BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke verhindert Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, kritisiert die heutigen Äußerungen von Bundeskanzlerin Merkel zu Beginn ihrer "Energiereise", mit der sie an der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke festhält.


Arndt Müller, Energieexperte des BUND Mecklenburg-Vorpommern:

"Zwar sah sich die Kanzlerin heute einen Bürgerwindpark im Landkreis Bad Doberan an, aber die Atompolitik die Bundesregierung wird derartige Windprojekte auf lange Zeit blockieren. Damit werden die vielen findigen Initiativen in den Kommunen ausgebremst. Wer will in Erneuerbare investieren, wenn subventionierter Atom- und Kohlestrom den Markt überschwemmt?"

Besonders in Mecklenburg-Vorpommern, so der BUND, gibt es noch ein großes Potential für den Ausbau erneuerbarer Energien. So könnte die Zahl der Beschäftigten in diesem Sektor bis 2020 von derzeit 4.500 auf rund 14.000 erhöht werden. Die Bedingungen im Bereich Windkraft, Bioenergie und Photovoltaik sind hervorragend. Jetzt entlassene Arbeiter der Werften hätten damit neue Perspektiven.

Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke blockieren hingegen den Ausbau der Erneuerbaren Energien, weil sie schwerfällige Grundlastkraftwerke sind. Es werden jedoch Kraftwerke benötigt, die flexibel der variablen Einspeisung von Strom aus Wind und Sonne folgen können. Dies sind vor allem verbrauchsnahe Gas- und Dampfkraftwerke.

Bereits in wenigen Wochen, Ende September, will die Bundesregierung ihr neues Energiekonzept vorstellen. Die heutigen Äußerungen der Kanzlerin zeigen nach Einschätzung des BUND erneut, dass sich die Bundesregierung von den großen Energiekonzernen am Nasenring führen lässt.

Arndt Müller vom BUND: "Atom- und Kohlestrom ist weder klimafreundlich, noch kostengünstig, noch ist er zur Schließung von angeblichen Stromlücken notwendig. Den Verbrauchern wird hier weiter eine Mogelpackung präsentiert. Wir raten den Bürgerinnen und Bürgern mit der Wahl ihres Stromanbieters über den künftigen Weg der Energieversorgung zu entscheiden."

Der BUND nennt drei weitere Argumente gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke:

Quelle: http://www.bund-mecklenburg-vorpommern.de/themen_und_projekte/laufzeitverlaengerung/