Artenschutzseminar war großer Erfolg
Mit 51 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gehörte das Bürgerseminar "Artenschutz in Fachplanungen" am 8. Mai 2010 in Neubrandenburg zu den erfolgreichsten Veranstaltungen des BUND-Projekts "Bürgerbeteiligung im Natur- und Umweltschutz". Die Besucher des Seminars, unter ihnen zahlreiche Studentinnen und Studenten der gastgebenden Hochschule Neubrandenburg, nutzten die Gelegenheit, sich in kompakter Form die aktuelle Rechtslage zum Thema Artenschutz erläutern zu lassen. Die Referenten, unter ihnen Dr. Thomas Hövelmann aus Münster, stellte die nicht einfach zu überblickende Rechtslage anhand zahlreicher Beispiele verständlich dar. Der Verantwortliche für Artenschutz am Landesamt für Natur, Umweltschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern, Bernd Presch, stellte die Situation des behördlichen Artenschutzes in Mecklenburg-Vorpommern sowie neue computergestützte Erfassungssysteme vor. Letztere sollen für die erleichterte Datenerfassung durch die vielen ehrenamtlich tätigen Naturschützer nützlich sein. Die Übertragung der im Jahresverlauf anfallenden Beobachtungsdaten in ein zentrales Erfassungssystem wird damit erheblich erleichtert. "Sehr gelungen, mehr davon!" So und ähnlich stand es auf den Rückmeldebögen zu lesen, die am Ende des Veranstaltungstages zahlreich bei den Organisatoren eingingen.
Folgend finden Sie den Hauptvortrag des Tages und weitere Informationen zum Thema:
Vortrag Dr. Hövelmann hier
Naturschutzausführungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern
Datenerfassungssystem für den Artenschutz "MultiBaseCS".
Weitere Informationen zum Artenschutz in Mecklenburg-Vorpommern (Verbreitungskarten, Rote Listen etc.) auf der Website des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie hier.
Was können wir tun? Wo fangen wir an?
Umweltseminar für junge Leute
Diese und ähnliche Fragen stellen sich und uns viele junge Leute, wenn sie im Natur- und Umweltschutz aktiv werden wollen. Ein erster Schritt ist es, mit wachen Augen durch Eure Stadt und Eure heimatliche Landschaft zu gehen. Umweltsünden zu erkennen, muss gelernt sein. Dabei wollen wir Euch helfen, wollen mit Euch auf einem gemeinsamen Workshop Landschaft bei Bad Doberan durchstreifen und Euch zeigen, was eigentlich Umweltfrevel sind, wen Ihr auf dem Weg zu ihrer Beseitigung ansprechen müsst und wie Ihr Euch, wenn alles nichts hilft, nachdrücklich auf die Probleme, die Ihr seht, aufmerksam machen könnt. Denn leider hilft manchmal nur ein ordentlicher Trommelwirbel bis sich Dinge in Bewegung setzen und Mißstände beseitigt werden.
Kommt also zu unserem Workshop für "Umweltaktivisten und politische Grünschnäbel" vom 28.-30. Mai nach Hanstof bei Bad Doberan (Mindestalter 16 Jahre). Den Infozettel mit Programm und Ort findet Ihr hier.
Der Workshop findet im Rahmen des BUND-Projektes "Bürgerbeteiligung im Natur- und Umweltschutz" statt, das auf diesen Seiten vorgestellt wird.
Naturschützer machen sich fit für neues Recht
Seit dem 1. März 2010 gelten auf Bundesebene und im Land Mecklenburg-Vorpommern neue Naturschutzgesetze. Darauf müssen sich nicht nur die Behörden einstellen. Auch die vielen ehrenamtlichen Naturschützer des Landes sind mit neuen Regelungen konfrontiert. Und so machte sich am Mittwoch, den 3. März 2010, die Regionalgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Neubrandenburg mit den Änderungen der Vorschriften im Umweltrecht vertraut. Eigens aus Schwerin war Arndt Müller, Biologe und Naturschutzexperte des BUND-Landesverbandes, angereist und stellte die Neuerungen vor. Müller leitet seit knapp 3 Jahren das Projekt „Bürgerbeteiligung im Natur- und Umweltschutz“ und schult im ganzen Land ehrenamtlich engagierte Bürger in Fragen des Naturschutzrechts. „Wir wollen für die Menschen die Hemmschwellen abbauen und ihnen den Zugang zu den oft komplizierten Genehmigungsverfahren der Umweltbehörden eröffnen. Jemand, der schon 30 Jahre im Stadtpark jeden Vogel beobachtet, kann wertvolle Hinweise geben, wenn der Park für eine Kaufhalle platt gemacht werden soll. Dafür muss er jedoch verstehen, wie er seine Meinung an die Behörde herantragen kann und welche Rechte die Natur hat.“, so Arndt Müller. Mehr....







