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Liebe Mitarbeitende und Unterstützer*innen,

es ist Jungtiersaison bei den Kegelrobben. Mehr als 25 Sichtungen von Jungtieren zeigen, dass die Robben an unsere Küste zurückkehren. Der BUND möchte mit diesem neuen Newsletter über aktuelle Entwicklungen und besonders über den konfliktfreien Umgang mit Kegelrobben informieren. Der BUND sucht Helfer für Aufklärungsarbeit am Strand. Dafür bietet er für Interessierte zur Zeit Online-Seminare mit Robbenexperten an. Das nächste Online-Seminar zum Thema Kegelrobben findet am 28.05.2020 um 19:00 Uhr statt.

 
VERHALTEN BEI SICHTUNGEN AM STRAND

Bekannte Ruheplätze der Kegelrobben sind aktuell der Greifswalder Bodden und die Wismarbucht. Fakt ist jedoch, dass es in den letzten Jahren und besonders in diesem Jahr häufiger am Strand liegende Tiere entlang der gesamten Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns gibt und in Zukunft geben wird. Das zeigt auch die aktuelle Sichtungskarte vom Deutschen Meeresmuseum Stralsund. Wichtig ist, dass die Robben, die Sie möglicherweise sehen, vor allem eines benötigen: Ruhe. Gerade Jungtiere müssen sich oftmals von langen geschwommenen Distanzen erholen. Jungtiere mit weißem Fell sehen besonders hilfsbedürftig aus, sie warten in den meisten Fällen jedoch nur auf die Rückkehr der Mutter und müssen einfach Ruhe haben. Robben können, wie andere Wildtiere auch, Krankheiten übertragen.

Es ist daher wichtig, jeglichen Kontakt zu den Robben zu unterlassen und einen Abstand von mindestens 100 Meter zu wahren sowie den Fluchtweg ins Wasser nicht zu versperren. Hunde sollten angeleint werden.

Abbildung 1: Mitarbeiter der Tierrettung und des BUND sperrten ein Kegelrobbenjungtier ab; Detail: das Kegelrobbenjungtier

BUND-EINSATZ FÜR KEGELROBBEN

Die Mitarbeiter des Robbenteams beim BUND MV waren 2020 schon mehrfach im Einsatz für die Kegelrobbenjungtiere. In Greifswald beispielsweise, benötigte die Tierrettung Unterstützung. Somit rückten die Kollegen mit Absperrmaterial aus, übergaben dieses und betreuten noch am selben Tag das Tier bis zum Sonnenuntergang.

Ein anderes Mal gab es einen größeren Einsatz in Zingst. Dort lag bereits über 24 Stunden ein Jungtier, bevor eine Meldung beim Meeresmuseum einging. Anschließend wurde das BUND-Robbenteam informiert und begab sich auf den Weg nach Zingst. Dort angekommen, wurde es bereits vom Ordnungsamt in Empfang genommen. Das Tier wurde rechtlich korrekt  abgesperrt und Strandbesucher informiert. Auch die Kurverwaltung wurde von Freiwilligen informiert. Im Laufe des Tages bildete sich eine kleine, ehrenamtliche Robben-Gemeinschaft zur Betreuung des Tieres. Nachdem das Tier einen Tag später im Wasser verschwand, blieb es jedoch nicht dabei. Ab sofort soll dem Thema Kegelrobben in Zingst in der Öffentlichkeit mehr Präsenz und Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Abbildung 2: Die Mitarbeiter des BUND MV Anne Schröder und Henning Hoffmann bei der Übergabe von Ausrüstungspaketen

ÜBERGABE VON AUSRÜSTUNGSPAKETEN

In den vergangenen Monaten ist das Netzwerk an haupt- und ehrenamtlich Engagierten an der Ostseeküste erfreulich gewachsen. Nur wenn wir auf motivierte Partner in den Kommunen zählen können, wird der effektive Schutz der Kegelrobben möglich sein. Um rastende Robben besser zu schützen, stellt der BUND Absperrmaterial inklusive Litzenband, Zaunpfähle, Informationsschilder und Warnwesten für Kommunen und Bauhöfe kostenfrei zur Verfügung.

Unter anderem wurden und werden Ausrüstungspakete an folgenden Standorten verteilt:

  • Altefähr: Hafen- und Tourismuswirtschaft 
  • Nonnevitz: Regenbogencamp
  • Altenkirchen: Windlandschule 
  • Zingst: Ordnungsamt
  • Born: Ordnungsamt Fischland-Darß
  • Ahrenshoop: Touristinformation
  • Dierhagen: Bauhof
  • Graal-Müritz: DLRG
  • Rostock: BUND-Büro, Tierrettung
  • Kühlungsborn: Bauhof, Freiwillige Feuerwehr, DLRG 
  • Klütz: Bauhof, Freiwillige Feuerwehr 
  • Schönberg: Ordnungsamt 
  • Greifswald: Tierrettung & Tierschutz

An diesen Orten ist es möglich, bei Bedarf schnell für Absperrungen an belebten Stränden zu sorgen. Dafür gibt es eine Meldekette. Wichtige Informationen dazu gibt es beim BUND-Projektbüro in Rostock bei Anne Schröder: Tel.: 01523 7969472, anne.schroeder@bund-rostock.de.

Der BUND dankt allen Engagierten und Helfenden sehr für die Unterstützung!

Ihr Robbenteam Anne Schröder und Henning Hoffmann vom BUND

Projekt: Kegelrobben kehren zurück nach MV
BUND Mecklenburg - Vorpommern e.V.
Hermannstr. 36/ 18055 Rostock

anne.schroeder@bund-rostock.de
Tel.: 01523 7969472

anne.schroeder@bund-rostock.de

Hintergrundinfos zur Rückkehr der Kegelrobben

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