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BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Ersthelfer für Kegelrobben gesucht – Wissen zum Mitmachen

25. Januar 2019 | Ostsee, Meeresschutz, Naturschutz

Der BUND möchte ein Netz aus lokalen ehrenamtlichen Ansprechpartnern aufbauen. Die Aufgabe der Robbenbetreuer der Gemeinde soll darin bestehen, Sichtungen oder Totfunde zu melden und als Einsatzkraft vor Ort Absperrvorrichtungen zum Schutz des Tieres vor Besuchern bereit zu halten. Eine zentrale Tätigkeit ist ebenfalls die Aufklärung Schaulustiger an der Fundstelle Abstand zu halten. Interessenten aus allen Küstengemeinden zwischen Rostock und Rügen werden gesucht. Später soll das Netzwerk auf die gesamte Küste ausgedehnt werden.

Kegelrobben sind seit 2005 wieder an den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns anzutreffen und ihre Zahlen steigen seitdem allmählich an. Im Frühjahr 2018 gab es im Greifswalder Bodden die erste hiesige Geburt einer Kegelrobbe seit Jahrzehnten, weshalb ab Februar wieder mit Jungtieren zu rechnen ist, die nicht gestört werden sollen. Dieses neue und noch ungewohnte Auftauchen der Kegelrobben an den Stränden führt gelegentlich zu unwissendem Fehlverhalten, welches die Meeressäuger gefährden kann. Daher sind einige Verhaltensrichtlinien unbedingt einzuhalten: 100 Meter Abstand, den Fluchtweg ins Wasser nicht versperren und Hunde anleinen.

Diese Entwicklung hat der BUND im Projekt „Schatz an der Küste“ zum Anlass genommen, um Ostseegemeinden von der Rostocker Heide bis nach Westrügen über die Kegelrobben-Rückkehr zu informieren und diese mit Hinweisschildern und einer „Erste-Hilfe-Ausrüstung“ mit Vorrichtungen zur Absperrung auszustatten. Im Rahmen von Informationsveranstaltungen werden Schilder und Ausrüstung öffentlich übergeben.

Eine Möglichkeit der Fortbildung erhalten interessierte Ansprechpartner wie Behörden, Gemeindevertretungen, Amtstierärzte und Leitstellen aus M-V am 31. Januar. Ab 9 Uhr berichten Referenten des Deutschen Meeresmuseums Stralsund, des Biosphärenreservates Südost-Rügen und des BUND im Nautineum in Stralsund zu aktuellen Themen des Robbenschutzes. Neben aktuellen Forschungsergebnissen und Informationen zur Lebensweise werden auch rechtliche Grundlagen und der richtige Umgang mit Robben am Strand angesprochen. Die Anmeldung ist bis zum 28. Januar bei der Landeslehrstätte für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung möglich: https://www.lung.mv-regierung.de/insite/cms/umwelt/nachhaltige_entw/lls_veranstaltungen.htm

Wer Robbenbetreuer werden möchte, kann sich beim BUND Rostock melden. Ansprechpartner sind Matthias Goerres und Susanna Knotz unter Tel. 0381 290 65 525, 01525 3622 084 oder per E-Mail unter robben@bund-rostock.de

Weitere Informationen finden Sie unter www.bund-mv.de/robben

Pressekontakt: Matthias Goerres und Susanna Knotz, T. 0381-29065525, 01525-3622084, E-Mail: robben@bund-rostock.de

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