BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Förderaufruf für Nutzfahrzeuge mit alternativen Antrieben

Antragsfrist: 27. Sep 2021

 (pixabay)

Die erste Periode des Gesetzes über die Beschaffung von sauberen Straßenfahrzeugen (Umsetzung Clean-Vehicles-Directive) startete im August 2021: Es gelten zukünftig Quoten für die Beschaffung im Oberschwellenbereich von sauberen sowie emissionsfreien Fahrzeugen. Zunächst müssen bis Ende 2025 bei Neubeschaffungen 38,5 Prozent der Pkw und leichten Nutzfahrzeuge, 10 Prozent der Lkw und 45 Prozent der Busse „sauber“ sein, ab 2026 erhöhen sich diese Quoten noch einmal.

Für batterie-, brennstoffzellen- und (Oberleitungs-) hybridelektrische Fahrzeuge, entsprechende Tank- und Ladeinfrastruktur sowie Machbarkeitsstudien steht nun ein attraktives Förderprogramm bereit:

  • Förderung der Anschaffung von neuen klimafreundlichen Nutzfahrzeugen der EG-Fahrzeugklassen N1, N2 und N3 so-wie auf alternative Antriebe umgerüsteter Nutzfahrzeuge der EG-Fahrzeugklassen N2 und N3 in Höhe von 80% der Investitionsmehrausgaben im Vergleich zu einem konventionellen Dieselfahrzeug,
  • Förderung der für den Betrieb der klimafreundlichen Nutzfahrzeuge erforderlichen Tank- und Ladeinfrastruktur in Höhe von 80 % der zuwendungsfähigen projektbezogenen Gesamtausgaben,
  • Förderung der Erstellung von Machbarkeitsstudien zu Einsatzmöglichkeiten von klimafreundlichen Nutzfahrzeugen sowie der Errichtung bzw. Erweiterung entsprechender Infrastruktur in Höhe von 50 % der zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben.

Antragsberechtigt sind Unternehmen des privaten Rechts, kommunale Unternehmen, Gebietskörperschaften, Körperschaften sowie Anstalten des öffentlichen Rechts und eingetragene Vereine.

Aufruf unter 1_Foerderaufruf_KsNI_Endfassung.pdf (bund.de)
Antragstellung unter Startseite - Antragsportal des BMVI (bund.de)

Kommunalrichtlinie

Laufzeit: 1. Jan 2019 - 31. Dez 2022

Mit der Kommunalrichtlinie unterstützt das BMU kommunale Akteure dabei, ihre Treibhausgasemissionen nachhaltig zu senken. Die positiven Effekte gehen weit über den Schutz des Klimas hinaus: Sie steigern nicht nur die Lebensqualität vor Ort, sondern entlasten auch den kommunalen Haushalt durch sinkende Energiekosten. Gleichzeitig kurbeln klimafreundliche Investitionen die regionale Wertschöpfung an.

Antragsberechtigt sind Kommunen, Kitas, Schulen und Hochschulen, Sportvereine, kommunale Unternehmen, Religionsgemeinschaften sowie weitere kommunale Akteure. Gefördert wird ein breites Spektrum an Maßnahmen und Themen: von Klimaschutzkonzepten und -personalstellen über Beratungsleistungen bis hin zu Investitionen in den Bereichen Mobilität, Abfall und Abwasser sowie Trinkwasserversorgung. Bis zum 31. Dezember 2021 werden im Zuge des Corona-Konjunkturpakets der Bundesregierung alle Förderquoten in der Richtlinie um jeweils 10% angehoben. Damit sind in diesem Zeitraum Zuschüsse bis zu 100% der Gesamtinvestition möglich. Kitas, Schulen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Jugendwerkstätten sowie Sportstätten profitieren bei ausgewählten Förderschwerpunkten prinzipiell von erhöhten Förderquoten.

Mehr Informationen unter www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie

Förderaufruf: Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte

Laufzeit: jährlich 1. März - 30. Apr & 1. Sep - 31. Okt, endet 2022

Mit dem Förderaufruf sollen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) kommunale Klimaschutzprojekte mit modellhaftem, investivem Charakter gefördert werden.

