Steinkohlekraftwerk Lubmin: Aktueller Stand

- Am Greifswalder Bodden
Die Genehmigungsverfahren für ein Steinkohlekraftwerk Lubmin sind leider immer noch nicht eingestellt. Nach der Absage der dänischen Firma DONG Energy an das Projekt bemühte sich die verbliebene WV Energie AG, die 25 % am Steinkohleprojekt am Greifswalder Bodden hält, eine weitere Finanzierung des Projektes sicher zu stellen. Die WV Energie AG („Wirtschaftliche Vereinigung deutscher Versorgungsunternehmen AG“) erklärte gegenüber den Genehmigungsbehörden, weitere Genehmigungsunterlagen beibringen und das Projekt "Steinkohlekraftwerk Lubmin" fortführen zu wollen. Minister Backhaus hatte im Februar 2010 öffentlich eine Aussage der Investoren zur Zukunft des Projektes eingefordert und eine Einstellung des Genehmigungsvorhabens angekündigt (Schweriner Volkszeitung, 26.02.2010). Seither sind jedoch keine öffentlichen Verlautbarungen mehr getätigt worden. Der BUND Mecklenburg-Vorpommern fordert weiter eine definitive Einstellung der Genehmigungsverfahren für das Steinkohlekraftwerk. Auch müsse sich die Firma DONG Energy, die immer noch mit ihrem Projektleiter Peter Gedbjerg als Verhandlungspartner der Genehmigungsbehörden auftritt, vollständig aus dem Projekt zurückziehen.
Weitere Stadtwerke, die das Kohlekraftwerk mitfinanzieren wollten - so die Stadtwerke Bad Vilbel in Hessen - haben sich inzwischen aus dem Kraftwerksprojekt zurückgezogen (Frankfurter Neue Presse, 10.5.2010). Damit dürfte die Finanzierung nahezu aussichtslos werden.
Weitere Informationen zum Aufbau der WV Energie AG und zu ihrer Beteiligung am Kraftwerksprojekt in Lubmin finden Sie hier.
Steinkohlekraftwerk Lubmin: Projektentwickler haben nichts gelernt
Zur heute veröffentlichten Ankündigung der Projektgesellschaft Dong Energy Kraftwerke Greifswald GmbH, das Genehmigungsverfahren für das Steinkohlekrafwerk Lubmin nicht einzustellen und im Gegenteil weitere Unterlagen vorzulegen, teilen die in der Allianz "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin " arbeitenden Bürgerinitiativen und Umweltverbände mit, weiter mit aller Kraft Widerstand leisten zu wollen. Nach dem ersten Jubel über den Rückzug von DONG Energy sei man sich im Klaren, dass sich einige Unbelehrbare nicht von einem Kohlekraftwerk am Greifswalder Bodden verabschieden wollen. Mehr...
Allianz "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" zur Absage des Kohlekraftwerks
Folgerichtige Entscheidung, die Entwicklung erst ermöglicht
Nach der Entscheidung des dänischen Energiekonzerns DONG Energy, am Greifswalder Bodden kein Steinkohlekraftwerk zu errichten, hat sich die Allianz "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" mit einer offiziellen Erklärung an die Öffentlichkeit gewandt.
Darin danken die Vertreterinnen und Vertreter von vier Bürgerinitiativen und der Umweltorganisationen BUND und WWF den vielen Unterstützerinnen und Unterstützern in ganz Deutschland, die in den vergangenen drei Jahren an der Seite der regionalen Akteure für diesen Ausgang der Kraftwerkspläne gekämpft haben. Die Entscheidung von DONG Energy werde mit Respekt zur Kenntnis genommen. Ein Weg zurück in das Kohlezeitalter war und ist am Greifswalder Bodden jedoch nicht gewollt. Mehr....
BUND und Klimapiraten auf dem Klimagipfel in Kopenhagen: Glückwünsche an DONG Energy
Nach seiner Entscheidung, das Kohlekraftwerk in Lubmin nicht zu bauen, beglückwünschten Aktivisten am Montag in Kopenhagen den dänischen Energiekonzern DONG zu seiner Entscheidung. Ursprünglich hatten der BUND und die Klimapiraten eine Protestaktion gegen das Kraftwerk vor dem Kopenhagener DONG-Gebäude geplant. Nach der überraschenden Bekanntgabe auf den Verzicht des Kohlemeilers am Greifswalder Bodden nutzten die Aktivisten den vereinbarten Termin mit DONG Energy dazu, den Konzern zum verstärkten Ausbau der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien aufzufordern.
