltungen wie „Wander- und Pflegetage“ könnten organisiert werden, um das Engagement der Gemeinschaft zu fördern und ein Bewusstsein für die Bedeutung der Natur zu schaffen. Ich würde auch gerne Ihre Ideen dazu hören.
Christiane Held:
Ideen:
- Ausbau des Nebellaufes von Tierpark bis Schleuse Lüssow als Wasserwanderweg und Radweg
- Badestelle am Sumpfsee ausbauen
- Spielwiese ohne Leinenzwang für Hundehalter Sozialverhalten von Mensch und Tier sowie zwischen Tier und Tier tranieren
- Schaffung einer ökologischen Golfanlage (18 Loch)
- Einbeziehung des Reitvereins Güstrow Bsp. Kutschfahrt durch das historische Güstrow
Fazit:
Durch diese Maßnahmen kann das Stadtbild nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch lebenswerter gestaltet werden. Die aktive Einbeziehung der Bürger und die Förderung von Gemeinschaftsprojekten sind dabei entscheidend, um ein starkes Bewusstsein für den Umweltschutz zu schaffen. Wenn Sie weitere Ideen oder spezifische Ansätze haben, lassen Sie es mich wissen!
Stefan Höpner:
Dies ist gegenwärtig in der Diskussion, so ich weiß. Noch bin ich aber nicht involviert. Neben der Ertüchtigung vorhandener Wanderwege (z.B. Liebnitzwiesen, Sumpfseewiesen, Heideberge) will ich auch das Thema „Erlebnisvielfalt Inselsee“ weiter befördern, um so attraktive Erholungsmöglichkeiten für die Güstrower Bürger und Touristen zu schaffen. So ein Projekt geht m. E. nie zu Ende.
Julia Krumm:
Umweltfreundlicher als Versiegelungen und mithilfe von natürlichen Materialien könnte man verdichteten Schotter oder wassergebundenen Kies verwenden. Wassergebundenen Kies sehe ich persönlich eher, da dieser gut geeignet ist für Fußgänger und Fahrradfahrer. Natürlich bin ich auch offen für anderen Ideen, falls es bessere Alternativen gibt. Diese müsste man dann besprechen, da ich persönlich nicht alle Möglichkeiten kenne und auch hier keine Fachkompetenz besitze.
Mario Lenz:
Müsste ich mich Erst einmal einlesen… war dort schon lange nicht mehr.
Cornelia Rosentreter:
Um die Biodiversität zu erhalten, stehen Kommunen in der ersten Reihe. Denn auf den stadteigenen Grünflächen kann nicht nur viel für den Artenreichtum getan werden. Kommunen können durch ihr Engagement für mehr Vielfalt auch zum Vorbild für private Gartenbesitzer werden.“ Dies ist ein Zitat aus dem Beitrag Gemeinsam für Artenschutz von Annette Lübbers in der Zeitschrift KOMMUNAL. Inhaltlich geht es in diesem Beitrag darum, den erfolgreichen Weg von Mainz seit 2010 mit seiner Biodiversitätsstrategie vorzustellen. Daneben wird aufgezeigt, wie in Verden an der Aller mit dieser Thematik umgegangen wird. Für mich klingt das sehr plausibel und ich halte es auch auf unsere Barlachstadt Güstrow anwendbar bzw. entspräche es meiner politischen Herangehensweise.
Als Vorbild mit den stadteigenen Flächen vorangehen, dazu ein Mix aus Umweltbildung, Aufklärung und Kommunikation. Ohne Verbote und Überwachung wird es nicht gehen, aber ausschließlich Verbote führen nicht zum von uns allen gewünschten Erfolg (zur Frage nach den Schottergärten).
In Verden hat man einen Förderantrag im Bundesprogramm Biologische Vielfalt positiv beschieden bekommen und finanziert daraus jetzt unter anderem eine Biodiversitätsmanagerin und externe fachliche Unterstützung. Die Stadt hat sich daneben dem Verbund Kommunen für biologische Vielfalt angeschlossen (bestehend derzeit aus 394 Kommunen) und profitiert auf diese Weise von den Erfahrungen anderer Kommunen, die diese bereits sammeln konnten.
