BUND Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Ökologisches Bauen

Der ökologische Fußabdruck von Gebäuden ist riesig: Bau und Betrieb verursachen in Deutschland rund 40% der Treibhausgasemissionen, 54% des gesamten Abfallaufkommens und verbrauchen 90% der mineralischen Rohstoffe (BMUB).

Kriterien des ökologischen Bauens, wie z.B. Standort (Anbindung ÖPNV, Wärme-/Kältenetz, Ausrichtung zur Sonne), Flächeneffizienz (Höhe, Raumnutzung, Dach- und Fassadengrün, Siedlungsgrün), Energie (Reduzierung des Bedarfs, Nutzung Erneuerbarer Energien) und letztendlich Baustoffe (nachwachsend, sortenrein trennbar, recyclebar, recycelt, langlebig) müssen mitgedacht und mitgeplant werden! Eine Verankerung dieser Kriterien ist in Gesetzen und über Förderprogramme am wirksamsten.

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Forderungen für eine Bauwende

  • Die Reduzierung des Flächenverbrauchs für Siedlung & Verkehr! Bestandsgebäude sollten aufgestockt werden. Funktionsräume sollten gemeinsam genutzt werden.
  • Die Abschaffung beschleunigter Verfahren im Innen- und Außenbereich! Jeder Verlust von Natur & Landschaft sollte bilanziert und naturschutzrechtlich ausgeglichen werden!
  • Die Reduzierung des Energieverbrauchs! Der Passivhausstandard in ökologischer Bauweise sollte Standard werden. Sanierung sollte dem Neubau vorgezogen werden. Das spart graue Energie. Baustoffe sollten sortenrein trennbar und damit wiederverwendbar sein.
  • Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien für den Wärme- und Strombedarf! Dächer, Fassaden und Überdachungen sollten großflächig für die Erzeugung von Solarenergie genutzt werden.
  • Die Förderung ökologischer Baustoffe! Diese sind nachwachsend, verbrauchen in der Herstellung weniger Energie, sind regional, schadstoffärmer, kreislauffähig und in der Entsorgung unproblematisch. Wärme-, Schallschutz und Feuchteverhalten sind oft besser.
  • Mehr und ökologischeres Siedlungsgrün! Dachbegrünung sollte mit Solaranlagen kombiniert werden. Es sollte mehr entsiegelt und Versiegelung wasserdurchlässig und begrünt werden. Grünflächen sollten naturnah gestaltet sein. Schottergärten sind verboten.
  • Die Förderung des ÖPNV, Rad- und Fußverkehrs! Dafür sollte vorhandene Infrastruktur umgenutzt, nicht neu gebaut werden. Quartiere sollten autofrei werden.

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