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Liebe Freundinnen und Freunde des BUND Rostock,

wir laden euch wieder herzlich zu unserem monatlichen Treffen ein: am heutigen Dienstag, den 15. Juli um 19 Uhr in der Ökovilla.

Und zu besprechen gibt es genug: für die Seehafenerweiterung und Luxuswohnen sollen wertvolle Naturräume geopfert werden, wider besseren Wissens, dass uns diese unsere Lebensgrundlagen liefern, ohne die wir weder leben, wirtschaften noch Wohlstand aufbauen können. Und wie aufwändig, teuer und langwierig die Wiederherstellung bereits zerstörter Natur ist, zeigt das Beispiel der notwendigen Wiedervernässung unserer Moorböden. Passend dazu laden wir zur Fachveranstaltung ein. Auf einen weiteren interessanten Lebensraum machen unsere Strandführungen aufmerksam, diese bieten wir noch den ganzen Sommer an verschiedenen Orten an.

Mit unserem Umwelttipp könnt ihr euch den Sommer einfangen bzw. gut vorbereitet auf das nächste Gartenjahr blicken.

Sommerliche Grüße senden
Eure Susanne und Susanna

 

Seehafenerweiterung Rostock: Moor nicht gegen Energiewende ausspielen!

Moore sind unsere effektivsten (und kostenlose) Kohlenstoffspeicher! Sie binden aber nicht nur Treibhausgase, Schadstoffe und Feinstaub. Sie speichern Wasser für Dürren und kühlen bei Hitze. Sie sind Lebensraum bedrohter Tiere und Pflanzen. Ohne dieses Natursystem fehlen uns Atemluft, Trinkwasser, Nahrungsmittel und Medizin.

Das Peezer Bach Moor mit den umgebenden Feuchtwiesen ist an anderer Stelle nicht wiederherstellbar, da es über Jahrtausende gewachsen ist! Die Energiewende darf kein Argument für Moorzerstörung sein! Wir brauchen den natürlichen Klimaschutz ebenso wie den technischen. Stattdessen sind die vorhandenen Hafenflächen und bereits bestehenden Kaikanten effizienter zu nutzen! Fossile Unternehmen sollten den Platz für Unternehmen der Energiewende freimachen! Verwaltungsgebäude, Werkstätten u.a. Dienstleister müssen nicht an die Kaikante. Parkplatzflächen müssen nicht ebenerdig sein.

Hafenerweiterung nicht auf Kosten unser aller Lebensgrundlage! Die Umweltschäden zahlt die Gesellschaft! Unternehmen kommen und gehen, Naturzerstörung aber ist unumkehrbar!

Erhalt des LSG Diedrichshäger Land statt Luxuswohnen

Ein privater Investor bietet dem Wohnungsunternehmen WIRO erneut Flächen des Landschaftsschutzgebietes zum Kauf an. WIRO-Flächen führen aber über kurz oder lang zu einer Bebauung, z.B. in Biestow, B-Plan Kiefernweg. Wohnraum in dieser Lage, wie es das LSG bietet, und in Form von Einfamilienhäusern, können sich jedoch nur sehr wenige, vermögende Menschen leisten, d.h. das Wohnraumproblem der Stadt Rostock löst das nicht.

Gerade in der direkten Nähe zur Großstadt Rostock und zur Ostsee ist es jedoch wichtig, solche unverbauten und naturnahen Flächen unserer Küstenlandschaft zu erhalten, da es sie nur noch selten gibt. Wir appellieren an die Bürgerschaft, die Fläche für uns und unsere Kindeskinder als Landschaftsschutzgebiet zu erhalten
und damit als Naturraum, der nur im naturnahen Zustand funktioniert und uns nur so mit lebenswichtigen Dienstleistungen versorgen kann.

Schon mehrmals stimmte die Bürgerschaft mit einer breiten Mehrheit gegen den Verkauf durch den privaten Investor - aus guten Gründen.

Wir haben die aus unserer Sicht wichtigsten Gründe noch einmal zusammengestellt, die deutlich machen, warum eine Bebauung dieser Flächen nicht klug ist. Den Brief haben wir an die Oberbürgermeister sowie an die Mitglieder der Bürgerschaft und des Ortsbeirates geschickt.

