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BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Raus aus der Massentierhaltung!

Megaställe mit zehntausenden Schweinen, hundertausenden Hähnchen oder tausenden Rindern belasten die Umwelt unter anderem durch einen kontinuierlichen Schadstoffausstoß über die Abluft. Zu viele Tiere werden qualvoll auf zu wenig Raum und in großer Zahl gehalten. Geruch, Lärm und zunehmende Transporte mindern die Lebensqualität der Menschen auf dem Lande. Der BUND fordert aus Umwelt- und Tierschutzgründen Bestandsobergrenzen einzuführen und tierquälerische Haltungsbedingungen zu beenden.

  • Einführung von Bestandsobergrenzen für Stallanlagen je Betrieb
  • Initiative zur Änderung der Nutztierhaltungsverordnung auf Bundesebene – Verbot von einstreuloser Haltung ohne Auslauf, Kastenständen, Manipulationen, Hormoneinsatz, Qualzuchten
  • Klagerecht für den Tierschutz
  • Förderkampagne für Produkte aus ökologischer Tierhaltung
  • Änderung der Genehmigungspraxis in Immissionsschutzverfahren
  • Raumordnungsverfahren für neue jede Neuplanung ab Größe Bundesimmissionsschutzgesetz (4. BImSchV, Anhang 1, Nr.7.1.)
  • Ausschluss weiterer Massentierhaltungsanlagen in Vorranggebieten und Vorbehaltsgebieten für Trinkwasserschutz, Wasserschutzgebieten
  • Luftfilteranlagen für Geruch, Feinstaub, Bioaerosole für Bestandsanlagen
  • Befristung für Genehmigungen nach Bundesimmissionsschutzgesetz (4. BImSchV, Anhang 1, Nr.7.1.)

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Einzelne Anlagen

Alt Tellin

+++ Ferkelfabrik schließen! +++

Donnerstag, den 11.Juni 2020, Greifswald Verwaltungsgericht, Domstraße 7

Zeitpunkt: ca. 9:30 Uhr

Fortsetzung der Verhandlung gegen Europas größte Sauenanlage Alt Tellin in Greifswald

Nach drei! Jahren Pause soll am Donnerstag, den 11.Juni 2020 die im März 2017 vertagte Verhandlung der Klage des BUND gegen die Mega-Stallanlage Alt Tellin fortgesetzt werden. In der größten Sauenanlage Europas werden 10.458 Muttersauen gehalten, die rund 250.000 Ferkel im Jahr werfen. Dafür sind über 5600 Kastenstände genehmigt worden. Es liegen zahlreiche Verstöße gegen den Tierschutz und das Umweltrecht vor. Auch der Brandschutz kann nicht gewährleistet werden. Der BUND erwartet, dass das Thema Tierschutz erstmalig verhandelt wird.

Benötigt werden Spenden zur Vorbereitung der Verhandlung: Konto: BUND MV, IBAN: DE36 1405 2000 0370033370, BIC: NOLADE21LWL, Kennwort: Alt Tellin

Hintergrund: Nach einer sechsstündigen Gerichtssitzung am 15.03.2017 wurde die weitere Verhandlung der Klage des BUND gegen die Megastallanlage Alt Tellin durch das Verwaltungsgericht Greifswald vertagt. Das Gericht hatte zuvor neben den Umweltfragen auch die Verhandlung über Tierschutz und Brandschutz in der Megastallanlage Alt Tellin zugelassen. Inhaltlich konnten die Konflikte zwischen Tierschutz und Massentierhaltung, insbesondere zu den über 5600 genehmigten Kastenständen in der Sauenanlage Alt Tellin nicht geklärt werden. Der Vorsitzende Richter der 5. Kammer sagte, das Gericht müsse sich dazu noch eine Meinung bilden. Der BUND will aktuelle Gutachten zum Tierschutz vorlegen. Dafür brauchen wir Spenden! Konto: BUND MV, IBAN: DE36 1405 2000 0370033370, BIC: NOLADE21LWL, Kennwort: Alt Tellin

Weitere Informationen

Gericht hebt Genehmigung für Broilermastanlage Wattmannshagen auf

Das Verwaltungsgericht Schwerin hat die Genehmigung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Rostock (StALU) für den Bau einer industriellen Broilermastanlage in Wattmannshagen bei Teterow aufgehoben. In der Anlage sollten pro Jahr rund 1,6 Millionen Masthühner in 8 Durchgängen zu je 200.000 Tieren gehalten werden. 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hatte erfolgreich gegen die Genehmigung geklagt, weil die Industrieanlage erhebliche Auswirkungen auf geschützte Biotope wie einen nur 80 Meter entfernten Waldkomplex und einen 600 Meter entfernten europarechtlich geschützten See gehabt hätte. Für die Anwohner wären erhebliche zusätzliche Geruchsbelastungen, verbunden mit gefährlichen Bioaerosolen entstanden. Der BUND hatte auch zusätzliche Belastungen für das Grundwasser durch die nachweislich überbelasteten Böden vorgetragen. Ein fehlendes Brandschutzkonzept und die erheblichen Konflikte mit dem Tierschutz standen in der Gerichtsverhandlung am 20.12.2017 ebenfalls zur Debatte.

