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21.06.2016
Miese Fahrradwege melden!

Gesucht:
Radwege ins Nichts, Radwege als Parkflächen, Radwege mit Spalten in Reifenbreite

BUND und SVZ starten Aktion zur Verbesserung des Fahrradverkehrs

Gemeinsam mit der Schweriner Volkszeitung startet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am 21.06.2016 eine Aktion, die schlechte Radwege anprangern soll. Über eine online-Karte können miese Bedingungen für das Fahrradfahren gemeldet werden. Radwege ins Nichts, Löcher, Spalten, Buckel, zugeparkte Radwege, verwirrende Schilder oder und ähnliche Probleme können direkt verortet werden. Der BUND will diese Hindernisse für Fahrradfahrer an Städte, Gemeinden und Verkehrsplaner des Landes melden und die Verantwortlichen auffordern, endlich mehr in die Radverkehrsinfrastruktur zu investieren.

BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag: „Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre war noch nie so hoch wie aktuell, Autoabgase gefährden unsere Gesundheit. Gerade bei kurzen Wegstrecken ließe sich viel CO2 aber auch Zeit sparen, wenn mehr Menschen das Fahrrad nehmen und auf das Auto verzichten. Zwischen vielen Dörfern aber auch im Pendlerumfeld der Städte fehlen aber Radwege oder enden im Wald wie zum Beispiel zwischen Schwerin und Crivitz. Der Radfahrer darf dann unter lebensgefährlichen Umständen auf der Bundesstraße weiter fahren oder muss sich Waldwege suchen. Das tut niemand im Alltag!“

In den Städten wird laut BUND viel zu wenig für die Verbesserung der städtischen Radwegenetze getan. Straßen und Parkplätze würden dagegen reichlich ausgebaut. „Oft sind Einkaufszentren nur unter Gefahr mit dem Fahrrad zu erreichen. In Innenstädten wird zu wenig Rücksicht auf den Fahrradverkehr genommen. Fahrräder sind dort selten gut anzuschließen, es gibt vor allem Autostellplätze. Ausgebaut werden vorwiegend touristische Rundwander-Radwege. Der BUND fordert, dass vor allem der Radwegebau mit Relevanz für den Alltagsverkehr Priorität haben muss!“ so Corinna Cwielag vom BUND.

Tatsächlich besteht in Mecklenburg-Vorpommern ein hoher Bedarf an Lückenschlüssen. In der Vergangenheit wurde der Radwegebau nicht gut unter den Gemeinden abgestimmt. So wurden häufig Radwege gebaut, die an den Ortsgrenzen endeten. Besonders in ländlichen Gebieten im Nahbereich von 8 km kann der Radverkehr einen erheblichen Verkehrsanteil übernehmen. Es geht dabei um sichere Schulwege, Naherholung aber auch um Grundversorgungsleistungen wie Einkauf oder Behörden- und Arztbesuche.

Corinna Cwielag, BUND: „Offenbar sind Radwege kein Entwicklungsziel. Von den geplanten fast 50 Millionen Euro für straßenbegleitende Radwege zwischen 2007 und 2014 sind nur 25,4 Millionen verwendet worden. Für die Erneuerung und den Neubau von Land- und Gemeindestraßen wurden im selben Zeitraum dagegen 214,3 Millionen Euro ausgegeben!“

Seit 2015 gibt es nach Information des BUND gar keine Förderung mehr für den Um- und Ausbau von Landesstrassen. Jetzt sollen ausschließlich Radwege mit vordringlicher Relevanz für den Tourismus gefördert werden. Für die Städte gibt es Förderungen für Radwege nur noch als Verbund mit weiteren Maßnahmen. „Aktuell sind davon im ganzen Land nur zwei innerstädtische Fahrradprojekte geplant. Wir fordern deshalb, dass nur verkehrstechnische Projekte im Rahmen der nachhaltigen Stadtentwicklung gefördert werden, die auch den innerstädtischen Radwegebau einschließen. Nur Änderungen oder kleine Verbesserungen bei der Straßenführung und Lärmreduktion reichen nicht.“, so Corinna Cwielag von BUND, „Bürger und Bürgermeister müssen Druck machen, um den Ausbau und die Verbesserung von Fahrradwegen voran zu bringen!“

Zugang zur online-Karte für miese Fahrradwege

Für Rückfragen:
Corinna Cwielag, BUND-Landesgeschäftsführerin, T.: 0385 5521339-0

