BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Massentierhaltung:

Konzentrationsprozess führt zu Megaställen

In Mecklenburg-Vorpommern findet seit zehn Jahren ein Konzentrationsprozess in der Tierhaltung zu besonders großen Intensivtierhaltungsanlagen statt. Der BUND bezeichnet diese Art der Tierhaltung als industrielle Massentierhaltung.

Industrielle Massentierhaltung ist auch in Deutschland gesetzlich erlaubt und kann nach den Bestandesobergrenzen laut Bundesimmissionsschutzgesetz (gemäß 4. BImSchV, Anhang 1, Nr.7.1.)  und Bundesbaugesetzbuch klar definiert werden. Oberhalb folgender Tierzahlen besteht demnach ein erhöhtes Risiko der Beeinträchtigung von Umwelt und Anwohnern: 1500 Plätzen in der Schweinemast, 560 bei der Sauenhaltung und 4500 bei der Ferkelaufzucht, 600 Tierplätze für Rinder, 15000 Tierplätze für Legehennen und Mastputen sowie 30000 Tierplätze für Masthühner. Massentierhaltung definiert sich zudem über die nicht artgerechten Haltungsbedingungen und die zu hohe Anzahl der Tiere je Stalleinheit. Je größer die Bestände sind, desto schwerwiegender werden die Folgen für die Umweltmedien, die Gesundheit der Tiere, deren Lebensdauer bzw. Lebensleistung sowie letztendlich die Qualität der tierischen Erzeugnisse. Die Welternährungsorganisation FAO definiert Massentierhaltung mit dem Einsatz von Hochleistungszuchten mit geringer genetischer Vielfalt, Einsatz von industriell hergestelltem Futter statt Zugang zu Weidefutter, großen Tierbeständen und fehlender Flächenbindung.

 

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