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Liebe Freundinnen und Freunde des BUND Rostock,

wir möchten Euch mit diesem Newsletter zum nächsten Online-Aktiventreffen am Mittwoch, den 12. Mai um 19 Uhr einladen.

Dazu wollen wir euch zu unserem Robben-Seminar einladen, auf unser Kippen-Monitoring aufmerksam machen und auf einen neuen Studiengang hinweisen - speziell für künftige Mitarbeiter*innen in Umweltverbänden. Der Gartentipp befasst sich mit den Gefahren von Rasenmähern für unsere Igel und wie ihr mit einfachen Mitteln Lebensräume in eurem Garten schaffen könnt. Im Anhang findet ihr das Protokoll des letzten Treffens zum Nachlesen.

Sonnige Grüße
Eure Susanne und Susanna

 
BUND Rostock - Aktiventreffen

~ Mittwoch, den 12. Mai, 19:00 Uhr ~

Wir verwenden für das Treffen die Videokonferenzsoftware BigBlueButton. Dafür muss nichts installiert werden, ihr könnt einfach mit eurem Browser teilnehmen. Bitte sendet uns eine kurze Mail an info@bund-rostock.de, dann bekommt ihr den Zugangslink.

Online-Seminar: Eine Robbe am Strand - was tun?

Ihr geht öfter am Strand spazieren und seid dabei vielleicht sogar schon auf eine Robbe gestoßen?

Der BUND begleitet seit einigen Jahren die Rückkehr der Ostsee-Kegelrobben an unsere Strände. Am Dienstag, den 18. Mai ab 19 Uhr gibt unsere Referentin für Ostseeschutz, Nicola Boll, Einblicke in die Biologie dieser großen Meeressäuger und in das laufende Projekt "Ein Netzwerk für die Kegelrobben".

Vor allem junge Kegelrobben brauchen Pausen am Strand - was kann und sollte jede(r) Einzelne von uns tun, um sie zu schützen?

Fragen & Anmeldung an robben(at)bund-rostock.de
Mehr Infos unter www.bund-mecklenburg-vorpommern.de/kegelrobben

Monitoring: Kippen schnippen - ein Umweltproblem!

Seit vielen Jahren sammeln wir Müll am Ostseestrand und entlang der Warnow. In Zingst bspw. machten Zigarettenreste rund 70% der gesammelten Müllteile aus, obwohl diese Strände maschinell gereinigt werden! Auf unseren Strandexkursionen sammeln wir, informieren wir und verteilen kleine Taschen-Aschenbecher. Doch es reicht nicht.

Was viele nicht wissen: Zigarettenfilter sind hochtoxisch. Sie enthalten u.a. Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sowie das Nervengift Nikotin. Eine einzige Zigarettenkippe kann dabei 1000l ohne Austausch stehendes Wasser für Wasserflöhe vergiften! Das Niederschlagswasser von Siedlungsflächen wird durch Zigarettenreste erheblich vorbelastet und der Reinigungsaufwand des Abwassers deutlich erhöht. Das wirkt sich auf die Dimensionierung der Reinigungsanlagen und die Kosten für (alle!) Verbraucher aus. Der Filter besteht aus Zelluloseacetat – ein Kunstoff. Der Abbau des Zelluloseacetats kann eine Zeitspanne von 15-400 Jahren betragen!

Wir wollen wieder verstärkt auf dieses Umweltproblem aufmerksam machen und auch innerhalb der Stadt nach wirksamen Lösungen suchen. Aktuell überprüfen wir den Nutzen einer entsprechenden Beschilderung und sammeln regelmäßig Kippen auf Rostocker Spielplätzen - mit und ohne Schild.

Auch an Haltestellen wollen wir demnächst Kippen sammeln und damit Daten erheben. Ihr wollt euch für das Thema engagieren und und uns bei der Datensammlung unterstützen? Dann meldet euch gern bei uns: info@bund-rostock.de

Neuer Studiengang: Nonprofit und NGO-Management (B.A.)

Am Umweltcampus Birkenfeld der Hochschule Trier startet zum Wintersemester der bundesweit erste Studiengang für hauptamtliche Mitarbeiter*innen in Umweltverbänden. Von rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen über Marketing und Kommunikation bis hin zu Green Tech und Digitalisierung vermittelt der Lehrplan einen Querschnitt der wichtigsten Kenntnisse und Fähigkeiten für eine berufliche Tätigkeit in Nonprofit-Einrichtungen (NPOs) und Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Der Studiengang sieht zusätzlich längere Arbeitsaufenthalte in den entsprechenden Organisationen vor.

Ab Mitte Mai könnt ihr euch bewerben.

Infos unter Nonprofit und NGO-Management (B.A.) (umwelt-campus.de)

Gartentipp: Ein Garten für Tiere

Es ist wieder soweit: etwas Regen und die ersten warmen Tage und schon hört man ein vertrautes Geräusch - Rasenmäher. Motorisierte Gartenwerkzeuge wie Mähroboter, Motorsensen und Freischneider sind jedoch der Schrecken unserer Igel. Immer mehr schwer verletzte und tödlich verstummelte Tiere melden die Igelauffangstationen. Kaum noch Laubhaufen zum Überwintern, kaum noch genug Insekten zum Überleben, geben diese Geräte unserem Igel den Rest. Auch der Artenvielfalt schadet dieses penible Rasenkurzhalten. Naturnaher ist, kleine Inseln im Rasen stehen zu lassen und nur die Laufwege und Sitzplätze kurz zu halten. Das macht weniger Arbeit, lässt Gänseblümchen, Ehrenpreis und Gundermann blühen, lockt Insekten an und hilft insektenfressenden Tieren wie unserem Igel beim Überleben.

Die Wiese mit heimischen Wildkräutern und Wildblumen ist einer der artenreichsten Lebensräume und beherbergt bspw. zusammen mit einer Streuobstwiese über 5.000 Tier- und Pflanzenarten. Im Garten ahmen Wieseninseln, Wildstaudenbeete, Wildsträucher und Obstbäume diesen Lebensraum für Bienen, Käfer, Spinnen, Heuschrecken & Co. nach, auch für das für den Gartenkreislauf unentbehrliche Bodenleben aus Würmern, Asseln, Nematoden & Co.

Totholz, als loser Stapel oder stehen gelassener Baumstumpf, über Jahre sich selbst überlassen, bietet v.a. Insektenlarven, Wildbienen und natürlich Pilzen, Flechten und Moosen einen Lebensraum.

Natursteinmauern, lose aufgestapelt, beherbergen in ihren Spalten und Höhlen die besonders wärmeliebenden Pflanzen, Insekten und v.a Eidechsen!

Kleinstgewässer, fischfrei, lassen sich schon mit einfachsten Mitteln - z.B. einer ausrangierten Wanne - in den Garten integrieren und bieten mit ihren unterschiedlich tiefen Zonen, den Wasser- und Uferpflanzen und dem Gestein zum Rasten und Trinken Amphibien, Libellen, Waserläufern & Co. einen Lebensraum, der in unserer Landschaft immer seltener wird.

Die schonende Pflege und die Schaffung dieser Lebensräume im eigenen Garten, ist wesentlich wirksamer und effektvoller als nicht-heimische Blumenmischungen und künstliche Tierbehausungen aus Garten- und Baumärkten.

Weitere Infos zum Naturgarten findet ihr unter www.bund-rostock.de

 
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