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Transparenz jetzt! Für gesellschaftliche Unternehmensverantwortung

 

Egal ob Luxuskonzern oder Discounter: Immer sind Unternehmen verantwortlich für die Verletzung von Arbeitnehmerrechten und Umweltschäden. Zugleich drücken sie die Preise bei ihren Lieferanten, während sie in ihren Hochglanzbroschüren soziale und ökologische Werte beschwören.


Ende April hat die Supermarktinitiative gemeinsam mit dem CorA-Netzwerk eine Transparenzkampagne gestartet, mit der eine gesetzliche Offenlegungspflicht für Unternehmen gefordert wird. Der BUND unterstützt die Kampagne "Transparenz jetzt!"

Der Kampagnenfilm zeigt, welche Auswirkungen der Preiskampf der großen deutschen Supermärkte entlang der gesamten Lieferkette hat.

 

Jetzt Transparenz einfordern

Damit die Kundinnen und Kunden ihr Kaufverhalten auf eine informierte Entscheidung gründen können, müssen zentrale Informationen zur Unternehmenspraxis in Bezug auf Arbeitnehmerrechte, Korruption, Lobbyaktivitäten sowie Umwelt- und Klimaschutz offengelegt werden. Außerdem sollen die Unternehmen ihre Lieferanten und Produktionsstandorte veröffentlichen. Den Auftakt der Transparenzkampagne bildet eine an Bundeskanzlerin Merkel gerichtete Unterschriftenaktion, in der diese Offenlegungspflicht gefordert wird. Bitte unterschreiben Sie hier.http://www.transparenz-jetzt.de/

 

Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft

Täglich verbrauchen wir Unmengen an Papier. Auch der nächste Küchenschrank oder ein Kinderbettchen sollte möglichst wieder aus Holz sein. Doch auch hier gilt: Holz ist zwar ein toller Rohstoff, leider stammt er im internationalen Geschäft oftmals aus Raubbau an der Natur. Damit meinen wir die Nutzung von Wäldern, bei der mehr Holz eingeschlagen wird, als nachwächst oder bei der auf die Rodung von artenreichen und alten Naturwäldern monotone Plantagen folgen.So werben besonders Holzbaufirmen, die Holzhäuser anbieten, mit "arktischer Kiefer". Diese stammen dann meistens aus mit Kahlschlägen übernutzten natürlichen borealen Nadelwäldern, wo aufgrund der Kälte ein Baum deutlich langsamer wächst, um eine bestimmte Stärke zu erreichen. Jeder Einschlag braucht hier Jahrzehnte bis Jahrhunderte, um sich wieder zu regenerieren

Ein Weg, der uns hilft, Holz aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft zu finden, ist das so genannte FSC-Siegel für Holzprodukte. FSC steht dabei für Forest Stewartship Council - einer international tätigen gemeinnützigen Organisation, die sich der Zertifizierung von nachhaltiger Forstwirtschaft widmet. Dabei wendet sie selbst entwickelte Standards an, die in den Forstbetrieben, die sich zertifizieren lassen, regelmäßig kontrolliert werden. Der FSC-Standard folgt dabei bestimmten Prinzipien der nachhaltigen Forstwirtschaft, die u.a. lauten

  • Prinzip 6: Gewährleistung von Biodiversität, Schutzfunktionen des Waldes und Landschaftsschutz
  • Prinzip 7: Erstellung und Umsetzung eines Bewirtschaftungsplanes
  • Prinzip 8: Kontrolle durch angemessene Dokumentation und Bewertung der Nachhaltigkeit
  • Prinzip 9: Erhaltung von Wäldern mit hohem Schutzwert

"Es gibt FSC Pure, FSC Mix oder FSC Recycling. Im Bereich Hygienepapiere ist FSC Mix die Regel. FSC Pure steht dafür, dass der Zellstoff zu 100 Prozent aus Fasern aus FSC-Holz hergestellt ist. FSC Mix steht dafür, dass die Fasern aus FSC-Holz, Holz aus kontrollierten Quellen oder aus Recyclingmaterial stammen, Holz aus illegalen oder nicht nachgewiesenen Quellen ist ausgeschlossen. Der Mindestanteil für FSC-Material beim FSC Mix beträgt für Faserprodukte noch bis zum Jahr 2015 50 Prozent. FSC Recycling steht für den Einsatz von Recyclingmaterial. Häufig, z.B. bei Büchern, kommt der FSC Mix zum Einsatz." (Quelle: www.oekotest.de)

Bei allen Produkten ist das pure FSC (100 %) zu empfehlen. Bei allen anderen Produktgruppen, wie dem FSC Recycling sind andere Labels zum Beispiel der "Blaue Engel" wegen besserer Standards vorzuziehen.

Doch, wo können FSC-Produkte bezogen werden? Die Produktsuche der FSC-Deutschland- Arbeitsgruppe hilft Ihnen hier.

Fazit: Der FSC-Standard ist sicher noch nicht das Ende der Entwicklung. Noch stehen auch bei diesem Standard ökonomische Aspekte zu sehr im Vordergrund. Zudem wird der FSC wegen der Zertifizierung von Plantagenholz, das auf Standorten von abgeholztem Regenwald wächst, auch von einem Teil der Naturschützer kritisiert. Für die heimischen Wälder außerhalb von Schutzgebieten gibt es derzeit jedoch noch kein besseres Zertifizierungssystem*. So gibt er weiterhin geeignete Orientierung im Dschungel der Holzprodukte. Fragen Sie beim Papierkauf, beim Kauf von Möbeln oder Parkett gezielt nach FSC-Holz. Nur über die Nachfrage wird sich auch der Bedarf verfestigen und wird die ökologisch nachhaltige Nutzung der Wälder voranschreiten.


*Für Nationalparke wurden unter Leitung von EUROPARC Deutschland, dem Dachverband der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks, eigene Qualitätskriterien für Nationalparkwald definiert. Diese Wälder sollen perspektivisch kaum noch bewirtschaftet werden, d.h. hier hat ungestörte Naturentwicklung absolut Vorrang.

 

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