100.000 protestierten in Kopenhagen
BUND Mecklenburg-Vorpommern zeigt Flagge für weltweiten Klimaschutz und gegen Kohlekraftwerk in Lubmin
Zigtausende DemonstrantInnen, darunter etwa 5.000 von Friends of the Earth International und rund 600 vom BUND, haben am Samstag, dem 12.12. eine Riesenwelle aus blau gekleideten Menschen in der Innenstadt von Kopenhagen gebildet. Sie forderten ambitionierte und akzeptabel finanzierte Klimaschutz-Maßnahmen, um die weitere Erderwärmung zu stoppen. Die Polizei zählte auf dem anschließenden Demonstrationszug rund 100.000 Menschen.
Es ist vollbracht!
Das Projekt "Kohlekraftwerk Lubmin" ist Geschichte
Großer Jubel bei allen Kohlekraftwerksgegnern
10 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr bleiben uns erspart
Die vergangene Woche hatte es in sich. Nach Absage der geplanten Kohlekraftwerke in Mainz (Rheinland-Pfalz) und Dörpen (Niedersachsen) hat parallel zum Klimagipfel in Kopenhagen nun auch der dänische Energiekonzern DONG Energy das Projekt "Steinkohlekraftwerk Lubmin" eingestellt. Die letztlich doch überraschende Nachricht verbreitete sich am Freitag, dem 11.12.2009 wie ein Lauffeuer und löste bei allen Kraftwerksgegnern in Mecklenburg-Vorpommern und ihren Unterstützerinnen und Unterstützern großen Jubel aus. Klimaaktivisten aus Mecklenburg-Vorpommern, unter ihnen Mitarbeiter des BUND Mecklenburg-Vorpommern, befanden sich auf dem Weg nach Kopenhagen, um anlässlich des Weltklimagipfels für verbindliche internationale Vereinbarungen im Klimaschutz und gegen die Pläne von DONG Energy in Lubmin zu protestieren. Entscheidenden Anteil an diesem Rückzug hat die entschlossene und kontinuierliche Arbeit der Allianz "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" aus den Bürgerinitiativen Lubmin, Usedom, Greifswald, Rügen und den Umweltorganisationen BUND und WWF.
Mehr zum Widerstand gegen das Kraftwerksprojekt
Keine Förderung der CCS-Technologie für Kohlekraftwerk in Lubmin
BUND MV: Genehmigung des 1600 Megawatt Steinkohlekraftwerks wird immer unwahrscheinlicher
Das geplante Steinkohlekraftwerk Lubmin des dänischen Energiekonzerns DONG Energy gehört vorerst nicht zu den von der EU geförderten Pilotprojekten für die Anwendung der umstrittenen CCS-Technologie - der Abscheidung von Kohlendioxid aus dem Rauchgas von Kraftwerken und dessen anschließende Verpressung in den geologischen Untergrund. Die Versuche von DONG Energy, mit der CCS-Technologie dem Kraftwerk ein "grünes Mäntelchen" zu verpassen, sind damit gescheitert. Mehr...
Umweltpreis des Landtages: Allianz "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" gratuliert Gewinnern!
Die Bürgersolaranlage Neustrelitz und das Kompetenzzentrum Regiostrom Ivenack GmbH sind die Gewinner des Umweltpreises des Landtags Mecklenburg-Vorpommern 2009. Vertreter der Allianz "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin", die sich ebenfalls um den Umweltpreis beworben hatte, begrüßen die Entscheidung der Jury und lobten die ausgezeichneten Projekte als hervorragende Beispiele für den dringend notwendigen Ausbau der Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Mehr...
Heute beginnt der Weltklimagipfel in Kopenhagen!
Allianz "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" appelliert an Präsidentin der UN-Klimakonferenz:
"Stoppen Sie die Pläne von DONG Energy in Deutschland!".
Anlässlich des heute beginnenden UN-Klimakonferenz in Kopenhagen hat sich die Allianz "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" mit einem Appell an die dänische Ministerin für Klima und Energie und Präsidentin der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen Connie Hedegaard gewannt.
