Verbranntes Geld - Zerstörte Natur

BUND Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht kritischen BUGA-Führer

Kaum ein Ereignis wird in Mecklenburg-Vorpommern mit derart viel öffentlichem Geld finanziert wie die Bundesgartenschau 2009 in Schwerin. Jeweils 30 Millionen Euro stellen Land und die Stadt Schwerin. Konnten von diesem Geld öffentliche Pflichtaufgaben des Landes profitieren? Was hat die millionenschwere Bundesgartenschau beispielsweise für den Schutz der Natur gebracht? Warum musste der BUND erst klagen, um geschützte Natur zu retten, die bei den BUGA-Besuchern heute zu den beliebtesten Aufenthaltsorten gehört? Diese und anderen Fragen beantwortet die Informationsbroschüre des BUND. Sie ist damit ein Angebot für all jene, die sich auch für die Hintergründe der Gartenschau interessieren.

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Mehr zur BUGA und den Kritikpunkten des BUND: hier
Pressemeldung zur Eröffnung der BUGA: hier
Kritischer ARD-TV-Beitrag zum Thema Gartenschauen: hier

BUND bietet alternativen BUGA-Führer

Blick hinter die Kulissen für alle, die mehr wissen wollen

Download des BUGA-Führers des BUND


Vorwort der Broschüre:

Liebe Schwerinerinnen und Schweriner, liebe Besucher der BUGA, liebe Garten- und Naturfreunde,

in diesen Wochen und Monaten präsentiert sich mit der BUGA 2009 in Schwerin bereits zum 30. Mal eine nationale Gartenschau. Blumenpracht vor dem Schloss, märchenhafte Kulisse, Postkartenmotive bei strahlendem Sonnenschein – optische Reize bieten sich viele. Genießen Sie Ihren Rundgang und erfreuen Sie sich an wunderbarer Natur auf und an Schwerins sieben Seen. Mit dieser Broschüre geben wir Ihnen Tipps, wo sie auf dem BUGA-Gelände, aber auch jenseits der BUGA-Pfade Naturschätze entdecken können.

Neben üppigen Blumenbeeten hat die BUGA in Schwerin aber auch eine andere Seite, eine weniger populäre, weil in weiten Teilen unerfreuliche. Diese Seite zeigt, wie falsch in unserem Land Fördermittel eingesetzt werden, wie Minister die Einhaltung der Gesetze zum Schutz der Natur regelrecht verhindern und wie letztlich eine BUGA von Landespolitikern und selbst vom Bundespräsidenten als nachhaltiges Ereignis bezeichnet wird, obwohl sie es nachweislich nicht ist.

Damit sich Gartenschauen dieser Machart nicht im politischen Sprachgebrauch als "nachhaltige Veranstaltungen" etablieren – dies wäre ein großer Schaden für all jene Initiativen, die sich tatsächlich ökologisch nachhaltigen Vorhaben widmen – darf diese problematische Seite der BUGA 2009 nicht unterschlagen werden.

Der BUND hat das Aussehen der Flächen, die nun von der BUGA genutzt werden, wesentlich mitbestimmt. So manches Naturparadies gäbe es ohne das Engagement zahlreicher meist ehrenamtlich tätiger Naturschutzexperten nicht mehr, hätte die BUGA Schwerin 2009 GmbH ihre Pläne ungebremst verwirklichen können. Dass wir den Erhalt von Natur dabei vor allem mit juristischen Mitteln erzwingen mussten, hatten wir uns so nicht vorgestellt. Eine andere kooperative Zusammenarbeit zum Nutzen von Natur wurde von Seiten der BUGA GmbH und der Stadtverwaltung Schwerin leider nicht gewünscht.

Nicht nur aus diesem Grund gehört der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Mecklenburg-Vorpommern zu den Kritikern dieser wie auch anderer Bundes- und Landesgartenschauen.

Nehmen Sie sich Zeit, unseren Argumenten zu folgen und entscheiden Sie selbst, ob Gartenschauen wie diese, 17 Jahre nach Verabschiedung einer internationalen AGENDA 21 für Nachhaltigkeit, die Richtung von Stadtentwicklungen bestimmen sollten.

Ihr BUND Mecklenburg-Vorpommern

Inhalt der Broschüre
Was ist eine BUGA?
Schwer erkämpft: Restnatur am Burgsee
Ein Gespenst geht um ...Die Sichtachse!
Und immer wieder fallen Bäume
Der "Naturgarten": Kein Garten sondern Natur
Ein See von europäischem Rang
Millionengrab "Beutel"
Der BUND-Alleenpfad
Natur kaputt...und wo ist der Ausgleich?
Gartenschauen und Ökologie
Nachhaltigkeit ist mehr als nur ein Wort
Tourentipps
BUGA-Chronik des BUND



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