Download unseres Briefes

Ihr wollt das unterstützen?
Dann unterschreibt die Petition dazu.

BUND Fachveranstaltung: "Wiedervernässung - Potenziale und Chancen für Umwelt und Wirtschaft" am Di, den 30. Sep, 9.30-12.30 Uhr, online

Dazu haben wir Referierende eingeladen, die schon Projekte umgesetzt haben und darüber berichten können, Fachleute, die Vorhaben entwickeln sowie Forschungseinrichtungen, die bereits realisierte oder laufende Forschungsergebnisse vorstellen.

Zusätzlich stellen sich Akteure vor, die Produkte aus dem Moor entwickeln und die die Technik anbieten, um nasse Standorte zu bewirtschaften, so dass sich eine lokale Wertschöpfungskette bilden kann.

Programm unter Wiedervernässung
Anmeldungen an susanne.schumacher(at)bund.net

BUND Strandführungen

Wir bieten wieder Strandführungen für die gesamte Familie.

Du möchtest wissen, woran man Sandklaffmuschel, Blasentang und Silbermöwe erkennen kann? Und du fragst dich, warum das Wasser der Ostsee nicht so salzig schmeckt, wie das anderer Meere? Außerdem möchtest du herausfinden, was eine Strandinsel ist? Dann komm zu unseren Strandführungen! Zusammen erkunden wir den Strand und entdecken Tier-, Pflanzen- und Algenarten.

Wir bitten um Voranmeldung an strand@bund-rostock.de.
Die Führungen sind kostenlos, über eine Spende freuen wir uns.

~ Markgrafenheide/Hohe Düne: mittwochs, 10 Uhr, Strandaufgang Hohe Düne (Yachthafenresidenz)
~ Zingst: freitags, 10:30 Uhr, Experimentarium
~ Ahrenshoop: freitags, 10 Uhr, Strandaufgang 15
~ Graal-Müritz: montags, 10 Uhr, Strandaufgang 1 (OT Müritz)

Zum Sommerferienstart steht endlich unsere Strandinsel in Hohe Düne östlich der Yachthafenresidenz. Mit der Strandinsel wollen wir an dem Standort besondere Strandpflanzen und die mit ihnen verbundene Insektenfauna vor Vertritt schützen. Informiert euch schon vorab gern über unsere Strandnatur: http://www.bund-mv.de/strandinseln.

Umwelttipp: Jetzt den Sommer einfangen

Jetzt ist die beste Zeit, um für das nächste Gartenjahr vorzusorgen.

Sowohl von Wildblumen, Kräutern als auch Gemüsesorten können jetzt Samen gesammelt, getrocknet, eingetütet und beschriftet werden. Arten wie z.B. Wiesenbocksbart, Färberwaid, Echter Baldrian oder die ersten Glockenblumen sind jetzt samenreif. Die Samen können für die eigene Vermehrung oder aber für die immer zahlreicheren Saatguttausch-Aktionen genutzt werden. Ökologisch wertvolles bzw. altes, regionales und v.a. vermehrungsfähiges Saatgut kann so unter GärtnerInnen weitergegeben und erhalten werden. Abgeräumte Gemüsebeete freuen sich über eine Nährstoffkur mit Gründüngungspflanzen.

Kräuter wie Majoran, Thymian oder Minzsorten sollten vor der Blüte geschnitten und verkehrt herum zum Trocknen im Schatten aufgehängt werden. Die getrockneten Blätter können dann zerkleinert und zum Kochen - am besten dunkel - aufbewahrt werden. Einige Arten wie z.B. Färberkamille, Malven und Schafgarbe vertragen einen Sommerschnitt und blühen dann ein zweites Mal bis in den Herbst. Dann sollten die Stengel aber über den Winter stehen gelassen werden, da sich zahlreiche Insekten zum Überwintern in den Hohlräumen, Blattachseln und die abgeblühten Samenstände zurückziehen.

Wer jetzt seine Wildblumenwiese mäht und das nach einigen Tagen abgesamte und getrocknete Heu sammelt, kann daraus z.B. Kissenhüllen befüllen und sich den Duft des Sommers in die eigenen vier Wände holen.

 
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