Dänemark könne sich nicht als Gastgeber des Weltklimagipfels und Vorbild im Bereich Erneuerbare Energien präsentieren und gleichzeitig einem teils in Staatsbesitz befindlichen Energiekonzern gestatten, in Deutschland eine Kohlendioxidschleuder zu bauen. Der dänische Energiekonzern DONG Energy plant den Bau eines 1600-Megawatt-Steinkohlekraftwerkes an der vorpommerschen Osteeküste bei Lubmin. Mehr...
Lesen Sie den Brief an Connie Hedegaard hier.
Laden Sie sich den Protestflyer (A4) der Allianz "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" zum Weltklimagipfel herunter und senden Sie ihn weiter:
Deutsche Fassung, Dänisch-Englische Fassung
Der Weltklimagipfel beginnt!
Dänemark präsentiert sich während der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen vom 7.-19.12. als Vorbild im Umweltschutz. Dieses Bild stimmt nicht mit den Plänen des dänischen Energiekonzerns DONG Energy, in Lubmin bei Greifswald ein ineffizientes Kohlekrafwerk zu errichten, überein. Die Allianz "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" appelliert mit einem offenen Brief an die designierte EU-Klimakommissarin, die dänische Ministerin für Klima und Energie und Präsidentin des derzeitigen Weltklimagipfels Connie Hedegaard, diese unstimmige Klimapolitik ihres Landes zu beenden. Mehr...
Welche Folgen hat der Klimawandel? Länderberichte aus allen Teilen der Welt: hier.
Briefaktion: Fordern Sie, dass das Steinkohlekraftwerk in Lubmin nicht gebaut wird!
Das Kohlekraftwerk in Lubmin ist ein Klimakiller ersten Ranges und würde auf Jahrzehnte eine veraltete, ineffiziente und schmutzige Stromproduktion zementieren. Der Bau würde dem Tourismus in der Region schaden und die einmalige Landschaft des Greifswalder Boddens auf lange Zeit beschädigen.
Fordern Sie den Vorstandsvorsitzenden des dänischen Energiekonzerns DONG Energy - Anders Eldrup - auf, die Pläne für den Bau eines 1600 Megawatt-Steinkohlekraftwerks Lubmin fallen zu lassen.
Alle Briefe werden am 14. Dezember 2009 am Sitz des Unternehmens in Kopenhagen übergeben.
Dies ist eine Aktion der Klimapiraten in Kooperation mit der Allianz "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" aus Bürgerinitiativen und den Umweltorganisationen BUND und WWF sowie der klima-allianz.
Kohlosaurus in Kopenhagen: Protestfahrt gegen Kohlekraftwerk Lubmin
Gegen das geplante Kohlekraftwerk in Greifswald/ Lubmin protestierte der BUND mit seinen Partnern in der dänischen Hauptstadt. Der staatliche Energiekonzern DONG Energy wurde mit einer Aktion vor dem Finanzministerium aufgefordert, seine Investitionsentscheidung für neue Klimakiller in Deutschland zurückzuziehen. DONG hat bereits seine Kohlekraftwerksplanungen für den Standort Emden aufgegeben, an Lubmin will er trotz zu erwartender starker Umweltbelastungen bislang festhalten.
Mit der Protestfahrt will das breite Bündnis gegen das Kohlekraftwerk die dänische Regierung und den Staatskonzern zum Umlenken bewegen. Es fanden Gesprächstermine der deutschen Kraftwerksgegner mit der Konzernspitze von DONG, mit dänischen Politikern und der Presse statt. Höhepunkt war eine Aktion mit dem ‚Kohlosaurus’, einer 5 Meter großen Dinosaurierfigur, die im wahrsten Sinne des Wortes fossile Energie symbolisiert.
An der deutschen Protestdelegation waren neben den BUND-Aktiven, Vertreterinnen von Bürgerinitiativen, der Klima-Allianz, von WWF und Greenpeace beteiligt. Tatkräftig unterstützt wurden die deutschen Aktivistinnen und Aktivisten von dänischen Organisationen, u.a. von der dänischen Partnerorganisation des BUND NOAH - Friends of the Earth.
Sehen Sie ein kurzes Video und Fotos der Aktion hier.
Alternativen für Steinkohlekraftwerk Lubmin
Eintägige Konferenz zu Erneuerbaren Energien und wirtschaftlichem Aufschwung in Mecklenburg-Vorpommern am 02.11.2009 in Greifswald
Als Gastredner dabei: Solarstromexperte Hermann Scheer (Träger des Alternativen Nobelpreises)
Die Allianz "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" aus vier Bürgerinitiativen, BUND und WWF veranstaltet am Montag, dem 2. November 2009 im Berufsbildungswerk in Greifswald eine Konferenz zum Thema Erneuerbare Energien als Impulsgeber für wirtschaftlichen Aufschwung in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel der Veranstaltung ist es, über die Chancen der Erneuerbaren Energien zu informieren und das Entwicklungspotenzial insbesondere in Vorpommern in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.