Deshalb hatte der BUND auch die Tierschutzwidrigkeit der Hähnchenmast geltend gemacht. „Bei der genehmigten Besatzdichte von 39 Kilogramm je Quadratmeter wird die Ausübung der spezifischen Grundbedürfnisse der Masthühner erheblich eingeschränkt, das Grundbedürfnis des erhöhten Sitzens auf Sitzstangen wird komplett ausgeschlossen“, sagt Rechtsanwalt Ulrich Werner, der den BUND vertritt.

„Der Fall der Broilermastanlage Wattmannshagen zeigt, dass Grenzen der Belastung erreicht werden und ernsthafte Schäden nicht mehr ausgeschlossen werden können. Die Entscheidung des Gerichtes ist deshalb eine gute Nachricht für den Schutz der unverzichtbaren Naturgüter Luft, Boden und Artenvielfalt.“ sagt BUND Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag.

Der BUND hat gemeinsam mit Bürgerinitiativen und dem Tierschutzbund gegen fünf Planungen von Massentierhaltungsanlagen in Mecklenburg-Vorpommern Rechtsmittel eingelegt, die in Konflikten mit geschützten Naturgütern und dem gesetzlichen Tierschutz sind.

Die Massentierhaltungsanlage Wattmannshagen ist eine von mehr als 40 neuen industriellen Tierhaltungsanlage. Diese sollen zusätzlich zu den rund 400 bestehenden Intensiv-Geflügelanlagen mit bis zu 900.000 Tieren in einer Anlage in Mecklenburg-Vorpommern errichtet werden. 

Für Rückfragen: Corinna Cwielag, BUND Landesgeschäftsführerin, T. 0385 521339-12 oder 0178 5654700  

Suckwitz

Zwischen den Ortslagen Suckwitz und Oldenstorf, direkt an der Landesstraße L11, plant der Investor Thomas Schulz eine Schweinemastanlage mit 7.936 Tierplätzen zu bauen. In einem Gebiet, welches die Förderung des ländlichen Tourismus vorsieht, soll die Anlage mit vier Stallgebäuden, fünf Futter- sowie zwei Hochsilos und zwei Güllebehältern entstehen. In der Massentierhaltungsanlage sollen ca. 25.000 Schweine pro Jahr gemästet werden. Entsprechend intensiv sind die An- und Abfahrverkehre für Futter, Gülle, Schweine, Ferkel, etc.. weiter

 

Passe

Eine weitere Industrieanlage zur Schweinezucht soll zwischen Passee, Goldberg und Tüzen im Landkreis Nordwestmecklenburg gebaut werden. Mit Sauen, Jungsauen, Ebern und Aufzuchtplätzen für Absatzferkel sollen in der Anlage insgesamt 13.549 Tiere gleichzeitig gehalten werden.

Ein Raumordungsverfahren zur Genehmigung begann im Sommer 2012. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Unterlagen geprüft und hat erhebliche Bedenken gegen die bevorstehende Genehmigung. mehr

 

Weltweit haben es die Verbraucherinnen und Verbraucher satt, von der Agrarindustrie für dumm verkauft zu werden. Anstatt – wie in der EU und den USA üblich – die Mas­sentierhal­tung mit öffentlichen Geldern zu fördern, ver­lan­gen sie vernünftige politische Rahmenbe­dingun­gen für eine ökologische, soziale und ethisch vertretbare Landwirt­schaft. Deshalb ist es der Heinrich-Böll-Stiftung und dem BUND so wichtig, mit dem Fleischatlas 2018 über die negativen Auswirkungen der Fleischproduktion zu informieren und Alternativen aufzuzeigen. mehr

Tierhaltungsanlagen - Karte

Leitfaden gegen Massentierhaltung

Ein Ratgeber für BUND-Gruppen, Bürgerinitiativen und Betroffene

In meiner Nachbarschaft soll eine Tierfabrik gebaut werden oder eine Stallanlage soll vergrößert werden. Was kann ich tun, wenn es sich um eine regelrechte Tierfabrik handelt? Wo erfahre ich, wer der Investor ist und viele Tiere dort genau geplant sind? Wie gehen Bürgerinitiativen vor, wenn sie die Genehmigung für Ställe verhindern wollen? Welche rechtlichen Möglichkeiten haben Bürger*innen und Anwohner*innen, welche Rolle spielen die Gemeinden? Welche Chancen bietet die Öffentlich­keits­arbeit? Mit welchen Argumenten der Agrarlobby für Tierfabriken muss ich rechnen und was sind unsere Gegenargumente?

Der BUND-Leitfaden gegen Massentierhaltung ist von einem Rechtsan­waltsbüro mit viel Erfahrung im Kampf gegen industrielle Tierhaltungsanlagen und von BUND-Agrarex­pert*innen verfasst und soll Ihnen vor Ort bei Ihrem Engagement helfen.

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