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BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

neue welt → neue stadt

Vortragswoche 25.–29. November 2019

Greifswald hat den Klimanotstand erklärt. Spätestens damit ist klar: Die Welt wandelt sich, und die Stadt mit ihr. Die Frage ist, wie wir Bürger:innen diesen Wandel gestalten können. Die AG Ökologie der Uni-Studierendenschaft und der BUND Greifswald organisieren dazu eine Vortrags- und Diskussionswoche mit fünf Abendterminen. 

Wir danken dem AStA und dem Studierendenparlament für die finanzielle Unterstützung.

Programm

Ort: Audimax der Universität Greifswald, Rubenowstraße 1, 17489 Greifswald
Raum: Hörsaal 5 (außer Dienstag)
Zeit: 18:30 Uhr


Montag, 25.11.
Wie wollen wir leben? Denken in sozial-ökologischen Utopien
Philipp P. Thapa, BUND Greifswald / GETIDOS – Plattform für sozial-ökologische Forschung

Wir können nicht weiterleben wie bisher. Wie aber stattdessen? Gute Antworten auf diese Frage erschöpfen sich nicht in technischen Stützen für überkommene Gewohnheiten und Strukturen. Wir müssen ganze Gesellschaften neu entwerfen. Der Vortrag zeigt, wie das gehen kann, wie sich das utopische Denken zur Demokratie verhält und was wir daraus für die Stadtpolitik – und den Rest dieser Vortragswoche – lernen können.


Dienstag, 26.11., ausnahmsweise im Hörsaal 1
Die Energieversorgung von morgen
Ulrich Söffker, BUND MV, Projekt Energieeinsparung

Wie kann die Energieversorgung im Zeitalter der Erderwärmung gesichert bleiben? Reichen erneuerbare Energien aus, oder sollte das Konzept des unendlichen Energiekonsums überdacht werden? Ulrich Söffker vom BUND Rostock steht uns Frage und Antwort zum Thema Energiewende.


Mittwoch, 27.11.
Podiumsdiskussion: Die Zukunft unserer Städte
Volker Beckmann (Professor für Landschaftsökonomie), Jörg König (Grüne), Tiemo Timmermann (Nachhaltigkeitsbeauftragter der Uni), Henrik Umnus (Geschäftsführer Verkehrsbetriebe), Monique Wölk (SPD)


Donnerstag, 28.11.
Neue Stadt-Land-Beziehungen, die Klima und Ressourcen schonen
Peter Adolphi, Akademie für Nachhaltige Entwicklung MV

Der Ausstieg aus dem fossilen Kohlenstoff erhöht den Flächennutzungsdruck in den ländlichen Räumen massiv. Dies erzeugt Lasten für die dort lebenden Menschen, ohne automatisch adäquate Chancen der Wertschöpfung und Teilhabe zu generieren. Wie können neue Stadt-Land-Beziehungen dazu beitragen, dass die Entwicklungen allen 17 Nachhaltigkeitszielen der UN-Agenda 2030 gerecht werden? Welche Instrumente haben wir, um Biodiversität, Klimaschutz, Schonung nicht erneuerbarer natürlicher Ressourcen und Ökosysteme mit sozialer Gerechtigkeit in Einklang zu bringen? Welche kulturellen und demokratischen Herausforderungen müssen wir meistern?


Freitag, 29.11. 
Stadt der Commonisten
Christa Müller, anstiftung

Eine neue Generation von Do-it-yourself-AktivistInnen nutzt die postfordistische Stadt als Labor für politische, ökologische und ästhetische Experimente. Ob im Gemeinschaftsgarten oder im Fab Lab, ob in Offenen Werkstätten oder in neuen Stadt-Land Kooperationen – überall hinterfragen die ProtagonistInnen das Verhältnis von Konsum und Produktion, problematisieren den Warencharakter der Dinge und des in ihnen eingeschlossenen Wissens. In den „Räumen und Rissen“ (E.O. Wright) der globalisierten Städte entstehen konkrete Orte, die allesamt die Vorstellung von einer ökologisch, sozial und global gerechten Stadt transportieren. [Download des Buchs Stadt der Commonisten]

Die Vortragenden

Peter Adolphi: Geologe (Diplom 1982, Promotion 1985, Habilitation 1990 – alles in Greifswald, Forschungs-Schwerpunkt: Schwefel-Emissions-Minderung bei der Kohlenutzung). Seit 2001 Geschäftsführer/Vorstand der Stiftung Akademie für Nachhaltige Entwicklung MV. Seit 1995 Geschäftsführer der EcoConcept Gesellschaft für Umwelt-Konflikt-Management und -Risikobewertung mbH.

Christa Müller ist Soziologin und leitet die anstiftung in München. Sie forschte in Spanien, Mittelamerika und Westfalen zu Bauernbewegungen und Modernisierungsprozessen. Seit Anfang der Nullerjahre forscht sie zu nachhaltigen Lebensstilen und neuen Wohlstandsmodellen und begleitet und beobachtet in diesem Kontext die neuen Do-it-yourself-Bewegungen, insbesondere die Urban-Gardening-Bewegung. Sie ko-kuratierte die Ausstellung Die Produktive Stadt – Designing for Urban Agriculture (TU Berlin und TU München) und gab 2011 den Band Urban Gardening: Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt heraus. Ihr aktuelles Forschungsinteresse gilt den Do-it-yourself-Kulturen als Formen und Netzwerke postindustrieller Produktivitäten. 

Ulrich Söffker leitet beim BUND MV das Projekt Energieeinsparung und arbeitet als Geschäftsführer der Rostocker Bürgerschaftsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen.

Philipp P. Thapa koordiniert die sozial-ökologische Forschungsplattform GETIDOS an der Universität Greifswald und promoviert an der Radboud Universiteit Nijmegen zur Umweltphilosophie. Er lehrt freiberuflich zu utopischem Denken, Umweltethik und nachhaltiger Entwicklung. Beim BUND Greifswald setzt er sich für urbane Landwirtschaft ein.

 

Kontakt

Philipp P. Thapa

Ko-Organisation Vortragswoche
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