13. Juni 2016

Exkursionen zum Tag der Artenvielfalt am 18.06.2016

Der BUND lädt zu Exkursionen zum Tag der Artenvielfalt ein:

Zum 18. Mal veranstaltet das Magazin GEO den Tag der Artenvielfalt.
Unter dem Thema "Biotopverbund am Rande des Ballungsraumes" laden der BUND und GEO-Interessierte zur 24-stündigen Artenzählung ein. Ziel ist es, in einem festgelegten Gebiet, am 18. Juni 2016 möglichst viele verschiedene Arten zu erfassen. Dabei sollen alle Pflanzen- und Tierarten bestimmt und notiert werden.
In Schwerin und Neubrandenburg laden Fachleute von BUND und NABU zur Aufnahme und Kennenlernen von Pflanzen- und Tierarten an Gewässern ein. Jeder kann mitmachen und unter Anleitung Pflanzen und Tiere erkennen und mitzählen.

Schwerin:
Der BUND Schwerin lädt am Sonnabend, den 18.Juni 2016 zum Kennenlernen der Artenvielfalt am Schweriner See zwischen Schlossbucht und Zippendorfer Badestrand ein. Um 10:00 Uhr ist Treffen an der Schloßbrücke. Dort werden die Zählbögen ausgegeben.
Es ist gut, einen eigenen Stift mitzubringen und, wenn vorhanden, ein Fernglas.
Kontakt: arndt.mueller@bund.net
In der Naturschutzstation bietet der NABU von 10:00 bis 12:00 "Keschern für Familien" an. Die Ergebnisse der Kescherfänge gehen in das Gesamtergebnis des Tages ein. Um 14:00 Uhr findet in der Naturschutzstation die Auswertung statt.
Kontakt: Markus.Rudolf@nabu-mv.de

10:00 Treffen Schloßbrücke
- Arten-Aufnahmen Rund um die Schlossbucht
- langsame Wanderung entlang des Franzosenweges
14:00 Ankunft und Auswertung Naturschutzstation
15:00 Ende

Die BUND-Gruppe Schwerin - Unsere Ziele
Der Schutz von Natur und Umwelt steht im Mittelpunkt unseres Handelns.
Vor Ort setzen wir uns für den Schutz des uns umgebenden Ökosystems ein, in das Tiere, Pflanzen und Mensch eingebunden sind. Wir versuchen, die Wechselwirkungen zwischen den im System agierenden Beteiligten zu erkennen und sind bestrebt, Lösungen zu finden, um unser Wirken in Richtung Nachhaltigkeit, Erhalt von Ressourcen und Bewahrung von Vielfalt zu lenken.
Dafür brauchen wir jeden engagierten, fachkompetenten Bürger. Arbeitet mit an der Lösung von Umweltproblemen vor unserer Haustür, deutschland-, europa- und weltweit. Engagiert euch mit uns für Umwelt- und Naturschutz in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Unsere Ziele sind erreichbar, wenn wir uns gemeinsam dafür einsetzen.
Wir haben einen starken Verband im Rücken, der unser Engagement unterstützt und fördert.

Werdet aktiv - unterstützt unsere Arbeit - beteiligt euch an unseren Aktionen!

 

Zu den Aktivitäten der BUND-Gruppe Schwerin ...!

 

Die Schwerpunkte unserer Arbeit sind:

  • das Eintreten für einen gerechten Welthandel
  • der Erhalt der biologischen Artenvielfalt und die Stadtökologie
  • das Klimaschutzkonzept der Stadt Schwerin
  • die Verkehrsbelastung der Innenstadt Schwerins
  • das BUND-Projekt Schwerin gegen Jet-Ski-Lärm und Powerboote
  • der Managementplan für das Europäische Vogelschutzgebiet Schweriner Seen
  • diverse Aktionen (Unterschriftensammlungen; Protestaktionen - Stoppt TTIP!)
  • vielfältige Veranstaltungen (z.B.: Info-Veranstaltung Jetski-Powerboote)
  • interessante Exkursionen (z.B.: Kranich-Exkursion in die Lewitz)

    Die BUND-Gruppe Schwerin trifft sich:
    an jedem ersten Mittwoch im Monat um 19:00 Uhr
    in den Räumen der Landesgeschäftsstelle in der Wismarschen Straße 152. 

    Ansprechpartner:
    BUND-Gruppe Schwerin
    c/o Jürgen Friedrich
    Wismarsche Straße 152
    19053 Schwerin

    Tel.: 0385 5213390
    E-Mail: bund.schwerin@bund.net

     

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