Online-Protest: Asbestmüllhalde vor Ort sicher deponieren!

 

Protestieren Sie mit uns gegen den größten Mülltransport Deutschlands mit seinen zahlreichen vermeidbaren Gefahren! Unterzeichnen Sie den Online-Protest (Siehe unten) an die Verantwortungsträger in Niedersachsen!


Vor wenigen Tagen haben sich die Landesregierungen Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins gegen den größten Mülltransport ausgesprochen, der jemals in Deutschland vorgesehen war. Mit der geplanten Beseitigung einer gewaltigen Asbestmüllhalde in Wunstorf-Luthe (Niedersachsen) sollten rund 170.000 Tonnen Asbestmüll mit ca. 7700 LKW-Ladungen auf die Deponien Rondeshagen (Schleswig-Holstein) und Schönberg-Ihlenberg (Mecklenburg-Vorpommern) verlagert werden. Nach unseren eigenen Berechnungen handelt es sich sogar um 280.000 Tonnen Asbestmüll, was 12.700 LKW-Fuhren bedeuten würde. 

Die fachlich fundierte Aufklärung des BUND und der vielen Bürgerinitiativen gegen die Asbesttransporte sowie unser öffentliche Protest haben die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zu einer Korrektur ihrer ursprünglich zustimmenden Haltung geführt. Dies zeugt von Verantwortungsbewußtsein und der Fähigkeit, falsche Entscheidungen zu erkennen und zu korrigieren. Dafür gebührt den Verantwortlichen Dank und Respekt.


Anders in Niedersachsen: Hier hält die Region Hannover an den Plänen fest, die Asbestmüllhalde in Wunstorf komplett aufzunehmen und zu verlagern.


Unterstützen Sie deshalb mit wenigen Klicks unseren Protestbrief an die Verantwortlichen in Niedersachsen. Schreiben Sie an

  • den Ministerpräsidenten von Niedersachsen, David McAllister (CDU)
  • den Regionspräsident der Region Hannover, Hauke Jagau (SPD)
  • den Umweltdezernenten der Region Hannover, Prof. Dr. Axel Priebs
  • den Leiter des Staalichen Gewerbeaufsichtsamtes Hannover (das die Transporte genehmigte), Bernd Reese

Klicken Sie auf das Feld "Protestbrief unterzeichnen". Dort werden Sie gebeten, Ihre persönlichen Daten einzugeben. Im weiteren Verlauf erhalten Sie eine E-Mail an Ihre E-Mail-Adresse, die Sie noch bestätigen müssen.

Sagen Sie mit uns "Nein!" zu den hochgefährlichen Asbestmülltransporten und fordern Sie mit uns die kostengünstigere und ungefährliche Sicherung der Asbestmüllhalde an ihrem jetzigen Lagerungsort. Vielen Dank!


 

An den Ministerpräsidenten von Niedersachsen David McAllister
An den Vorsitzenden des Umweltausschusses im Nds. Landtag Stefan Wenzel
An den Regionspräsidenten der Region Hannover Hauke Jagau
An den Umweltdezernenten der Region Hannover Prof. Dr. Axel Priebs
An den Leiter des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes Hannover, Bernd Reese


Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, sehr geehrte Herren Wenzel, Jagau, Prof. Dr. Priebs und Reese,

ich protestiere gegen die weiterhin durch die Region Hannover geplante aufwendige und gefährliche Beseitigung der Asbestmüllhalde in Wunstorf-Luthe. Nach den Entscheidungen der Landesregierungen in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, den Asbestmüll nicht anzunehmen, fordere ich Sie auf, einerseits die Genehmigungen zum Abtrag und Abtransport der Asbestmüllhalde in Wunstorf zurückzunehmen und andererseits die sichere Deponierung der Asbestmüllhalde vor Ort voranzutreiben.

Der Asbestmüll in Wunstorf-Luthe kann mit überschaubaren technischen Maßnahmem am Ort ihres Entstehens gesichert werden, so dass dort dauerhaft - wie auch schon bisher - keine gesundheitsgefährdenden Asbestfasern austreten. Zudem kostet die Sicherung in Wunstorf nur ein Drittel der Gelder (ca. 3 Mill. Euro), die für den kompletten Abtransport des Mülls veranschlagt werden (ca. 9 Mill. Euro).

Das Verlagern von rund 280.000 Tonnen Asbestmüll mit Hilfe von rund 12.700 LKW-Fuhren stellt eine gesundheitliche Gefährdung für die Bevölkerung dar. Es besteht das Risiko, dass beim Abbaggern der Halde, beim Transport per LKW und bei Abschütten auf den Deponien Asbestfasern freigesetzt werden. Trotz dieses Risikos sind bei den bisherigen Planungen für die nun vorgesehenen Transporte nicht die höchsten Sicherheitsstandards vorgesehen. So muss Asbestmüll nach den gängigen technischen Regeln in verschließbaren Behältern transportiert und deponiert werden, um den Austritt von Asbestfasern zu verhindern. Nicht so im vorliegenden Fall: Hier soll der Asbestmüll auf notdürftig gesicherten LKW in Form von losem Schüttgut befördert werden, das anschließend offen auf die Deponien gekippt werden soll. Diese Vorgehensweise wurde bereits 2009 vom Oberverwaltungsgericht in Niedersachsen für unzulässig erklärt.

Asbest ist bereits seit 1993 als Bauzuschlagsstoff verboten. Die ultrafeinen Fasern können Lungenkrebs auslösen und dies unabhängig von ihrer Konzentration. Umso wichtiger ist es, höchste Sicherheitsanforderungen an den geplanten Asbestmülltransport zu stellen.

Die hohe Gesundheitsgefährdung durch Asbestfasern muss Anlass sein, die geplanten gewaltigen Mülltransporte nicht nur einer juristischen Prüfung zu unterziehen, sondern mit Hilfe der Gesundheitsbehörden die Gefährdung der Bevölkerung nach ökotoxikologischen und umweltmedizinischen Gesichtspunkten zu überprüfen und transparent öffentlich darzustellen. Ich fordere Sie auf, entsprechende Schritte in die Wege zu leiten.

Sehr geehrte Herren,

die derzeit in Niedersachsen geplanten Asbestmülltransporte hat es in diesem Umfang  in Deutschland noch nicht gegeben. Trotzdem werden bisher die Regeln für den Umgang mit Asbest nicht eingehalten. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie die gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung, die bei einem Abtrag der Halde entstehen würde, gar nicht erst entstehen lassen. Bitte verzichten Sie auf die Beseitigung der Asbestmüllhalde in Wunstorf und sichern Sie diese gewaltige Altlast vor Ort. Ökonomische Interessen von Verfahrensbeteiligten oder Fragen des Fördermitteleinsatzes dürfen nicht im Vordergrund stehen. Allein die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ist das entscheidende Kriterium.


Mit freundlichen Grüßen


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