Ziele für unsere Barlachstadt könnten z. B. sein, noch mehr reine Grünflächen zu Blühflächen umzuwandeln, tierische und pflanzliche Lebensräume zu vernetzen und ein deutliches Plus an entsiegelten Flächen. Mustergärten wären hierfür ein gutes Mittel zur Demonstration.
Diesen Prozess kann aber nicht der Bürgermeister mit der Verwaltung alleine umsetzen. Zunächst braucht es dafür auch die Stadtvertretung als das entscheidende Gremium. Ein Beschluss diesbezüglich wurde am 13.04.2023 bereits gefasst. Auf bestimmten städtischen Flächen werden die Mäh- und Pflegemaßnahmen reduziert und Blühstreifen angelegt, mit dem Ziel der ökologischen Aufwertung und der Erhöhung der Biodiversität auf diesen Grundstücken (Beschluss Nr. VII/0871/23). Dieser Beschluss geht zurück auf einen interfraktionellen Antrag aus dem Jahr 2021 und deshalb traue ich mir zu, als Bürgermeisterin auch die Stadtvertretung von der Notwendigkeit zur Beschreitung des weiteren Weges überzeugen und mitnehmen zu können. Und ohne die Stadtvertretung als entscheidendes Gremium kann der Bürgermeister zu all den von Ihnen gestellten Fragen gute Ideen haben, für die Umsetzung braucht er zunächst einen Beschluss der Stadtvertretung. Da ich die CDU als stärkste Fraktion hinter mir habe, ist das aber ein guter Ausgangspunkt für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Stadtvertretung und Bürgermeisterin.
Darüber hinaus halte ich es aber auch für notwendig, weitere externe Partner mit dem notwendigen Sachverstand für diesen Prozess zu gewinnen. Hier denke ich z.B. an die großen Umweltinitiativen wie den BUND und den Nabu, die Imker, den Kreisverband der Gartenfreunde und ähnliche.
Um es auf den Punkt zu bringen :
Im Ziel, besserer Schutz der Natur und den Erhalt des natürlichen Lebensraumes für Pflanzen und Tiere, sind wir uns als Freunde der Erde einig, über den Weg dahin müssen wir uns als gesamte Stadtgesellschaft verständigen. Ich bin für gemeinsames Handeln ohne erhobenen Zeigefinger und möglichst wenig Verbote. Wir alle müssen mehr Überzeugungsarbeit leisten und so die noch nicht Überzeugten mit ins Boot holen. Diese andere Kommunikation und Überzeugungsarbeit habe ich mir als Bürgermeisterin fest vorgenommen.
Dies wäre übrigens auch die Maxime für mein gesamtes Wirken als Bürgermeisterin.
Falls ich Bürgermeisterin werden sollte, lade ich die Ortsgruppe Güstrow des BUND ein, sich in diesen Prozess mit ihrem Sachverstand aktiv einzubringen.
Kevin Sell:
Zur Wiederherstellung ehemaliger Wander- und Radwege in Güstrow werden bestehende Pfade gepflegt und mit naturnahen Materialien versehen. Naturnahe Wege sollen alte Verbindungen wiederbeleben, und durch die Begrünung mit heimischen Pflanzen wird die Biodiversität gefördert. Um Radfahren und Wandern populärer zu machen, sind Fahrradverleihstationen und Informationskampagnen geplant. Die Bürger werden aktiv in die Planung und Pflege einbezogen.
Alexander Straub:
Es wird angestrebt, Naturpfade und Radwege, wie um den Sumpfsee und die Liebnitzwiesen, zu restaurieren. Dabei wird auf umweltfreundliche und minimalinvasive Verfahren gesetzt, ohne Versiegelungen oder den Einsatz von Asphalt, um die Natur zu schonen.
Wie Sie sehen zeigen meine Antworten zeigen eine klare und umsetzbare Umweltstrategie, die sich stark auf Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung stützt.
Peter Spanowski - keine Antwort eingegangen.
Sascha Zimmermann - keine Antwort eingegangen.