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21. April 2008

Gärtnern mit torffreier Blumenerde – Moore und Klima schützen!

Bald ist es wieder so weit – der Frühling naht - die Gartensaison beginnt: Blumenkübel auf der Terrasse, Blumentöpfe für die Fensterbank, aber auch Gärten werden frisch bepflanzt und für die kommende Saison farbenfroh gestaltet. In Gartencentern und Baumärkten stapeln sich die Säcke mit Blumen- oder Pflanzenerde. Doch Vorsicht! Die meisten handelsüblichen Blumenerden bestehen bis zu 90 Prozent aus Torf. Dieser wertvolle Naturstoff ist seit dem Ende der Eiszeit aus abgestorbenen Moorpflanzen herangewachsen. Was im Lauf von Jahrtausenden entstand, wird von uns in wenigen Jahren verbraucht.

Beim Torfabbau werden in Deutschland jährlich etwa zwei Millionen Tonnen des Klimagases Kohlendioxid freigesetzt. Dabei werden ganze Lebensräume und ihre biologische Vielfalt vernichtet. Einst waren Moorlandschaften mit einer hoch spezialisierten Tier- und Pflanzenwelt weit verbreitet. Moore sind der Lebensraum des seltenen Sonnentaus, des schönen Torfwiesenschecken-Falters oder des anmutigen Kranichs. Heute jedoch sind mehr als 80 Prozent der deutschen Moore zerstört. Viele Tiere und Pflanzen der Moorwelt sind heute vom Aussterben bedroht. Die wenigen verbliebenen Moore müssen künftigen Generationen erhalten bleiben. Wer Moore schützt, erhält Biodiversität und Klima zugleich!

Sie können Ihren ganz persönlichen Beitrag zum Erhalt der wertvollen Moore leisten: Gärtnern Sie torffrei! Kaufen Sie torffreie Gartenerden für Ihren Balkon oder Garten oder stellen Sie diese selber her. Ermuntern Sie Ihre Freunde, Verwandte und Nachbarn, es Ihnen gleich zu tun!

Das Jahr 2010 wurde von der UNO zum Internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt erklärt, um weltweit die Menschen wachzurütteln, sich ganz konkret für den Erhalt der Biodiversität einzusetzen. Der Verzicht auf Torf im Garten oder dem Balkon ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag dazu!




Broschüre: Umweltschutz tut gut

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