Das Ziel der Förderung ist es, einen wesentlichen Beitrag zur Minderung jährlicher Treibhausgasemissionen in Kommunen und im kommunalen Umfeld zu leisten. Bei den Vorhaben sollen die besten verfügbaren Techniken und Methoden zum Einsatz kommen.

Durch ihre bundesweite Ausstrahlung sollen die Vorhaben zudem zur Nachahmung von Klimaschutzprojekten anregen und so weitere Minderungen von Treibhausgasemissionen auslösen.

Der Modellcharakter der Vorhaben soll sich auszeichnen durch

  • hohe Treibhausgasminderung im Verhältnis zur Fördersumme;
  • die Verfolgung der klimaschutzpolitischen Ziele des Bundes;
  • einen besonderen und innovativen konzeptionellen Qualitätsanspruch;
  • den Einsatz bester verfügbarer Techniken und Methoden;
  • die Übertragbarkeit beziehungsweise Replizierbarkeit des Ansatzes sowie
  • eine überregionale Bedeutung und deutliche Sichtbarkeit mit bundesweiter Ausstrahlung.

Besonders förderwürdig sind Modellprojekte aus den Handlungsfeldern

  • Abfallentsorgung,
  • Abwasserbeseitigung,
  • Energie- und Ressourceneffizienz,
  • Stärkung des Umweltverbunds, grüne City-Logistik und Treibhausgas-Reduktion im Wirtschaftsverkehr sowie
  • Smart-City (Vernetzung, Integration und intelligente Steuerung verschiedener umwelttechnischer Infrastrukturen).

Auch hier gelten bis zum 31. Dez 2021 coronabedingt erhöhte Förderquoten. Die Zuschüsse wurden auf bis zu 80%, für finanzschwache Kommunen bis auf 100% erhöht.

Mehr Informationen unter www.klimaschutz.de/modellprojekte

Förderaufruf: Klimaschutz durch Radverkehr

Laufzeit: jährlich 1. März - 30. Apr & 1. Sep - 31. Okt, endet 2023

 (pixabay)

Über den Förderaufruf unterstützt das BMU modellhafte, investive Projekte, die das Radfahren im Alltag, in der Freizeit und für den Liefer- und Transportverkehr attraktiver machen:  neue, sichere Radwege, Stell- und Ladeplätze für Pedelecs und Lastenräder oder Lösungen für lokale Radverkehrsdienstleistungen.

Realisiert werden sollen Projekte in konkret definierten Gebieten wie Wohnquartieren, Stadtteil- oder Dorfzentren. Das Ziel ist, mehr Raum für klimafreundliche Zweiraum-Mobilität zu schaffen und die Lebensqualität vor Ort zu verbessern.

Gefördert werden Maßnahmenbündel, also Kombinationen aus Einzelmaßnahmen, die in der Summe einem erhöhten Radverkehrsaufkommen gerecht werden und Bürger zum Fahrradfahren animieren. Ein solches Bündel kann etwa der Ausbau von Fahrradachsen in Kombination mit Abstellanlagen oder Reparaturstationen sowie ein Mobilitätskonzept für den Radverkehr im gesamten Quartier sein. Einzelmaßnahmen sind nicht förderfähig. Außerdem sollen die geförderten Maßnahmen nicht zulasten des Fußverkehrs, Öffentlichen Personennahverkehrs, von Aufenthalts-und Erholungsflächen sowie des Baumbestandes gehen.

Damit Projekte wie diese bundesweite Nachahmung finden, setzt das BMU einen gewissen Vorbildcharakter für eine Förderung voraus. Kooperationen von verschiedenen Akteuren für ein Projekt werden begrüßt.

Die Modellhaftigkeit der Projekte soll sich auszeichnen durch

  • einen klaren und nachvollziehbaren Beitrag zur Minderung von Treibhausgasemissionen,
  • erstmalige Anwendung und pilothafte Umsetzung integriert geplanter Maßnahmen sowie
  • eine hohe Fördermittel- und Kosteneffizienz.

Auch hier gelten bis zum 31. Dez 2021 coronabedingt erhöhte Förderquoten. Die Zuschüsse wurden auf bis zu 80%, für finanzschwache Kommunen bis auf 100% erhöht.

Mehr Informationen unter www.klimaschutz.de/radverkehr

BUND-Bestellkorb