Dem BUND ist es 2009 gelungen drei weitere Flurstücke in und an der potentiellen Abbaufläche für das Kiesfeld zu kaufen! Am 7. Dezember 2009 wurde der Notarvertrag unterzeichnet. Damit sind weitere Flächen für den direkten Zugriff von Kiesbaggern gesperrt und die Rechtsposition des BUND als Anwalt der Natur für den nächsten Genehmigungsschritt ist deutlich verbessert worden. Zwei weitere Anträge für den Kauf wichtiger Flächen bei der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) und bei der Gemeinde laufen noch. Für den Kauf dieser Flächen benötigen wir finanzielle Unterstützung.
Wir wollen mit dem Kauf die wertvolle Landschaft dauerhaft sicherstellen, denn es gibt Nachrichten, dass Heidelberger Zement sich bemüht die Genehmigung für den Kiesabbau auf der umstrittenen Abbaufläche zu verkaufen. Um die Verkaufsbedingungen perfekt zu machen, versucht der Konzern den Landkreis noch immer zur Genehmigung der bislang verweigerten Zuwegung über die gefährdete Allee zu zwingen. Um den BUND als „unbequemen Nachbarn“ auszuschalten, bemüht sich Heidelberger Zement selbst um den Kauf von Flächen, auch wenn sie im Naturschutzgebiet liegen und deshalb eher in die Hände eines Naturschutzverbandes gehören als in die eines Kies- und Betonkonzerns! Das bedeutet für uns, dass wir jede Gelegenheit nutzen sollten, um wichtige Flurstücke zu kaufen und so die Flächen für die Zukunft und vor allen möglichen Kiesunternehmen zu schützen.
Genauso wichtig ist, dass die nunmehr zehn Jahre alte Genehmigung für den Kiesabbau aufgehoben wird. Gemeinsam mit den Bürgern von Rügen haben wir deshalb den Petitionsausschuss des Landtages gebeten, die Genehmigung für den Kiesabbau durch die Behörden widerrufen zu lassen. Die Realität hat in den letzten zehn Jahren gezeigt, dass die wesentliche Grundlage der damaligen Genehmigung, die Prognose für den Bedarf an Kies auf der Insel Rügen, völlig falsch war: Auf der Insel wird schon seit Jahren nur noch ein Zehntel der 1998 prognostizierten Kiesmenge benötigt. Auch für das neue Betonwerk Mukran wurde der Kies aus dem nunmehr ausgewiesenen Naturschutzgebiet nicht benötigt. Im Verlaufe dieses Petitionsverfahrens und nach Anfragen von Parlamentariern des Landtages Mecklenburg-Vorpommern wurde klar, dass das federführende Wirtschaftsministerium noch immer das Kiestagebauvorhaben unterstützt und weiterhin die völlig veralteten Argumente pro Kiestagebau vorbringt! Eine ausführliche Argumentation aus Sicht des BUND und der betroffenen Bürger finden Sie hier. Da das Petitionsverfahren noch nicht abgeschlossen ist, können Sie es auch durch eigene Briefe an den Petitionsausschuss unterstützen.
Unterstützen Sie unsere Petition und schreiben Sie an:
Landtag Mecklenburg-Vorpommern,
Petitionsausschuss, z. Hd. Frau Schlamp, Lennestr. 01, 19053 Schwerin,
Betreff: Pet.-Nr.2009/00209 PETI3
Für Rückfragen: Corinna Cwielag, Landesgeschäftsführerin BUND Mecklenburg-Vorpommern, Tel: 0385 521339-0 oder per E-Mail: corinna.cwielag@bund.net
Chronologie ansehen
Anfrage an den Landtag ansehen
Faktenblatt ansehen