„Es hat sich gezeigt, dass eine dezentrale Energieversorgung mit erneuerbaren Energien dort Wirtschaftskraft entwickelt, wo der Strom hergestellt und verbraucht wird. Wir wollen prüfen, ob die notwendige Infrastruktur auch in Ostvorpommern eingerichtet werden kann, und ob damit die Arbeitsplätze geschaffen werden können, die wir hier so dringend brauchen“, erläutert Monique Wölk von der Bürgerinitiative "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" Greifswald die Motive der Veranstaltung.
Neben dem international bekannten Solarstromexperten Dr. Hermann Scheer, Bundestagsabgeordneter und Träger des alternativen Nobelpreises, werden Dr. Sven Bode, Mitbegründer des Arrhenius-Instituts für Energie und Klimapolitik Hamburg und der Umweltbeauftragte der Stadt Greifswald, Michael Haufe, Stellung zu den wirtschaftlichen Perspektiven durch erneuerbare Energien nehmen. „Mit der Thiele-Technologie-Systemberatung und weiteren Unternehmervorträgen werden wir ganz besonders die Praxis zu Wort kommen lassen und Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien die Möglichkeit bieten, neue Kontakte zu knüpfen. Dazu dient ebenfalls die ganztägig parallel stattfindende Firmenpräsentation“, erklärt Monique Wölk. "wir freuen uns über die Beteiligung von Unternehmern, Wissenschaftlern und Politikern und laden auch alle Bürgerinnen und Bürger unserer Region
herzlich ein, an der Konferenz teilzunehmen und mit uns Energiepolitik zu gestalten.“
"Das Steinkohlekraftwerk wird nicht kommen!"
Weitere Einwendungsrunde zum Kraftwerk Lubmin beendet
Am Freitag, dem 31.07.2009, endete eine weitere Einwendungsrunde zum Steinkohlekraftwerk Lubmin. Der BUND hat gemeinsam mit dem WWF, den Bürgerinitiativen und zahlreichen Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft erneut zahlreiche Stellungnahmen verfasst und musste Unzulänglichkeiten der Antragsunterlagen des dänischen Energiekonzerns DONG Energy rügen.
DONG Energy war im Ergebnis der öffentlichen Anhörung im Herbst 2008 von den Behörden wiederholt aufgefordert worden, seine unvollständigen Antragsunterlagen zu ergänzen. Die nun schon zum dritten Mal überarbeiteten Unterlagen können weiterhin nicht die erheblichen Risiken für Mensch und Natur ausräumen. Selbst Bundesumweltminister Gabriel (SPD) kritisiert das geplante Kraftwerk. Sein Hauptkritikpunkt: die fehlenden Kraft-Wärme-Kopplung. Mehr...
Brief des BUND an Bundesumweltminister GabrielSteinkohlekraftwerk Lubmin

- Foto: B.Boscolo, www.pixelio.de
Klimaschutz: BUND und WWF stellen Studie zum Energiekonzept der Landesregierung vor
Studie entzaubert Energiekonzept der Landesregierung: Steinkohlekraftwerk Lubmin erhöht mittelfristig die Strompreise und gefährdet Klimaziele Deutschlands. Mehr...
Steinkohlekraftwerk Lubmin: DONG hat noch viel zu tun
BUND MV hält Kraftwerk in diesem Jahr für nicht mehr genehmigungsfähig
Mit Unverständnis kommentiert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern die heutige Meldung des dänischen Energiekonzerns DONG Energy, mit der er die komplette Vorlage der noch ausstehenden Antragsunterlagen für das geplante Steinkohlekraftwerk Lubmin bekannt gibt. Nach Kenntnis des BUND liegen bisher allein die Unterlagen zu den Fragen des Immissionsschutzes vor. Wichtige Fragen zum Naturschutz, wie Details des Vogelzuges, die Betroffenheit von Fledermäusen, Stör, Meeresenten oder der Ausgleich für Schäden am europäischen Naturschutznetz NATURA 2000 sind weiterhin ungeklärt. Mehr...
























