31. März 2012

Gericht untersagt Baubeginn im Vogelschutzgebiet „Schweriner Seen“

Das Verwaltungsgericht Schwerin hat nach Antrag des BUND den für Montag geplanten Baubeginn für einen 50 Meter langen Schiffsanleger am Schweriner See unmittelbar neben dem Schweriner Schloss vorerst gestoppt. Nach Auffassung des BUND kommt es mit dem Bau des Anlegers zu erheblichen Beeinträchtigungen des EU-Vogelschutzgebietes „Schweriner Seen“. Mehr...

 

Die Stellungnahmen des BUND im Genehmigungsverfahren:

Stellungnahme 1

Stellungnahme 2

 

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Spendenaufruf mit den Hintergrundinformationen

3. Januar 2012

Schiffsanleger in Schweriner Schlossbucht schädigt EU-Vogelschutzgebiet

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für einen weiteren Schiffsanleger in der Schlossbucht des Schweriner Sees hat der BUND gegen die Planungen protestiert und umfangreiche naturschutzfachliche Argumente vorgetragen. Der rund 50 Meter lange Schiffsanleger und der resultierende Bootsverkehr würden wichtige Brut- und Rastflächen für Wasservögel auf dem Schweriner See beeinträchtigen. Dies verstößt gegen die Schutzziele des EU-Vogelschutzgebietes "Schweriner Seen". Mehr...

Bernd Sterzl/pixelio.de
19. Januar 2012

BUND warnt vor Aufweichung der Führerscheinpflicht für Motorboote

Die Regierungskoalition aus CDU und FDP in Berlin plant, den Verkehr an Motorbooten auf Seen und Flüssen auszuweiten. Zu diesem Zweck soll die Möglichkeit, ein Motorboot auch ohne Führerschein nutzen zu können, auf Boote bis zu 15 PS-Motorleistung ausgedehnt werden. Der BUND Mecklenburg-Vorpommern befürchtet mit zunehmendem Motorbootverkehr nachteilige Wirkungen auf die Gewässer. Mehr...

BUND-Studie "Lebendige Flüsse" – eine Vision für das Jahr 2027

Flusslandschaften zählen zu den schönsten, artenreichsten und zugleich auch sensibelsten Lebensräumen Mitteleuropas. Auen und breite Flussufer sind für die natürliche Hochwasservorsorge und für die Sicherstellung von sauberem Trinkwasser von unschätzbarem Wert.

Die Studie "BUND-Vision für Flusslandschaften in Deutschland" kommt zu dem Ergebnis, dass ein Großteil der Flüsse durch Landwirtschaft, Industrie und Schifffahrt ökologisch schwer geschädigt ist. Mehr...

Weltwassertag: Plauer See wird Lebendiger See des Jahres 2011

Am Weltwassertag (22.3.) kürte der Global Nature Fund (GNF) erstmals den “Lebendigen See des Jahres“ in Deutschland. Die Wahl fiel auf den Plauer See in Mecklenburg-Vorpommern. Die Ernennung ist Anerkennung für eine wertvolle Landschaft, gleichzeitig aber auch Mahnung, unsere Seen nicht touristisch zu übernutzen. Einer der regionalen Partner des GNF ist der BUND Mecklenburg-Vorpommern. Er engagiert sich am Plauer See für die Bewahrung eines einzigartigen Naturraums. Mehr...


Fernseh- und Radiobeitrag des NDR

Tipps zur Gewässerunterhaltung

99 Prozent der Fließgewässer Mecklenburg-Vorpommerns sind in einem schlechten ökologischen Zustand. Eine der Ursachen ist die intensive Gewässerunterhaltung, also das regelmäßige Mähen der Uferstreifen, das Beseitigen von Wasserpflanzen (Entkrauten) und das Ausbaggern der Gewässersohle. In der derzeitigen Form wird diese Gewässerunterhaltung, die den Abfluss des Wassers sicherstellen soll, größtenteils übertrieben (Siehe Bild). Die Eingriffe führen regelmäßig zu Schäden an den Gewässern. und Saumstrukturen und ganze Lebensgemeinschaften werden zerstört, Vertreter geschützter Arten getötet und letztlich die Selbsreinigungskraft der Gewässer geschwächt.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt noch nicht über eine eigene Richtlinie, wie eine ökologisch verträgliche Gewässerunterhaltung durchgeführt werden sollte. Da es kaum regionale Unterschiede bei der grundsätzlichen Vorgehensweise gibt, verweisen wir deshalb auf den Landeserlass des benachbarten Schleswig-Holstein und auf ein Merkblatt aus Baden-Württemberg. Da Schilf im Zusammenhang mit der Gewässerunterhaltung eine Rolle spielt, sei an dieser Stelle auch auf die Richtlinie zur Mahd von Schilf in Mecklenburg-Vorpmmern verwiesen.

Erlass Gewässerunterhaltung Schleswig-Holstein

Merkblatt Grabenunterhaltung Baden-Württemberg

Richtlinie zur Mahd von Schilf in Mecklenburg-Vorpommern

BUND fordert: Keine Privatisierung des Wassers!

Am 10.November 2010 präsentierte der BUND Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin den Dokumentarfilm "Water makes money - Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen". Der beeindruckende Film des Autorenteams Leslie Franke und Herdolor Lorenz dokumentiert das zweifelhafte Geschäft von Wasserkonzernen, die Folgen von Wasserprivatisierung und den teilweise erfolgreichen Widerstand dagegen. Der Verkauf unserer Wassernetze an international operierende Konzerne wie Veolia oder Suez bewirkt, dass dem Schutz des Grundwassers nicht mehr die gebührende Aufmerksamkeit gewidmet wird. Zu einem wirksamen Schutz des Grundwassers zählt beispielsweise die Anlage von Trinkwasserschutzgebieten und dort die Förderung einer wasserschonenden Landnutzung. So wäre es erforderlich, die Landnutzung in den Einzugsgebieten der Wasserwerke auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. Nur so ist gewährleistet, dass es keine Belastung des Grundwassers mit Dünger und Herbiziden gibt. Der BUND fordert, dass unser Trinkwasser - als das wichtigste öffentliche Gut - im Besitz der öffentlichen Hand verbleibt und dass die Bürgerinnen und Bürger über die Gemeindevertretungen ihrer Kommunen Einfluss auf die Gestaltung Ihrer Wasserversorgung behalten.

Hintergrundinfo Wasserprivatisierung

BUND-Pressemitteilung

Internetseite zum Film "Water makes money" mit Informationen zum Verleih

BUND-Position zum Grundwasserschutz

Dambecker See im Müritzgebiet
24. November 2009

Bis 2015 ist nicht mehr viel Zeit

BUND bewertet die Gewässerpolitik der Landesregierung als unzureichend

Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen an der Küste, minimale Gewässerschutzstreifen in der Landwirtschaft, Boom bei Bootshäfen in sensiblen Uferzonen - verträgt sich all das mit dem Ziel, die Gewässer des Landes bis 2015 in einen guten ökologischen Zustand zu bringen? Minister Backhaus stellte heute den Zwischenbericht zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtline vor. Der BUND Mecklenburg-Vorpommern sieht großen Nachholbedarf. Mehr...

Blaualgenblüte hat Ursachen

Am Schweriner See, Foto: A. Müller

Belastung unserer Gewässer mit Nährstoffen immer noch deutlich zu hoch

Seit mehreren Jahren vollzieht sich in jedem Sommer das gleiche Schauspiel. Seen Mecklenburg-Vorpommerns oder gar die Ostsee werden durch die fälschlicherweise als Blaualgenblüten bezeichneten Massen-entwicklungen von Cyanobakterien geplagt. So auch in diesen Tagen. Dies birgt zahlreiche Probleme. Cyanobakterien können für Mensch und Tier gefährlich sein. Sie produzieren Giftstoffe, die zu Magen-Darm-Beschwerden und zu allergischen Reaktionen, wie Hautreizungen oder Atemnot führen können - für das Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern eine Katastrophe.

Doch Cyanobakterien kommen nicht aus heiterem Himmel. Die Einträge von Nährstoffen in unsere Seen und Flüsse und letztlich in die Ostsee - insbesondere aus intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen - ist weiterhin hoch. Dadurch werden die gesundheitsschädlichen Bakterien gefördert.

Weitere Informationen über Cyanobakterien und darüber, was Sie als Wasserfreunde für saubere Gewässer tun können, erfahren Sie hier.



Was ist die EU-Wasserrahmenrichtlinie und was wird auf ihrer Grundlage für die Gewässer im Land Mecklenburg-Vorpommern getan? Informieren Sie sich auf den Seiten des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern.

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